Kometen fotografieren

Kometen sind äußerst spannende Astromotive, da sie meist überraschend auf der Bildfläche erscheinen und auch ihre Helligkeit nur bedingt vorauszusagen ist. Dabei gibt es alle paar Jahre mal sogenannte „Jahrhundertkometen“, die sogar am Taghimmel zu sehen sind. Aber auch viele andere Kometen geben mit ihrem hellen Kern, dessen Nebelhülle (die sogenannte „Koma“) und dem manchmal beeindruckenden Schweif ein sehr schönes Motiv am Nachthimmel ab. Um Kometen möglichst eindrucksvoll abzubilden, solltest Du mit einer Nachführung sowie einem Teleobjektiv arbeiten. Allerdings ist das Stacken von Kometenbildern durchaus eine Herausforderung, da sich der Komet in einer anderen Geschwindigkeit und Richtung bewegt als die Sterne.

Wo?

Um einen Kometen am Nachthimmel zu fotografieren solltest Du Dir einen möglichst dunklen Ort ohne viel Lichtverschmutzung suchen. Die genaue Position des Kometen in der Aufnahmenacht kannst Du anhand von sogenannte Aufsuchkarten im Internet ermitteln.

Wann?

Das Erscheinen von Kometen kann lediglich bei periodischen Kometen vorhergesagt werden. Es werden jedoch meist mehr als 20 Kometen jedes Jahr neu entdeckt, wobei einige davon auf Grund Ihrer Helligkeit fotografisch interessant sind. Das Zeitfenster, in dem ein Komet zu sehen oder zu fotografieren ist, kann dabei sehr kurz sein – zumal es noch dazu einen klaren und mondlosen Himmel braucht.

Im Buch

In meinem Buch stelle ich Dir eine besondere Bildkomposition der Plejaden zusammen mit dem Kometen Lovejoy aus dem Jahre 2015 vor. Du lernst, wie ich bei der Planung, Aufnahme und Bearbeitung dieser Aufnahme vorgegangen bin.

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