Seit fast drei Jahren begleitet er mich nun tagtäglich – mein Camper. Schnell habe ich die Vorzüge eines solchen Reisemobils auch auf Dienst- und Fotoreisen schätzen gelernt. Durch Corona wurde nun nochmal alles anders: mein sonst so mobiles Büro wurde zum dauerhaften Homeoffice vor der Haustür. Warum ich nach diversen Optimierungen nun gar kein anderes Büro mehr haben möchte, erfährst Du in diesem Blogbeitrag. Vielleicht sind ja auch einige Ideen für Dein eigenes Büro oder Deinen Camper dabei?

So sieht mein ideales mobiles Büro nach einigen Monaten der intensiven Optimierung aus. Warum es genau so aussieht, erfährst Du in diesem Blogbeitrag.

 

Kleiner Hinweis vorab: Dieser Blogbeitrag ist sehr umfangreich und beschreibt meine Erfahrungen der letzten Jahre und auch ein wenig meinen eigenen Weg. Ich habe sowohl in diesen Beitrag als auch in die Optimierung meines mobilen Büros sehr viel Zeit und auch Geld investiert und hoffe, Dir mit dem einen oder anderen Tipp etwas Zeit (und Geld für Fehlinvestitionen) sparen zu können. Viele Menschen werden vermutlich keine so umfangreiche Ausstattung für die Arbeit im Camper benötigen – sieh diesen Beitrag also doch einfach als Inspiration, um Deine eigenen Anforderungen damit abzugleichen. Möchtest Du direkt zur konkreten Ausstattung meines Büros springen, kannst Du die Vorgeschichte und meine generellen Anforderungen gern überspringen. Noch kompakter ist die Auflistung meines Equipments ohne große Erklärungen, die ich am Ende des Beitrags eingefügt habe. Bei vielen Empfehlungen handelt es sich um Amazon Affiliate Links (gekennzeichnet mit einem *). Solltest Du sowieso über Amazon einkaufen, freue ich mich, wenn Du dies über meine Links tust – das hilft ein wenig, die Arbeit an diesem Blog zu finanzieren und kostet dich natürlich keinen Cent mehr :-).
Dazu sei abschließend noch gesagt, dass ich alle genannten Produkte selbst gekauft habe (oder von meinem Arbeitgeber als Arbeitsmittel zur Verfügung gestellt bekommen habe) und in keiner Beziehung zu den jeweiligen Herstellern stehe. Ich empfehle hier also ausschließlich Produkte, von denen ich selbst überzeugt bin. Um genau diese überzeugenden Produkte zu finden, habe ich teilweise sehr viel recherchiert und ausprobiert – was natürlich auch zu einigen Fehlkäufen geführt hat. Vielleicht kann ich Dir den einen oder anderen Fehlkauf ersparen!

 

Wie alles begann

Als ich im Mai 2018 meinen Ford Nugget in Empfang nehmen durfte, hatte ich viele meiner heutigen Anwendungsfälle noch gar nicht auf dem Schirm. Ich habe mich in erster Linie mal tierisch gefreut, endlich einen eigenen Camper zu haben. Im Fokus stand dann erstmal die Vorbereitung meiner Auszeit 2019, in der ich 9 Monate Vollzeit im Nugget reisen und leben würde. In dieser Vorbereitungszeit musste ich aber natürlich noch meinem Job als IT-Beraterin nachgehen und war dabei sehr viel in Süddeutschland auf längeren Dienstreisen. Irgendwann im Herbst 2018 kam mir dann die Idee, aus zwei einzelnen Wochen Dienstreise einfach eine längere Reise zu machen und die Zeit – vor allem das Wochenende zwischendurch – mit dem Camper in den Bergen zu genießen.

Ein Traum – einfach am Freitag nach Feierabend in die Berge fahren und herrliche Tage und Nächte in den eigenen vier Wänden verbringen!

Da ich die zwei Wochen mehr oder weniger an einem Ort verbringen würde und zu dieser Jahreszeit auch die Sonne kein zuverlässiger Stromlieferant mehr war, buchte ich mich einfach in einem nahegelegenen Campingplatz ein. Damit war auch gleich das Dusch-Problem gelöst – etwas, was im Nugget ja (damals) nicht wirklich möglich war.

So verbrachte ich also meine erste Dienstreise mit dem Nugget und war hellauf begeistert. Endlich keine kalten Füße und harten Betten mehr im Hotel, endlich nicht mehr jeden Tag im Restaurant essen und vor allem endlich vor Ort mobil sein und mal eben für ein paar Nachtaufnahmen oder einen kleinen Feierabendspaziergang zu einem nahegelegenen See o.ä. fahren. Warum bin ich darauf nicht schon in den 15 Jahren Dienstreisen vorher gekommen?! Und so machte ich auch meine winterlichen Dienstreisen weiterhin mit dem Nugget. Auf dem Campingplatz war ich mittlerweile schon Stammkunde, und auch den ersten strengeren Frost von bis zu -12 Grad haben ich und der Nugget dank der Dieselstandheizung ohne Probleme überstanden.

Über die Ausstattung meines Arbeitsplatzes im Nugget habe ich zu dieser Zeit noch nicht so detailliert nachgedacht. Ich war froh, dass ich unterwegs gut mit dem Laptop am eingebauten Tisch arbeiten konnte und alle meine Geräte über 12V betreiben konnte. Und so ging es dann auch auf die Reise im April 2019. Im Gepäck: alles, was ich für die zweite Auflage meines Astrofotobuches brauchte. Diese würde ich nämlich in den nächsten Monaten komplett unterwegs im Camper schreiben – eine spannende Herausforderung! Dazu hatte ich einen älteren Windows-Laptop (Microsoft Surface Pro 3 aus 2014) und ein Apple Macbook (12 Zoll aus 2015) dabei. Als zweiten Monitor oder Tablet zum Recherchieren o.ä. hatte ich außerdem ein iPad Mini im Gepäck. Also alles durchaus minimalistisch, zumindest aus heutiger Sicht.

So sah mein „Arbeitsplatz mit Aussicht“ während meiner Reise 2019 aus – hier ist auch die 2. Auflage meines Buches entstanden.

Das Arbeiten im Nugget klappte aber erstaunlich gut – ich konnte bequem für viele Stunden auf der Sitzbank sitzen und bekam keinerlei Rücken- oder Nackenschmerzen. Aber wenn man aus dem Büro oder heimischen Arbeitszimmer den Komfort mehrerer Monitore gewohnt ist, vermisst man diese manchmal schon schmerzlich. Nur wie sollte ein großer Monitor mit 230 V Stromversorgung in meinem kleinen Campingbus Platz finden?! Zwar gab es alternativ noch diese 12 V Campingfernseher, die habe ich mir aber ehrlich gesagt nie genauer angeschaut.

Dafür stieß ich dann im November 2019 – als meine Reise schon fast zu Ende war – eher zufällig auf sogenannte „portable Monitore“. Diese lassen sich per HDMI oder USB-C an einen beliebigen Laptop, ein Tablet oder sogar ein Smartphone anschließen und benötigen im besten Fall (per Anschluss über USB-C) keinen zusätzlichen Strom. Ein geniales Konzept für Camper! So ist aus dem Zweitmonitor am Tag der Fernseher für den Abend gemacht – und dies im schlimmsten Fall über eine Powerbank betrieben! Wenn Du mehr darüber wissen möchtest, schau Dir gern meinen Blogbeitrag über portable Monitore und das darin verlinkte Video, welches ich mit Kai von Travel Camping Living aufgenommen habe, an. Aber auch hier im Artikel wirst Du noch einiges dazu erfahren.

Ein vollwertiges Büro im Nugget?

Mit der „Entdeckung“ der portablen Monitore hat sich für mich eine völlig neue Welt eröffnet. Plötzlich war der Nugget nicht nur ein ganz nettes mobiles Büro, sondern konnte mit ein paar weiteren Ergänzungen sogar ein vollwertiges Büro für mich ersetzen! Als der Arbeitsalltag im Januar 2020 dann wieder los ging, sah mein Nugget-Büro schon etwas anders aus als auf der Reise 2019.

So sah mein mobiler Arbeitsplatz im Januar 2020 aus. Seitdem hat sich nochmal einiges geändert…

 

Im Laufe des Jahres habe ich dann sowohl auf einigen Dienstreisen als auch später im Homeoffice-Modus viele Erfahrungen sammeln können. Daher hat sich dann doch nochmal so einiges geändert. Was aus meiner Sicht alles dazugehört und wie ich das mobile Arbeiten nun auch völlig unabhängig von Campingplätzen genießen kann, erfährst Du gleich. Meine Ausstattung ist dabei sowohl für den „stationären Einsatz“ als Homeoffice als auch für den mobilen Einsatz unterwegs geeignet. Bevor ich auf konkrete Produkte und die Gründe eingehe, warum ich mich schlussendlich dafür entschieden habe, zunächst mal die wichtigsten Rahmenbedingungen, auf die ich bei der Wahl der Ausstattung achten musste.

Vollständigkeit

Meine oberste Prämisse bei der Planung und Einrichtung meines mobilen Schreibtisches war es, dass dieser meinem normalen IT-Arbeitsplatz in nichts nachstehen sollte. Es sollte also kein Gelegenheitsarbeitsplatz werden, sondern für die tägliche Nutzung vollausgestattet werden. Hier stellen einem die Rahmenbedingungen im Camper natürlich gewisse Hürden, da es vor allem zwei Dinge nicht gibt: Platz und 230 V Strom so viel das Herz begehrt. Aber wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg…

Platzbedarf

Grundsätzlich ist auf den Tischen in Wohnmobilen oder Campingbussen ja meist nicht üppig viel Platz. Die erste Herausforderung ist also, alles was man braucht auf wenig Grundfläche unterzubringen. Dies klappt jedoch für mich nach ein wenig Tüfteln sehr gut und ehrlich gesagt hatte ich früher auf einem normalen Schreibtisch auch nicht so sehr viel mehr Platz. Das Mehr an Fläche wurde bei mir meist mit irgendwelchem Kram belegt, so dass es nicht nur unordentlich aussah auf meinem Schreibtisch, sondern auch immer enger wurde. Ein Camper hat aus meiner Sicht den Vorteil, dass man zum Aufräumen gezwungen wird – spätestens, wenn man weiterfahren möchte muss alles an seinem Platz sein. Aber auch während der Büronutzung hat alles bei mir seinen festen Platz und ermöglicht somit ein sehr effizientes Arbeiten.

Der Tisch im Nugget ist leider nicht der Stabilste, insbesondere, wenn er auf seine volle Länge von 1,20 m ausgeklappt wird. Da mir dies auch etwas zu lang war, habe ich bzw. mein Liebster ein wenig „Hand angelegt“ und eine Tischverlängerung gebaut, die am zusammengeklappten Tisch quasi angedockt und befestigt wird. Somit habe ich insgesamt eine Schreibtischfläche von 95 x 40 cm zur Verfügung – was nicht so viel klingt, aber mir völlig ausreicht, wie Du gleich sehen wirst.

Diese selbstgebaute Tischverlängerung ist für mich ideal – einfach an den zusammengeklappten Tisch andocken und schon hat der Tisch für die für mich perfekte Länge und Höhe!

Ergonomie

Was mir im Sinne einer gesunden Sitzhaltung außerdem wichtig ist, ist die Möglichkeit, den Tisch möglichst nah an den Körper ziehen zu können – um so entspannt mit dem Rücken angelehnt sitzen zu können. Das klappt im Nugget perfekt, und auch der leicht geneigte Winkel der Sitzbank kommt dieser ergonomischen Haltung sehr entgegen. Ich muss wirklich sagen, ich hatte noch nie einen so bequemen Arbeitsplatz, der mir so gar keine Probleme am Rücken, Nacken oder Händen usw. bereitet. Wer mal mit solchen Problemen zu kämpfen hatte, weiß wovon ich spreche und wie lange hier eine entsprechende Optimierung dauern kann. Solltest Du also gerade auf der Suche nach einem passenden Camper sein, den Du auch dauerhaft als mobiles Büro nutzen möchtest, schau genau hin, ob die Kombination aus Sitzbank und Tisch sich gut anfühlt. Ich habe schon in vielen Modellen gesessen, die entweder eine zu steile Sitzbank oder einen zu niedrigen Tisch hatten, oder dieser sich nicht weit genug an die Bank heranziehen ließ.

Auf meinem Tisch sieht’s zwar mittlerweile etwas anders aus, aber hier siehst Du mal, wie ich im Nugget dauerhaft ohne Rückenschmerzen arbeiten kann.

Um Nacken und Handgelenke ebenfalls so gut wie möglich zu schonen, habe ich darauf geachtet, dass die primären Monitore auf Augenhöhe positioniert sind und ich entspannt mit einer externen Maus auf einem ergonomischen Mauspad mit Handballenablage arbeite. Eine externe Tastatur sorgt außerdem dafür, dass Laptop-Bildschirm und Tasten voneinander getrennt sind und es sich so wesentlich angenehmer arbeiten lässt. Dazu gleich mehr…

Flexibilität

Das Leben und Reisen im Camper hat ja den besonderen Vorteil, dass man äußerst flexibel unterwegs ist. Flexibilität war mir auch für meinen Schreibtisch sehr wichtig. Zum einen sollte alles in einer vertretbaren Zeit aufzubauen sein, zum anderen wollte ich mit diesem mobilen Büro möglichst unabhängig von Camping- oder Stellplätzen sein. Ich habe also darauf geachtet, dass alle Geräte sich mit 12 V betreiben lassen und möglichst sparsam arbeiten. Trotzdem wollte ich auf nichts verzichten, was ich auch in einem normalen Büro habe.

Mein konkretes Equipment fürs mobile Büro

So, nun kennst Du meine Anforderungen und möchtest sicher wissen, ob und wie ich diese erfüllen konnte. Ich werde Dir nun mein konkretes Equipment zeigen, welches ich in verschiedene Kategorien unterteilt habe und anhand von Bildern ein bisschen versuche zu veranschaulichen. Über die folgenden Links kannst Du direkt zur jeweiligen Kategorie springen:

Tastatur und Maus

Aus meiner Sicht sind für ein ergonomisches, dauerhaftes Arbeiten am Rechner eine externe Tastatur sowie eine externe Maus unerlässlich. Davon gibt es natürlich eine riesige Auswahl, und es mag auf den ersten Blick auch gar nicht so wichtig erscheinen, welches Modell man nun nutzt. Meine konkreten Geräte haben jedoch besondere Vorteile, die ich für ein mobiles Homeoffice sehr zu schätzen gelernt habe. Hintergrund ist, dass ich damit nicht nur meinen Laptop bedienen möchte, sondern auch ein Apple iPad, welches ich zusätzlich am Arbeitsplatz nutze. Perfekt dafür geeignet sind die Geräte von Logitech, die darüber hinaus noch weitere nützliche Features mitbringen.

Nach etlichen Versuchen habe ich in dem Logitech K780 Multi-Device Wireless Keyboard* die für mich perfekte Tastatur gefunden. Sie ist trotz Nummernblock nicht übermäßig groß (5 cm schmaler als andere vollwertige Tastaturen von Logitech) und kann bis zu drei Geräte (Windows, Mac, Android und iOS) per Easy-Switch-Taste bedienen. Zudem ist sie extrem leise, so dass das Mitschreiben in Telefonkonferenzen problemlos möglich ist. Ein tolles Feature für kleine Schreibtische ist außerdem die integrierte Halterung für Smartphones und Tablets (bis 12“ im Querformat). Somit kann ich mein iPhone und ein iPad Pro 11“ direkt vor mir platzieren ohne weitere Ständer o.ä. aufstellen zu müssen. Möchte ich auf einem dieser beiden Geräte schnell mal was tippen, kann ich über den Umschalter schnell vom Laptop darauf switchen – extrem praktisch!

Diese vollwertige Tastatur ist wirklich ideal für kleine Arbeitsplätze – schmaler als andere und mit integriertem Tablet-/Smartphone-Ständer. Genauso wie die Tastatur ist auch die Maus mit besonders leisen Tasten ausgestattet, um in Telefonkonferenzen nicht zu stören.

Kombiniert habe ich meine Logitech-Tastatur mit einer besonderen Maus aus dem gleichen Haus – die Logitech M590 Multi-Device Silent*. Ähnlich wie die Tastatur kann diese Maus ebenfalls per Knopfdruck zwischen zwei Geräten hin- und hergeschaltet werden. In meinem Fall ist das ein Laptop und mein iPad Pro, welches seit einiger Zeit bzw. seit iOS 13 ja auch die Bedienung per Maus unterstützt. Die M590 ist ebenfalls sehr leise, so dass auch ihr Klicken während einer Telefonkonferenz nicht stört. Wer nicht die Möglichkeit der Umschaltung zwischen mehreren Geräten benötigt, ist auch mit der Logitech M330 Silent Plus* sehr gut bedient – diese habe ich ebenfalls viele Jahre genutzt.

Angenehm finde ich bei beiden Geräten, dass sie mit (von Logitech angegebenen) 24 Monaten eine extrem lange Batterielaufzeit haben. Diese erreiche ich bei meiner Powernutzung zwar nicht, aber ein- oder zweimal im Jahr mal eine bzw. zwei Batterien zu tauschen ist durchaus zu verschmerzen finde ich. In Summe bin ich sehr zufrieden mit der Tastatur- und Mauskombination, da sie zusammen mit einem iPad oder Laptop in nullkommanichts einen ergonomischen Arbeitsplatz zaubern kann. Ein entsprechendes Mauspad mit Handauflage* trägt dabei ebenfalls sehr zur Ergonomie bei und nutzt durch die quadratische Form den wenigen Platz auf dem kleinen Arbeitsplatz optimal aus.

Laptop, Monitore und Tablet

Da ich täglich mind. 8-12 Stunden am Laptop arbeite, war mir eine effiziente und ergonomische Arbeitsumgebung extrem wichtig. Jeder, der mal einen Tag an einem kleinen Laptop-Monitor am Küchentisch oder gar auf der Couch gearbeitet hat, versteht was ich meine. Daher hier mein konkreter Aufbau, der nach 11 Monaten des Optimierens schlussendlich herausgekommen ist:

Mein kompletter Arbeitsplatz auf 95×40 cm. Es lässt sich hier wunderbar arbeiten, so dass ich gar kein anderes Büro mehr haben möchte!

Ich nutze beruflich einen 13,3″ Windows-Laptop (HP), dessen Tastatur man glücklicherweise um 360 Grad nach hinten klappen kann. Dies ermöglicht mir eine sehr platzsparende Verwendung als Monitor, ohne, dass die Tastatur des Laptops genutzt wird oder Platz wegnimmt. Der Laptop steht dabei in einem flexibel im Winkel anpassbaren Tablet-Ständer*, was auch einigermaßen stabil ist. Beim Arbeiten ist dies gar kein Problem, nur beim Hin- und Herschieben des Tisches muss man etwas aufpassen.

Auf diesen drei Tablet-Ständern „thronen“ meine Bildschirme und der Laptop. Sie sind ausreichend stabil und trotzdem kompakt und flexibel.

Einziges Problem dieser Ständer ist die Höhe, die hier bauartbedingt leider recht niedrig ist. Da ich jedoch keine ähnlich stabilen, höheren Halterungen o.ä. finden konnte, habe ich mir einfach mit ein paar Kartenspielen und Verpackungen beholfen, die ich sowieso im Camper habe. So konnte ich die Höhe individuell „zusammenbasteln“, so dass einerseits die im Laptop integrierte Kamera die richtige Höhe für Videokonferenzen hat und andererseits der Bildschirm auf Augenhöhe ist, um nicht permanent nach unten schauen zu müssen. Den Ständer kann ich also durchaus weiterempfehlen, zumal er sich auch für die Fahrt recht klein zusammenklappen lässt.

Mein Laptop und der linke Monitor sollten etwas höher platziert werden, daher mussten ein paar Schachteln als Erhöhung herhalten.

In identischen Ständern sind auch meine portablen Monitore auf dem Schreibtisch platziert. Hiervon nutze ich im Homeoffice-Modus wie auf dem Bild weiter oben zu sehen mittlerweile drei Stück: ein 17,3 Zoll großes Modell* im Querformat per USB-C Verbindung, ein 8 Zoll großes Modell direkt darunter per HDMI-Verbindung und ein 15,6 Zoll großes Exemplar* im Hochformat, ebenfalls per HDMI-Verbindung. Über die Möglichkeit, einen Monitor im Hochformat zu nutzen, habe ich ehrlich gesagt lange nicht nachgedacht. Dieser Modus hat allerdings wirklich einige Vorteile. So ist er auf kleinen Arbeitsplätzen sehr viel platzsparender und lässt sich hervorragend zum Lesen und Schreiben von Dokumenten nutzen. Konkret passt bei meinem 15,6 Zoll Modell etwas mehr als eine Seite eines Word-Dokumentes in der 120% Vergrößerung sehr gut lesbar auf den Bildschirm – sehr viel angenehmer als eine halbe Seite auf einem Monitor im Querformat! Dieser Querformat-Modus ist dann wieder – insbesondere in 17,3 Zoll Größe – sehr gut für größere Excel-Tabellen o.ä. geeignet, mit denen ich auch nahezu täglich zu tun habe. Und schließlich ist auch der kleine 8 Zoll Monitor sehr hilfreich, um beispielsweise dauerhaft den MS Teams Chat einzublenden, den ich permanent zum Austausch mit den Kollegen nutze. Jeder Monitor hat daher so seine sinnvollen Anwendungsfälle, und seinen festen Platz.
Alle Monitore benötigen übrigens keine externe Stromversorgung, sondern könnten komplett über den Laptop gespeist werden. Der 17,3 Zoll Monitor bekommt Bild und Strom direkt über das USB-C Kabel und die 8 und 15,6 Zoll Monitore Bild über HDMI und Strom per USB. Dies funktioniert bei mir sowohl im Akkumodus des Laptops als auch natürlich im 12 V Betrieb. Die USB-Stromversorgung ist bei mir mangels USB-Anschlüssen am Laptop (trotz 4-fach-Verteiler*) über einen 12 V Verteiler gelöst, worauf ich gleich noch detailliert eingehen werde. Nähere Informationen zu den portablen Monitoren – die aus meiner Sicht ein echter Segen für Camper sind – gibt es wie gesagt in diesem separaten Blogartikel.

Um die Kabel möglichst platzsparend im Laptop einzustecken, arbeite ich übrigens mit diversen Winkelsteckern oder Winkelkabeln für USB-C, USB-A und HDMI. Somit können die Bildschirme enger zusammenstehen, ohne dass Kabel das Bild stören.

Wem 4 Monitore (Laptopbildschirm und 3 portable Monitore) noch immer nicht reichen, der kann sogar noch einen dritten externen Monitor in Form eines iPads per USB oder WiFi anschließen. Die derzeit sinnvollste App dazu ist meines Wissens nach “Duet Display“, die es für 10,99 € im Apple AppStore gibt. Natürlich kann man auf diesem Weg auch ausschließlich ein iPad als externen Monitor an den Laptop schließen, wenn man die großen Monitore nicht benötigt oder mitnehmen möchte. Zu beachten ist allerdings, dass die Latenz sehr viel größer ist als bei den portablen Monitoren, d.h. es gibt eine gewisse Verzögerung der Mausbewegung auf dem iPad-Bildschirm, was das Arbeiten nach meiner Erfahrung recht stark einschränkt. Zudem zieht diese App auf dem Laptop recht viel CPU (ca. 20%), was ich auch als recht großen Nachteil empfinde. Da ich mein iPad Pro 11″ aber sowieso dauerhaft in der Tastaturhalterung vor dem Laptop stehen habe, nutze ich es meist unabhängig vom Laptop, indem ich Apps zum Zeichnen in Meetings (z.B. MS Whiteboard, MS Teams, o.ä.) geöffnet habe und mit dem Apple Pencil (2. Generation)* zeichnen kann. iPads mit dem Apple Pencil der 1. Generation funktionieren natürlich auch problemlos.

Hoffnung auf eine elegantere und schnellere Lösung macht die Firma Astropad, die gerade an der Lösung „Luna Display“ für Windows arbeitet. Per Dongle im USB-C- oder HDMI-Port des Windows-Rechners wird eine Verbindung zum iPad aufgebaut, so dass dieses als externer Monitor fungiert, inkl. Touch- und Stiftsupport. Ich habe die gleiche Lösung vor einige Jahren für den Mac (als es noch nicht die Möglichkeit gab, ein iPad per Apple Sidecar direkt anzuschließen) genutzt und war sehr begeistert über die Geschwindigkeit gegenüber der Duet Display Lösung. Die Windows-Lösung kann für knapp 60 $ vorbestellt werden und soll im Mai 2021 ausgeliefert werden. Ich habe mir solch ein Teil über eine Kickstarter-Kampagne gesichert und bin schon sehr gespannt, wie es sich im Praxiseinsatz schlagen wird. Somit wäre das iPad gleichzeitig als Grafiktablet nutzbar, was sowohl im Job als auch für die Fotobearbeitung von Vorteil ist. Zu letzterem habe ich auch mal einen Blogbeitrag „Astropad macht aus dem iPad ein Grafiktablett“ geschrieben.

Nun fragst Du Dich vielleicht, wie ich zwei oder sogar drei Monitore per HDMI an meinen Laptop anschließen kann, der ja nur eine HDMI-Schnittstelle besitzt. Hier gibt es etwas recht Geniales: Über einen sog. USB 3.0 auf HDMI Adapter* kann ich an einem USB 3.0 Port 2 weitere HDMI-Geräte anschließen, was bei mir sogar über einen USB-Hub funktioniert. Neben diesem Adapter mit 2 HDMI-Ports habe ich auch eine Version mit 1 HDMI-Ausgang*, was auch gut funktioniert – und wenn gewünscht auch zusammen mit dem Doppel-HDMI-Adapter genutzt werden kann. Damit sind der Anzahl externer Monitore fast keine Grenzen mehr gesetzt 🙂

Aber ernsthaft – vielleicht mag Dir mein Setup aus 4-5 Monitoren völlig übertrieben und realitätsfremd vorkommen. In meinem Job und auch beim Schreiben außerhalb des Jobs habe ich jedoch sehr häufig den Anwendungsfall, dass ich mehrere Informationsquellen gleichzeitig benötige. Das kann das Schreiben eines komplexen Angebots oder eines Buches sein. Und da ich kein Freund von ständigem Hin- und Herschalten bin, genieße ich es, alle Informationen durch eine Kopfbewegung sehen oder ggf. kopieren zu können. Manche behaupten ja, durch nur einen Bildschirm würden sie fokussierter arbeiten. Ich kann das nicht bestätigen bzw. hängt dies aus meiner Sicht sehr stark von der Art der Aufgabe ab. Und für 80-90% meiner Aufgaben im Job ist es (für mich) halt einfach entspannter und effizienter, mit mehreren Monitoren zu arbeiten.
Sieh es daher als Ausblick, was hinsichtlich der Anzahl der Monitore an einem mobilen, kleinen Arbeitsplatz alles möglich ist. Und keine Sorge, wenn ich unterwegs bin und nur für ein paar Stunden zwischendurch etwas arbeite, baue ich in der Regel auch nicht meine „Kommandozentrale“ aus 4-5 Monitoren auf 😉

Nun mögen Dir die Monitorgrößen (8″, 11“, 13,3“, 15,6“ und 17,3“) aus eigenen Erfahrungen vielleicht etwas klein vorkommen. Für mich sind die Größen allerdings ideal, da die Monitore mit nur ca. 40-50 cm Abstand vom Kopf auch vergleichsweise nah vor mir stehen. Ein weiter entfernter 24 oder 27“ Monitor ist hier gefühlt nicht besser geeignet. Aber das ist sicherlich Geschmackssache.

Das Konferenztelefon ist wunderbar für Videokonferenzen geeignet. Muss der Ton etwas besser sein, kommt das Rode NT-USB Kondensatormikrofon zum Einsatz.

Konferenztelefon und Webcams

In meinem Job telefoniere ich gefühlt mindestens den halben Tag. Da ich überhaupt kein Freund von Headsets auf dem Ohr bin, nutze ich hierfür je nach Art des Telefonats verschiedene Geräte: Für Videokonferenzen in einer ungestörten Umgebung über Microsoft Teams, Skype oder Zoom eignet sich ein kleines Konferenztelefon hervorragend, welches per USB-A an den Laptop angeschlossen werden kann. Ich nutze das Jabra Speak 510*, was eine vernünftige Audioqualität bietet und bei Bedarf auch praktischerweise mit anderen Kollegen zusammen für eine gemeinsame Telefonkonferenz genutzt werden kann. Es lässt sich zwar auch per Bluetooth mit dem Handy verbinden, aber für die Telefonate per Smartphone (eine Festnetznummer besitze ich gar nicht mehr) nutze ich dann doch lieber dedizierte Kopfhörer – in meinem Fall meist die Apple AirPods* (noch die Generation mit kabelgebundenem Laden), die zwar teuer aber auch sehr praktisch sind. Zudem sind es die ersten Bluetooth Kopfhörer, die wirklich problemlos funktionieren. Die vergleichsweise kurze Akkulaufzeit (in meinem Fall reicht diese nur noch für ca. 1 – 1,5 Stunden Telefonat) kann man dadurch kompensieren, indem man einfach nur mit einem der Stöpsel telefoniert und bei Bedarf einfach tauscht, während der andere im Ladecase wieder auflädt.

Für die Videoübertragung während einer Videokonferenz nutze ich meist die integrierte Kamera des Laptops. Diese ist jetzt keine High-End-Kamera, erfüllt aber bei ausreichend Umgebungslicht und entsprechend hellem Hintergrund (dazu gleich mehr) ihren Zweck. Externe Webcams sind nach meiner Erfahrung hier nicht unbedingt viel besser, wenn man nicht etwas tiefer in die Tasche greift. Anlässlich einiger Online-Seminare habe ich mir allerdings mal eine Logitech Brio 4K Webcam* gegönnt, deren hohe Anschaffungskosten sich durchaus für mich in einer deutlichen Qualitätssteigerung des Videobildes bezahlt gemacht haben. Alternativ könnte ich auch meine Sony Kamera (A7 III) als Webcam nutzen, was mir dauerhaft im Nugget aber etwas zu unhandlich und umständlich im Auf- und Abbau ist. Wenn ich diese mit einem entsprechend stabilen Tischstativ* befestige, funktioniert das allerdings recht gut. Einige Sony-Modelle benötigen dazu lediglich die kostenlose Software „Sony Imaging Edge„, andere einen sog. HDMI-Grabber* (oder HDMI Video Capture Card). Zu guter Letzt gäbe es auch noch die Möglichkeit, das Smartphone als Webcam zu nutzen, z.B. über die iOS-App „iVCam„. Das funktioniert auch soweit ganz gut, allerdings möchte ich persönlich mein Handy nicht den ganzen Arbeitstag über in eine Halterung stecken, da ich es ja auch für andere Zwecke brauche (Telefonate, Nachrichten, Taschenrechner, etc.).

Meine möglichen Webcams: die integrierte Laptop-Webcam, die Sony A7 III als Webcam genutzt und die Logitech Brio

Auch Mikrofon-technisch habe ich für die Online-Seminare etwas aufgerüstet. Ich nutze dafür das Rode NTUSB Kondensatormikrofon*, welches auch bei einem Abstand von ca. 40-50 cm noch eine vernünftige Tonqualität liefert. Den Ton der anderen Teilnehmer höre ich weiterhin über das Jabra Konferenztelefon, welches im Notfall auch als Ersatzmikrofon für Online-Seminare dient.

Zu guter Letzt habe ich lange überlegt, wie ich im Nugget einen etwas neutraleren und vor allem helleren Hintergrund für Videokonferenzen und Online-Seminare hinbekommen kann – nicht jeden interessieren schließlich meine Kochlöffel und Vorräte im Hintergrund ;-). Zwar bieten so gut wie alle Videokonferenztools wie Microsoft Teams oder Zoom heute die Möglichkeit, den Hintergrund unscharf zu machen oder ganz gegen ein anderes Bild auszutauschen. Die Freistellung der Person funktioniert hier aber immer noch nur mittelmäßig gut. Ein größeres Problem ist allerdings, dass diese Funktion alles außer der Person ausblendet, d.h. wenn ich z.B. in Online-Seminaren Equipment in die Kamera halte, wird dies ebenfalls ganz oder teilweise ausgeblendet. Es musste also ein neutralerer Hintergrund her. Hauptproblem war hier wieder einmal der Platz. Schlussendlich habe ich mich für eine „Bastellösung“ entschieden, die flexibel an- und abbaubar ist. An der Unterseite meines (immer aufgeklappten) Bettes sind nun mehrere Magnete* eingeschraubt (selbstklebende Magnete fielen leider alle nach einiger Zeit wieder ab), an welchen ich über eingenähte gleiche Magnete einen Fotohintergrund aus Stoff* befestigen kann. Dieser hängt gerade vor der Rückenlehne der Sitzbank herunter, wird an der Fensterseite einmal um die Ecke gelegt und mit Klettband befestigt (Klett eingenäht am Stoff und angeklebt an der Bettunterseite des Nuggets).

Diese simple Lösung schafft in Videokonferenzen einen neutralen und vor allem hellen Hintergrund

Somit habe ich auf Videoaufnahmen nun eine graue Holzoptik statt meiner Sitzbank und der halben Küche hinter mir. Zusammen mit entsprechendem Licht (siehe unten) lässt sich der Nugget so auch zu einem echten Videostudio umfunktionieren, was vergleichsweise schnell auf- und abgebaut ist. Und auch der Durchgang in die Küche ist schnell wieder frei – einfach den äußeren Magneten lösen. Natürlich muss man etwas aufpassen, dass man das Ganze nicht versehentlich herunterreißt, aber da der Stoff lediglich bis etwa zur Hälfte der Sitzbanklehne reicht, passiert das beim normalen Sitzen und Anlehnen eigentlich nicht. Und wenn, dann lieber ein gelöster Magnet als ein gerissener Stoff 🙂
Auf jeden Fall habe ich in Verbindung mit meinen Video-Optimierungsversuchen festgestellt, dass solch ein heller Hintergrund – wie du gleich noch im Vergleich sehen wirst – essentiell für ein gutes Videobild ist. Von daher bin ich sehr froh, für mich eine praktikable Lösung im Nugget gefunden zu haben!

Beleuchtung

Eine ausreichende Beleuchtung am Arbeitsplatz ist insbesondere für Videokonferenzen wichtig – im Nugget aber mit dem eingebauten Standardlicht gar nicht so einfach zu realisieren. Ich hatte mich damals für das Dimmer-Paket entschieden, was es ja u.a. ermöglicht, das Licht seitlich über dem Tisch beliebig hell einzustellen. Leider verträgt sich dieses dimmbare LED-Licht mit vielen Kameras oder Webcams nicht, so dass es zu unschönem Flackern kommt (zu sehen z.B. hier im Video mit Kai, ab 2:40 min). Zudem finde ich die Lichtleiste im Nugget auch nicht wirklich angenehm. Deshalb habe ich mir hier mit der Zeit ein eigenes Lichtkonzept auf Basis einer USB-Stromversorgung zusammengestellt.

Als erstes Szenario wollte ich gern ein gemütliches Licht, welches ich beim normalen Arbeiten oder auch mal bei einem entspannten Filmeabend nutzen kann. Und was darf da bei einem typischen Vanlifer nicht fehlen: richtig, eine Lichterkette. Davon habe ich wirklich Einige ausprobiert, bis ich vor einem halben Jahr endlich die für mich perfekte Lösung gefunden habe: eine LED-Lichterkette aus farbigen Baumwollkugeln, die per USB betrieben wird und über eine Funkfernbedienung zu steuern ist. Dabei kann man zwischen verschiedenen Helligkeitsstufen wählen, wobei die hellste Stufe auch wirklich mal vergleichsweise hell ist. Außerdem bietet die Lichterkette einen 2-Stunden-Timer, so dass sie sich automatisch abschaltet. Dies hat mich auf die Idee gebracht, eine solche (etwas kürzere) Lichterkette auch oben im Bett anzubringen – und so kann ich dort bei super gemütlichem warmem Licht einschlafen… Beide Lichterketten habe ich nun seit einem halben Jahr im ständigen Gebrauch (die unten am Tisch täglich für mind. 8-10 Stunden), ohne dass sie bisher irgendwelche Ermüdungserscheinungen gezeigt haben.

Diese Lichterkette ist seit ihrem Einzug in den Nugget jeden Tag in Gebrauch – sie macht den Sitzbereich einfach wunderbar gemütlich!

Nun reicht solch ein „Schummerlicht“ natürlich nicht in allen Situationen. Insbesondere bei einer Videokonferenz sorgt mehr Licht für ein deutlich besseres und rauschfreieres Bild, so dass ich auch an dieser Stelle aufgerüstet habe. Zunächst habe ich ein paar Monate mit einem LED-Panel* gearbeitet, welches ich zur Decke gerichtet am Laptop befestigt habe. Somit hatte ich quasi ein indirektes Licht, welches ich ebenfalls per USB betreiben konnte und welches meinen Arbeitsplatz vergleichsweise hell gemacht hat. Da diese Lösung noch nicht perfekt war, habe ich mir ein flexibles Ringlicht an einer Tischhalterung* gegönnt. Dieses ist beliebig einstellbar (ich nutze es direkt über dem Laptop-Bildschirm im Warmweiß-Modus bei niedriger Helligkeitsstufe) und verfügt über einen zweiten Arm, an dem theoretisch eine Webcam oder ein Handy befestigt werden kann. Im täglichen Gebrauch nutze ich diese Halterung allerdings nun für mein LED-Panel*, um den Arbeitsplatz angenehm indirekt ausleuchten zu können. Lässt man das Panel nicht auf 100% Helligkeit laufen, reicht der USB-Strom auch aus, um das es dauerhaft zu betreiben – bei voller Helligkeit scheint es sich irgendwann schneller zu entladen als Strom nachgeladen wird. Ich selbst nutze es bei 40-50%, was völlig ausreicht. In Videokonferenzen und Online-Seminaren schalte ich jeweils das frontale Ringlicht direkt neben der Webcam positioniert dazu.

Dieses Ringlicht mit Smartphone-Halter (in dem bei mir ein LED-Panel steckt) ist ideal geeignet, um für ausreichend Licht in Videokonferenzen zu sorgen. Es kann während der Fahrt sogar am Tisch verbleiben.

Mit diesem Lichtkonzept kann ich die fehlende Umgebungshelligkeit auf Grund des aufgeklappten Bettes, der verdunkelten Scheiben und des Vorhangs zwischen Fahrerhaus und Wohnbereich recht gut ausgleichen. In Videokonferenzen mit Kunden macht das doch einen wesentlich professionelleren Eindruck als rauschende Videobilder aus der dunklen Nuggethöhle 🙂 Essentiell für gute Videobilder ist jedoch nach meiner Erfahrung, dass der Hintergrund hell ist – zum Beispiel durch den von mir genutzten Fotohintergrund. Ansonsten bekommen es die meisten Kameras trotz sehr viel Licht nicht wirklich hin, das Gesicht korrekt zu belichten!

Bei exakt gleicher Lichtsituation und Kameraeinstellung ist das Videobild (hier der Logitech Brio) mit hellem Hintergrund wesentlich besser – mal ganz abgesehen vom eher unansehnlichen Camper-Hintergrund

Deutlicher wird das Problem bzw. der Effekt des hellen Hintergrunds bei der integrierten Laptop-Kamera – wieder bei exakt gleichem Licht

 

Mobiles Internet

Für das Arbeiten im Camper ist in den meisten Fällen eine stabile Internetverbindung essentiell. Da ich allerdings nicht nur im Camper arbeite, sondern auch in Kundenterminen vor Ort möglichst unabhängig vom dortigen Gast-WLAN sein wollte, suchte ich nach einer Lösung, die ich sowohl im Camper als auch flexibel außerhalb des Fahrzeugs nutzen kann. Die einfachste Variante ist sicherlich, sein Smartphone als Hotspot zu verwenden und andere Geräte damit zu verbinden. Für mich ist diese Variante allerdings nicht wirklich praktikabel, da sie doch sehr viel Akku zieht und vor allem die Mobilfunkverbindung nicht in allen Fällen während eines Telefonates bestehen blieb – so dass Telefonieren mit dem Smartphone und gleichzeitiges Online-Arbeiten am PC nicht immer funktioniert.

Mittlerweile bietet Ford für den Nugget ja auch einen integrierten WLAN-Hotspot an, mit dem sich bis zu 10 Geräte verbinden können. Meines Wissens nach steht dieser Hotspot jedoch nur bei laufender Zündung – sprich während der Fahrt – zur Verfügung. Dies ist fürs mobile Arbeiten unterwegs natürlich schon ein K.O. Kriterium, wobei auch die Relation zwischen Preis und verfügbarem Datenvolumen wohl nicht unbedingt auf „Poweruser“ ausgelegt ist.

Ich habe mich daher für den mobilen LTE-Router Netgear AC810* entschieden, in den ich einfach eine weitere SIM-Karte (Multi-SIM) einlegen kann. Dieses Gerät unterstützt 4G mit bis zu 600 MBit/s und bietet einen Hotspot für bis zu 15 Geräten. Was mich schon in einigen Situationen „gerettet“ hat, war die optionale MIMO TS9-Antenne*, die man an dieses Gerät anschließen und per Saugnapf z.B. von innen an die Scheibe bappen kann. Sie hat schon mehr als einmal aus 0-1 Strichen Empfang drei gemacht und so die Arbeit an einem schönen Ort ermöglicht. Das Gerät läuft bei mir im Dauerbetrieb am 12 V Verteiler bzw. dessen USB-Ladebuchse. Wenn ich den Router außerhalb des Nuggets benötige, kann ich ihn einfach abziehen und im Akkumodus für mind. 5-6 Stunden nutzen. Damit komme ich bisher in der Regel gut klar. Eine integrierte Lösung mit außenliegender Dachantenne war mir bislang immer zu aufwändig, aber vielleicht steht so etwas ja irgendwann mal an – genauso wie ein Update auf ein 5G-fähiges Gerät, was aktuell noch zu teuer ist.

Ansonsten muss ich mir hinsichtlich des Datenvolumens zum Glück keine Sorgen machen, da ich beruflich einen Vertrag mit einer echten Datenflat habe (Telekom MagentaMobil XL für derzeit 85 € im Monat). Darin enthalten sind auch (momentan) 41 GB Datenvolumen im EU-Ausland, was bei intensiver Nutzung von Cloud-Diensten und vielen Videokonferenzen leider schon knapp wird. 2019 auf meiner längeren Reise (dort gab es noch ein sehr viel geringeres EU-Datenvolumen) habe ich mir daher im Ausland meist noch lokale Prepaid-Sim-Karten gekauft, was in der Regel gut geklappt hat. Da sich die Konditionen jedoch häufig ändern, macht es wenig Sinn, an dieser Stelle konkrete Tipps für einzelne Länder zu geben. Tendenziell war es lediglich in Norwegen schwieriger und auch teuer, zusätzliches Datenvolumen zu kaufen – hier wäre ich (2019) mit einer Prepaid-Karte von Aldi besser bedient gewesen.

Früher hat man Briefmarken aus fremden Ländern gesammelt, heute sind es SIM-Karten 🙂

Wer auf der Suche nach einer günstigeren Datenflat in Deutschland ist, wird derzeit auch bei O2 mit dem Free Unlimited Tarif für monatlich ca. 50 € oder bei freenet Funk für 0,99 € pro Tag fündig. Beides habe ich bisher nicht ausprobiert und kann daher leider nichts zur Netzqualität sagen.

Stromversorgung

Die Stromversorgung meines mobilen Arbeitsplatzes im Nugget ist sicher eine der meistgestellten Fragen. Daher möchte ich Dir hier sowohl die Ein- und Umbauten am Nugget als auch die zusätzlichen Teile zur Versorgung der Geräte auf meinem Schreibtisch zeigen. Das Grundprinzip, welches ich an meinem mobilen Arbeitsplatz verfolge ist, dass ich alle dauerhaft laufenden Geräte über 12 V betreibe. Einen echten Wechselrichter (der die 12 V aus den Wohnraumbatterien auf 230 V transformiert) habe ich daher nicht verbaut. Sollte ich doch einmal 230 V Strom benötigen, kann ich dies für kleine Geräte bis 300 Watt über eine zusätzliche Batterie in Form einer Powerstation realisieren. Nach einigen Recherchen und hilfreichen Youtube-Videos habe ich mich hier für eine Suoki G500* entschieden. Diese ist mittlerweile nicht mehr das neueste Modell und auch nur noch selten erhältlich, passt aber hinsichtlich ihrer Abmessungen perfekt zwischen die beiden Vordersitze des Nuggets, so dass sich diese auch noch drehen lassen, ohne die Powerstation wegräumen zu müssen.

Passt perfekt zwischen Handbremse (oben im Bild) und Beifahrersitz (unten im Bild)… die Suaoki G500 Powerstation. Ein faltbares Sitzkissen gibt zusätzlichen Halt und ist für Fototouren schnell griffbereit.

Ein wenig erklärt habe ich das gute Stück mal in diesem Video mit Kai (Video startet bei der Vorstellung der G500). Und wenn Du das Video noch weiter verfolgt hast, hast Du ja auch schon den primären Einsatzzweck dieser Powerstation für mich kennengelernt: Haarefönen. Bitte nicht lachen – mehr dazu erfährst Du gleich im Abschnitt „Körperhygiene“.

Ansonsten betreibe ich all meine elektrischen Geräte unterwegs mit den zwei standardmäßig im Nugget verbauten 95 Ah AGM Batterien. Da man bei dieser Art Batterien nur max. 50% der Kapazität nutzen kann / sollte, stehen mir also maximal 95 Ah zur Verfügung. Bisher hat das gut funktioniert, und auch 1 oder 2 Tage am gleichen Ort stehen und arbeiten ging ohne Solarenergie und das Aufladen während der Fahrt. Diese beiden Dinge sorgen nämlich dafür, dass ich im Sommer und/oder wenn ich regelmäßig fahre, komplett ohne Landstrom auskomme. Dazu habe ich auf dem Dach ein festes Solarpanel verbaut, bzw. bei der Firma Motorfit in Lübeck verbauen lassen.

Trotz großem Dachfenster ist noch genügend Platz auf dem Dach für ein 100 Watt Solarpanel

Das 100 Wp Panel leistet seit mehr als zwei Jahren treu seinen Dienst auf meinem Dach.

Mit den zwei 95 Ah AGM Batterien geht es schon eng zu unterm Beifahrersitz des Nuggets. Der Ladebooster passt gerade so noch links daneben.

Als Unterstützung oder Alternative im Winter habe ich zudem einen Ladebooster (Votronic 1212-30)* verbaut, der während der Fahrt für eine effiziente und schnelle Ladung der Wohnraumbatterien sorgt. Insbesondere bei den neuen Euro 6 Motoren ist dies ohne ein solches Gerät eher schwierig, da die Batterien hier in der Regel sehr viel langsamer und nicht ganz voll geladen werden. So konnte ich dank des Ladeboosters letztes Jahr im Winter in Norwegen mit täglich 1,5 bis 2 Stunden Fahrt meine Batterien trotz intensiver Arbeit am Laptop immer ausreichend laden, ohne auf Landstrom am Campingplatz o.ä. angewiesen zu sein.

Während der Fahrt nutze ich außerdem die Zigarettenanzünder im Nugget, um eine oder mehrere Powerbanks aufzuladen oder gelegentlichen Beifahrern eine Möglichkeit zu geben, ihr Handy aufzuladen. Dazu haben sich bei mir die Anker PowerDrive Speed+ 2* Autoladegeräte bewährt, die jeweils einen USB-C Anschluss mit Power Delivery und einen USB-A Anschluss mit PowerIQ besitzen. Per Power Delivery kann ich meine Powerbanks sehr schnell wieder aufladen, um sie für die mobile Stromversorgung außerhalb des Nuggets oder mein mobiles Heizkissen* (siehe Wärme im Winter) zu nutzen. Am meisten bewährt haben sich dabei die Anker PowerCore Speed 20100mAh* sowie die Anker PowerCore+ 26800 PD*, welche beide bei einer Kapazität von < 100 Wh bleiben und somit i.d.R. im Flugzeug ohne Probleme im Handgepäck mitgeführt werden dürfen. Auch einige Laptops wie mein MacBook 12“ können damit per USB-C unterwegs geladen werden. Hier ist allerdings auf die Leistung zu achten, die die jeweilige Powerbank liefert und der eigene Laptop benötigt. Mein HP-Laptop lässt sich beispielsweise darüber nicht aufladen.

Zur Stromversorgung meiner „Kommandozentrale“ (ein Windows-Laptop mit zwei weiteren großen Monitoren, einer externen Webcam und einem Konferenztelefon) benötige ich nur eine einzige 12 V Steckdose im Nugget (in diesem Fall die Dose über der Schiebetür), an der ich ein Netzteil für den Laptop* anschließe. Für meinen HP Laptop musste ich hier relativ lang suchen, bis ich ein passendes (und vor allem dauerhaft funktionierendes) 12 V Netzteil gefunden habe. Um hier nichts Falsches zu kaufen, solltest Du am besten auf der Unterseite Deines Laptops schauen, was dieser als „Input“ erwartet. In meinem Fall sind dies 19,5 V und 3,33 A – also insgesamt knapp 65 Watt. Dies lässt sich ohne Probleme über eine der 12 V Steckdosen herausziehen, allerdings muss man aufpassen, bis wieviel Watt diese Dosen ausgelegt sind. Beim Nugget sind dies nämlich laut Beschreibung lediglich 90 Watt, was bei einigen Geräten (wie einem 12 V Wasserkocher, Fön oder Staubsauger) schnell überschritten ist. Schließt man ein solches Gerät an, geht schnell mal die Sicherung flöten. Ersatzsicherungen in verschiedenen Größen (Ampere) dabeizuhaben schadet aber generell nichts. Ebenso habe ich als paranoider Mensch auch für wichtige Dinge wie das Laptop-Netzteil oder den 12 V Verteiler (mehr dazu gleich) jeweils ein Exemplar in Ersatz dabei.

Da ich allerdings noch weitere Geräte am Arbeitsplatz nutze, die ebenfalls mit Strom versorgt werden müssen, habe ich mir für die zweite 12 V Steckdose im Nugget, die praktischerweise direkt neben der Sitzbank platziert ist, folgende Lösung eingerichtet: An die 12 V Steckdose habe ich einen 12 V Verteiler* angeschlossen und per selbstklebendem Klettband an der Verkleidung neben der Sitzbank befestigt. Dieser Verteiler kann bis zu drei Geräte mit 12 V Zigarettenanzünder-Anschluss betreiben. Einzeln kann jeder der drei Anschlüsse, die man dediziert an- und abschalten kann, bis zu 100 W liefern – gemeinsam mit den 4 USB-Anschlüssen dürfen sie allerdings 120 W Gesamtleistung nicht überschreiten. Im Nugget wären dies auf Grund der Limitierung der 12 V Anschlüsse nur 90 W pro Anschluss bzw. auch genauso viel für alle Anschlüsse des Verteilers gleichzeitig.

So sieht es neben meinem Arbeitsplatz aus – der Verteiler versorgt alle Geräte (außer den Laptop) am Tisch. Der LTE-Router findet ebenfalls Platz an der Wand.

Neben den 12 V Anschlüssen bietet dieser Verteiler noch zusätzlich 4 USB-Steckdosen (jeder Port liefert 5 V / 2,4 A – zusammen allerdings max. 3,6 A), über die weitere Geräte betrieben werden können. Ich persönlich habe folgendes Equipment an meinem Arbeitsplatz über diesen Verteiler angeschlossen:

  • 1. USB-A Anschluss: Mobiler LTE-Router (Dauerbetrieb)
  • 2. USB-A Anschluss: Lichterkette (steuerbar über eine Funkfernbedienung)
  • 3. USB-A Anschluss: LED-Panel (steuerbar direkt am Gerät)
  • 4. USB-A Anschluss: Ringleuchte für Videokonferenzen (steuerbar über eine Fernbedienung im Kabel)
  • 1. 12 V Zigarettenanzünder: Anker PowerDrive+ III Duo USB-C*, worüber ich mein iPhone 12, mein iPad Pro oder alternativ mein MacBook 12“ mit höchster Geschwindigkeit laden kann (48 Watt Leistung insgesamt)
  • 2. 12 V Zigarettenanzünder: Anker PowerDrive Speed 2* mit 2 USB-A Ports, worüber ich meine Ladestation für die Apple Watch, das iPhone und die Apple AirPods auflade und einen der portablen Monitore mit Strom versorge (39 Watt Leistung insgesamt)
  • 3. 12 V Zigarettenanzünder: Anker PowerDrive 2 Alloy* mit 2 USB-A Ports, an dem ich kleinere Geräte wie meine Musikbox, Stirnlampe, Taschenlampe o.ä. aufladen kann, im Sommer meine Mini-Klimaanlage betreibe sowie meinen kleinen portablen Monitor mit Strom versorge (24 Watt Leistung insgesamt)

Im Endeffekt habe ich also aus einem 12 V Zigarettenanzünder 10 USB-Steckdosen (Type A und Type C) gemacht, die ich für unterschiedlichste Zwecke nutzen kann, aber auch benötige.

Übrigens für alle Apple Watch Besitzer: die genannte Ladestation* war leider nicht ganz einfach zu finden, da die meisten dieser all-in-one-Stationen die Apple Watch nur gähnend langsam aufladen. In Kombination mit einem QC 3.0 Adapter (Quick Charge) wie den genannten Anker PowerDrive Speed 2* funktioniert dies allerdings hervorragend an meiner Apple Watch SE. Zudem ist die Ladestation sehr flach und stört somit nicht im täglichen Betrieb. Da ich sie mit einem Klettband auf dem Tisch befestigt habe, kann sie sogar dauerhaft auf meinem Tisch verbleiben (ich klappe ihn während der Fahrt nicht zusammen) und so auch ohne aufgebauten Arbeitsplatz zum Aufladen von Smartphone, Kopfhörern und Smartwatch genutzt werden.

Diese Ladestation und der Kabelorganizer (mehr dazu gleich) verbleiben immer auf meinem Tisch(anbau)

Das iPhone lädt jedoch nur relativ langsam über die induktive Ladefunktion der Station. Wenn es schnell gehen soll, nutze ich entweder ein USB-C auf Lightning Kabel am Anker PowerDrive+ III Duo* oder zusammen mit dem gleichen Ladeadapter und -kabel das leider nicht ganz günstige Apple Lightning Dock*, was perfekt zwischen Tastatur und Laptop-Monitor passt und überraschend stabil ist.

Das Thema Stromversorgung und ein entsprechendes Konzept dazu sollte man aus meiner Sicht sehr ernst nehmen, wenn man häufig und vor allem autark im Camper arbeiten möchte. Sinnvoll ist es da, sich eine kleine Tabelle mit den eigenen Verbrauchern zu erstellen, um die Strommengen (Stromstärken in Ampere) der gleichzeitig genutzten Geräte zu kennen. Ist dies nicht am Gerät direkt angegeben (oder will man diese Angaben verifizieren), so hilft hier meist ein Amperemeter weiter. Dieses wird zwischen Ladegerät und dem eigentlichen Ladekabel gesteckt und misst jeweils Ausgangsspannung, -strom und -leistung. Ich habe mir hier gleich ein Gerät mit USB-A und USB-C Anschluss* geholt (nur jeweils ein Anschluss ist nutzbar), mit welchem ich folgende Strommengen (Stromstärke und Leistung) gemessen habe:

  • LTE-Router (Laden im Dauerbetrieb): 5 V / 0,2 bis 0,7 A = ca. 3,5 Watt
  • Lichterkette (maximale Helligkeit): 5 V / 0,5 A = ca. 2,5 Watt
  • LED-Panel (Laden im Dauerbetrieb): 5 V / 1,2 A = ca. 6 Watt
  • Ringleuchte (maximale Helligkeit): 5 V / 1,1 A = ca. 5,5 Watt
  • iPhone 12 Mini (schnelles Laden): 5 V / 1,5 A = ca. 7,5 Watt
  • iPad Pro 11“ (schnelles Laden): 15 V / 1,85 A = ca. 28 Watt
  • Apple Watch (an Ladestation): 9 V / 0,1 A = ca. 1 Watt
  • 15,6“ Monitor (ext. Strom im HDMI-Modus): 5 V / 1,2 A = ca. 6 Watt
  • 8“ Monitor (ext. Strom im HDMI-Modus): 5 V / 1,2 A = ca. 6 Watt
  • MacBook 12“ (Laden im Dauerbetrieb): 20 V / 1,4 A = ca. 28 Watt
  • Mini-Klimaanlage (2. Stufe): 5 V / 0,25 A (1,1 A auf höchster Stufe) = ca. 1,25 Watt

Selbst wenn alle Geräte gleichzeitig mit Strom versorgt werden würden (was eher ungewöhnlich ist), wären die maximalen 90 W noch nicht erreicht. Auch die Begrenzung der einzelnen Anschlüsse werden in diesem Setup eingehalten. Alle anderen Geräte (17,3“ Monitor, externe Webcam, Konferenztelefon) werden ja per USB-A oder USB-C vom Windows Laptop versorgt, den ich wie gesagt über die zweite 12 V Steckdose über der Schiebetür betreibe.

Wenn ich mir nun alle Geräte betrachte, die ich während der Arbeit im Dauerbetrieb nutze, so sind dies 65 Watt für den Laptop sowie ca. 20 Watt für sämtliches anderes Zubehör am Arbeitsplatz. Hinzu kommt der Kühlschrank, der bei mir das ganze Jahr im Dauerbetrieb läuft. Laut Anleitung hat dieser eine maximale Leistungsaufnahme von 42 Watt, wobei der Schnitt wohl wesentlich darunter liegen sollte. Im Winter kommt noch die Standheizung hinzu, welche laut Handbuch bei max. 24 Watt, im Durchschnitt jedoch auch weit darunter liegt.

Da man mit dem Amperemeter natürlich nicht dauerhaft den gesamten Stromverbrauch im Nugget messen kann, habe ich zusätzlich einen Batteriecomputer verbaut. Ich habe mich dabei für ein Modell entschieden, was direkt neben der Batterie unter dem Beifahrersitz verbaut wird und ohne ein eigenes Anzeigedisplay daherkommt. Stattdessen kann ich alle wichtigen Daten in einer dazugehörigen App ablesen, welche sogar historische Daten speichert, die man z.B. als CSV-Datei exportieren und auswerten kann. Dieser kombinierte Solar- und Batteriecomputer „BlueBattery D1“ eines sehr hilfsbereiten Schweizer Nugget-Fahrers hilft mir also, den genauen Batterieladestand und die Solarladeleistung zu überwachen – sehr beruhigend und nicht zu vergleichen mit der sehr ungenauen (weil lediglich auf der Batteriespannung basierten) Anzeige des Nugget-Boardcomputers.

Der Einbau ist mit ein wenig Elektronik-Wissen recht leicht selbst zu bewerkstelligen. Über die App können alle wichtigen Daten überwacht werden.

Dokumentenscanner

Immer wieder müssen bei mir auch Papierdokumente gescannt werden, z.B. für Reisekostenabrechnungen. Nun gibt es zwar fürs Smartphone oder Tablet diverse Scan-Apps, die auch gut funktionieren, ich habe mir aber trotzdem den kleinen kompakten USB-Scanner Epson WorkForce ES-50* zugelegt, mit dem ich schnell und einfach direkt auf den Laptop scannen kann. Die Papiere werden dabei einfach nur per Knopfdruck durch ein schmales Gerät gezogen und das resultierende PDF entsprechend der Papiergröße „zugeschnitten“ – sehr praktisch für so kleine Fahrscheine oder Parktickets.

Klein und schnell einsatzbereit – der USB-Scanner

 

Ordnung

Da ein mobiler Arbeitsplatz ja im Gegensatz zu einem stationären Schreibtisch regelmäßig herumgefahren wird, können die Geräte natürlich während der Fahrt nicht auf dem Tisch stehen bleiben. Ich bin daher froh, dass ich alle Geräte vergleichsweise schnell zusammenpacken und verstauen kann. Insgesamt dauert der „Auf- und Abbau“ des kompletten mobilen Arbeitsplatzes ca. 3-5 Minuten – nutze ich nicht alle Geräte, geht es natürlich entsprechend schneller.

Da ich als Alleinreisende meine Sitzbank nie zum Bett umklappe, und auch nicht extrem nah am Fenster sitze, habe ich mich unter dem Tisch für eine zusätzliche Alukiste* entschieden. Diese ist bei mir eine kleine Vorratskiste für Lebensmittel, die ich nicht ständig benötige. Beim Sitzen stört die Kiste absolut nicht – und gleichzeitig hat sie noch ein paar Vorteile: Durch ihre Position hält sie ein wenig Zugluft von außen ab, zumindest ist das mein Gefühl. Außerdem kann ich mit Hilfe eines Spanngummis meine portablen Monitore und die Tastatur um die Alukiste herum sicher verstauen. Das Mauspad hat oben auf der Kiste einen guten Platz während der Fahrt. Das geht schnell und ist halbwegs aufgeräumt. Während der Arbeit bietet die Oberseite der Kiste gleichzeitig eine praktische Ablagefläche.

Die Alukiste bietet nicht nur zusätzlichen Stauraum sondern auch eine gute Möglichkeit, Monitore und Tastatur während der Fahrt zu verstauen.

Kleine Teile wie Maus, Kabel, Konferenztelefon und Bildschirmständer finden während der Fahrt im Seitenfach neben der Sitzbank des Nuggets Platz. Dort habe ich außerdem den Scanner, die Powerbanks und eine generelle Kabeltasche* verstaut, um für alle Eventualitäten mit Kabeln und Adaptern gerüstet zu sein 🙂 Außerdem habe ich neben der Alukiste noch etwas Platz in einer kleinen Faltschüssel* (im Set mit einer größeren Faltschüssel, in der sich wunderbar schmutziges Geschirr sammeln lässt!), die ich zwischen die Kiste und die Sitzbank „quetschen“ kann. Damit dies passt, habe ich den Hebel für die Arretierung des Tisches im angeklappten Modus (den ich ja sowieso nicht nutze) abgeschraubt. Das wirkt zwar alles etwas zugebaut unter meinem Tisch, stört aber beim Sitzen überhaupt nicht – daher ist mir die Optik an dieser Stelle nicht ganz so wichtig. Licht habe ich unter dem Tisch übrigens durch die LED-Lichterkette, die bis unter den Tisch reicht.

Was aber mit ganz kleinen Teilen, die man normalerweise in irgendwelchen Schreibtischschubladen aufbewahrt? Warum nicht auch eine solche Schublade in den Nugget bauen? Genau das habe ich gemacht! Für diese Fälle gibt es selbstklebende Schubladen*, die von unten an Tischplatten o.ä. geklebt werden können. Für mich ist dies extrem praktisch – so habe ich Stifte, Büroklammern, Adapter, Handcreme oder eine Taschenlampe immer griffbereit. Beachten solltest Du nur, dass das Tischgestell des Nuggets bei der Nutzung eines solchen Schubfachs nicht mehr ganz zusammengeschoben werden kann. Mir ist dies erst Monate danach aufgefallen, da ich den Tisch zu 99% mit meiner Tischverlängerung oder auch mal im ausgezogenen Modus verwende. Ein Anklappen wie es während der Fahrt zum Schutz der hinteren Mitfahrer empfohlen wird, wäre bei mir auf Grund der Alukiste sowieso nicht mehr möglich. Daher stört mich diese Einschränkung nicht wirklich.

Diese Schublade ist super praktisch – so habe ich nützliche Kleinigkeiten immer griffbereit

Hat man wie ich weitere Kleinteile, so eignet sich so ein kleiner Behälter von IKEA zudem sehr gut, den man einfach an das seitliche Fach unter dem Tisch hängen kann. Nur beim Vorziehen der Sitzbank (was ich z.B. machen muss um meinen Campingtisch und einen Stuhl, die bei mir zwischen Sitzbank und Küche mitfahren, hervorzuholen) muss dieser Behälter und die darunter stehende Faltbox entfernt werden – die Alukiste kann dort bleiben.

Auf dem Tisch bzw. dessen Verlängerung habe ich außerdem einen kleinen Kabelorganizer* geklebt, den Du gerade schon im Bild hinter der 3-in-1-Ladestation sehen konntest. So können die Kabel, die während der Fahrt am 12 V Verteiler hängen bleiben, auf dem Tisch „liegenbleiben“ und beim nächsten Mal schnell wieder angeschlossen werden – sehr praktisch! Auch wenn ich mal nur mit dem iPad arbeite oder Videoschaue, kann ich dies mit einem dieser Kabel ohne Zusatzaufwand laden.

Auch einen Organizer, den ich während der Fahrt im Fahrerhaus nutze, möchte ich Dir nicht vorenthalten. Für mich hat sich hier das Slotpack sehr bewährt. Es ist zwar eigentlich für die Nutzung auf dem Beifahrersitz gedacht, passt im Nugget aber genau unter das Armaturenbrett unter dem Schaltknauf und Radio. Somit hat man Kleinteile, Kleinigkeiten zu Essen, Bedienungsanleitungen, die Parkschreibe, Warnweste, etc. immer griffbereit – und sogar Ersatzteile für den Nugget finden bei mir darin Platz (z.B. Wasserpumpe und ein Ersatzdeckel für die Trinkwasserbefüllung). Außerdem passt es sehr gut vor die Powerstation und hindert diese am Nachvornrutschen.

Wenn ich unterwegs Anzüge und Hemden für Kundentermine benötige, lege ich diese auf Grund zu hoher Knittergefahr nicht in den Kleiderschrank des Nuggets. Mangels Hängeschrank habe ich mir hier durch eine einfache Lösung geholfen: Ich habe einfach mit einem Karabinerhaken einen Kleidersack* an die Vorhangstange der Heckscheibe gehangen. So bleiben die Hemden und Anzüge geschützt und stören auch nicht, wenn man in der Küche hantiert. Nur beim Öffnen der Heckklappe hängt der Sack vor dem „Eingang“, kann aber auch einfach zur Seite gedreht werden.

Der Kleidersack schützt die Hemden und Anzüge perfekt und stört nicht beim Hantieren in der Küche. Eine Spiegelfolie am Kleiderschrank hilft außerdem, den Look vor dem Kundentermin zu prüfen!

Privatsphäre

Da ich im Rahmen meines Job sehr viel telefonieren muss, bin ich sehr froh, dass der Nugget (mit festem Hochdach) so gut schallisoliert ist, dass diese Gespräche draußen nicht zu hören sind – und andersrum die meisten normal-lauten Geräusche von draußen nicht beim Arbeiten stören. Direkt neben einer vielbefahrenen Schnellstraße sollte man allerdings nicht stehen. Aber nicht nur das Nicht-Gehört-Werden ist mir wichtig, auch das Nicht-Gesehen-Werden. Mehr als praktisch finde ich daher, dass der Nugget im kompletten Wohnbereich (außer oben im Dach) normale Glasscheiben hat, die man mit Verdunklungsfolie bekleben (lassen) kann. Ich habe dies bei einem Fachmann in der Nähe meines Wohnorts machen lassen und dabei die maximale Verdunklung gewählt. So kann man tagsüber von außen absolut nicht hineinschauen, außer man drückt die Nase direkt an die Scheibe – aber auch dann erkennt man nur schemenhaft etwas. Die Kosten hierfür lagen bei 250 € für alle Scheiben im Wohnbereich, was sich für mich absolut gelohnt hat. So kann man die Gardinen tagsüber offen lassen und weiterhin nach draußen schauen, ohne dass man selbst gesehen wird. Es wird dadurch zwar etwas dunkler am Schreibtisch, aber wiederum ist dies in vielen Situationen auch von Vorteil – zum Beispiel zum Fotosbearbeiten an sonnigen Tagen. Bei den normalen Wohnmobilfenstern aus Kunststoff, die auch beim Nugget im „Obergeschoss“ verbaut sind, ist das Anbringen von Verdunklungsfolien eher nicht empfehlenswert.

Eine weitere für mich essentielle Ergänzung im Nugget ist ein Vorhang zwischen Fahrerhaus und Wohnbereich – also hinter den beiden Vordersitzen. Diesen habe ich zusammen mit meinem Liebsten selbst genäht und mit schraubbaren Druckknöpfen* (die gleichen, mit denen auch die standardmäßigen Gardinen im Nugget befestigt sind) an der Plastikverkleidung des Nuggets befestigt.

Der Vorhang Marke Eigenbau zwischen Fahrerhaus und Wohnbereich ist extrem praktisch, gerade für Alleinreisende!

Der Vorhang lässt sich leicht zur Seite schieben, um den umgedrehten Beifahrersitz zu nutzen. Die Lichterkette kann trotzdem hängenbleiben.

Für mich als Alleinreisende hat dieser Vorhang gleich mehrere Vorteile: da ich allein den Beifahrersitz selten drehe sondern auf der Sitzbank arbeite, kann ich das Fahrerhaus schnell und einfach vom Rest des Nuggets trennen. So ist man von außen (anders als bei Matten o.ä. im Fahrerhaus) nicht gleich als bewohnter Camper zu erkennen. Zudem kann natürlich auch niemand von vorn hineinschauen. Im Winter (aber auch im Sommer) ist eine solche Abtrennung zudem praktisch, da man einen kleineren Raum heizen muss und die Hitze über die vorderen Scheiben nicht so stark in den Wohnraum dringt.

Der Vorhang ist jedoch zweigeteilt und überlappt in der Mitte, so dass man z.B. eine Seite zur Seite rollen kann, um den Beifahrersitz zu drehen oder nach vorn auf den Fahrersitz zu gehen, ohne den Wagen zu verlassen. Die linke Seite hinter dem Fahrersitz bleibt bei mir eigentlich immer hängen, da ich diesen auch nicht drehe. Da ich den Vorhang daher nie ganz entferne, haben die Druckknöpfe gleichzeitig die Funktion, die LED-Lichterkette* zu halten.

Kühlung im Sommer

Arbeitet man wie ich das ganze Jahr über im Camper, dann hat man im Sommer zwangsläufig irgendwann mit der Hitze zu kämpfen. Nicht immer findet sich ein schattiges Plätzchen – und manchmal braucht man auch einen Platz in der Sonne um genügend Strom zu tanken. Wie ich auf meiner Reise 2019 festgestellt habe, ist es selbst bei höheren Temperaturen am Schreibtisch ganz gut auszuhalten, wenn man die Schiebetür und ein paar Fenster offen lässt – es sei denn, man ist extrem hitzeempfindlich. Ein größeres Problem ist für mich jedoch, dass ich in meinem Job wie gesagt sehr viel telefonieren muss. Dabei ist es i.d.R. zu laut, wenn Fenster und Türen offen stehen – seien es vorbeifahrende Autos oder zwitschernde Vögel. Damit ist ab ca. 20-21 Grad Außentemperatur ein Schattenplatz fast schon Pflicht, denn sonst steigen die Temperaturen im geschlossenen Camper schnell auf jenseits der 30 bis 35 Grad. Nun gibt es tatsächlich Studien darüber, dass Frauen zw. 30 und 33 Grad nachweislich am besten Arbeiten und Denken können – was ich für mich sogar bestätigen kann. Irgendwann wird es aber auch mir zu warm und es muss Abhilfe geschaffen werden. Ein Lüfter, der die warme Luft oben aus dem Dachfenster leitet, würde hier wahrscheinlich schon einiges bringen. Diese Variante habe ich allerdings noch nicht ausprobiert. Bei mir ist es auch dank des immer aufgebauten Bettes unten am Schreibtisch noch lange angenehmer als oben im Bett, wo es schnell sehr warm wird – 50-60 Grad sind hier im Sommer keine Seltenheit!

Ich habe daher mal das Experiment gewagt und mir den mobilen Luftbefeuchter & Luftkühler Evapolar evaCHILL* besorgt, den ich zur Nutzung einfach auf einem Knietablett rechts neben mich auf die Bank stelle.

Geringer Stromverbrauch, aber durchaus beachtliche Leistung – meine Mini-Klimaanlage

Viele Menschen halten nichts von diesen Geräten, was aber häufig auch an einer falschen Erwartungshaltung liegt. Sie können keinen Raum herunterkühlen, wie es eine echte Klimaanlage kann – die aber auch wesentlich mehr Strom braucht. Das Prinzip ist eher, dass sie die (warme) Raumluft einsaugen, mit Feuchtigkeit anreichern und vorn wieder herausblasen – was sowohl gefühlt als auch (selbst) gemessen einen Temperaturunterschied von bis zu 9 Grad in unmittelbarer Nähe des Geräts erzeugen kann, eine niedrige Luftfeuchtigkeit im Raum vorausgesetzt. Für mich persönlich funktioniert das Prinzip sehr gut, da ich es so auch bei geschlossenen Türen und Fenstern häufig noch erträglich habe im Auto. Es bringt auf jeden Fall mehr als ein normaler Ventilator, erhöht aber natürlich auch die Luftfeuchtigkeit im Raum. Nach meiner Erfahrung war dies aber nie ein Problem, wenn man am Abend nochmal eine Weile gelüftet hat.

Ich habe übrigens verschiedenste Modelle dieser Mini-Klimaanlagen ausprobiert. Am Ende bin ich hinsichtlich der Lautstärke und Wirkung aber beim eher teuren Modell von EVApolar hängengeblieben. Auf Stufe 2 hört man diese nahezu gar nicht während eines Telefonats (ähnlich der Standheizung im Winter), und der Stromverbrauch ist mit 7,5 W überschaubar. Das Gerät lässt sich per USB-C an einer Powerbank oder dem 12 V Verteiler betreiben. Der gefüllte Wassertank reicht dabei meist für einen kompletten Arbeitstag, wenn man gegen Mittag mit der Kühlung startet. Mein Gerät verstaue ich während der Fahrt in der Faltschüssel unter dem Tisch. Das Wasser sollte man allerdings vorher entfernen, da der Wassertank nicht wirklich wasserdicht ist. Alle 3-6 Monate sollte man auch die Filterkartusche wechseln, was bei einem Preis von über 30 € auf Dauer etwas ins Geld geht.

Sobald es draußen am Abend etwas kühler ist, bekommt man den Bettbereich oben auch recht schnell abgekühlt, indem man das Dachfenster und die Seitenfenster im Dach öffnet. Schneller geht es, wenn im Dachfenster ein zusätzlicher Ventilator verbaut ist, der entweder die warme Luft aus dem Nugget nach draußen pustet oder umgekehrt die kalte Abendluft von draußen ins „Schlafzimmer“. Die einfachste Möglichkeit ist dabei ein akkubetriebener Ventilator*, der im Dachfensterrahmen per Magnet befestigt wird. Mein Modell ist zwar schon per se magnetisch am Fuß, allerdings nicht sehr stark. Daher habe ich mittels selbstklebender Neodym Magnete* eine stabilere Befestigung gebastelt. Vorteil dieser Lösung ist, dass das Fliegengitter dabei geschlossen werden kann (was bei einer kabelgebundenen Lösung schwierig ist) und man das Gerät per Timer für eine definierte Zeit laufen lassen kann. So kann ich mir auch im Bett liegend ein wenig kalte Luft „um die Nase“ wehen lassen. Außerdem lässt er sich tagsüber auch ans ausgeklappte Bett magnetisieren und bläst ein wenig Luft von oben auf den Arbeitsplatz. Sehr praktisch!

Praxiserprobt ist diese Lösung allerdings noch nicht, da ich diese Idee erst kürzlich in einem Video von „fan 4 van“ (toller Youtube-Kanal mit vielen Camper-Tipps!) gesehen habe – in diesem Fall im Zusammenhang mit dem Entfeuchten des Campers. Auch das ist ein weiterer Nutzen dieser Lösung! Geladen werden kann der Lüfter bei Bedarf während der Nacht per USB, der Akku soll jedoch je nach Geschwindigkeit 6-30 Stunden halten.

Wärme im Winter

Im Winter – und meist auch im Frühjahr und Herbst – kommt man um die Nutzung der Standheizung an den meisten Tagen nicht herum, wenn man den Camper als mobiles Büro nutzen möchte. Die Standheizung im Nugget macht dabei einen hervorragenden Job. Eine wie ich finde äußerst sinnvolle Ergänzung, um dauerhaft am Tisch des Nuggets zu arbeiten, ist allerdings ein zusätzliches Heizungsrohr (Aluflexrohr mit 10 cm Durchmesser und flexibler Länge zw. 50 und 250 cm), welches die warme Luft aus dem Auslass neben der Schiebetür direkt zu den Füßen leitet. Die Idee habe ich aus dem Nuggetforum, welches generell eine große Inspirationsquelle für mich war!

Für mich die wirkungsvollste Methode, immer warme Füße beim Arbeiten im Nugget zu haben – ein Alurohr am vorderen Heizungsauslass

Über die Optik kann man sich sicher streiten, aber nach diversen Versuchen, meine Füße warm zu halten, war dies die einzig wirklich wirkungsvolle Methode. Vorher hatte ich schon eine beheizte Fußmatte, eine Wärmflasche, diverse warme Socken und Hausschuhe – aber im Endeffekt wurden die Füße doch irgendwann immer kalt, während es im restlichen Camper schnell zu warm wurde. Mit dem Heizungsrohr ist das anders. Die Wärme wird gezielt unter den Tisch geleitet und steigt dann an meinem Arbeitsplatz nach oben. So ist es dort immer ein paar Grad wärmer als im Rest des Campers. Und nachdem ich mein Bett im Nugget mittlerweile immer aufgeklappt lasse, steigt die Wärme auch nicht direkt nach oben in den Schlafbereich. So habe ich in der Regel Temperaturen von ca. 25-26 Grad am Arbeitsplatz (ja ich weiß, ich bin eine Frostbeule!) und die an der Heizung eingestellten 18 Grad im Rest des Campers – sehr angenehm! Ebenfalls sehr angenehm ist der flauschige Teppich*, auf dem meine Füße den ganzen Tag verweilen 🙂

Sollte mir doch mal trotz Heizungsrohr kalt am Popo werden (z.B. nach einer nächtlichen Fotosession) oder ich abends länger draußen sitzen wollen, nutze ich auch gern meine mobile Sitzheizung – ein akkubetriebenes Heizkissen von Beurer. Auch von dieser Art Heizkissen hatte ich schon einige (z.B. von Outchair), aber am Ende hielten die Akkus dann nur noch für kurze Zeit, erforderten separate Ladegeräte und unverhältnismäßig viel Strom und Zeit zum Wiederaufladen. Beim Beurer HK 47 to go* ist das anders. Es kann – entgegen der Beschreibung – nach meiner Erfahrung mit einer normalen USB-Powerbank betrieben werden und hält bei einem etwas größeren Modell mit 20.000 mAh* wie ich es nutze ca. 15-17 Stunden. Die Powerbank (siehe auch Abschnitt Stromversorgung) lässt sich dann bequem beim Fahren wieder aufladen und hält gefühlt ewig am Heizkissen, da sich dieses nach ca. 110 min. von allein ausschaltet. Sitzt man darauf, liefert es auf jeden Fall ausreichend Wärme – wobei ich zwischen den drei Heizstufen jetzt keinen spürbaren Unterschied feststellen konnte. Aber für Frostbeulen wie mich sicher eine lohnenswerte Investition!

Körperhygiene

Über dieses Thema möchte ich an dieser Stelle gar nicht allzu viel verlieren. Ob man ein festes Bad mit Dusche und Toilette an Bord braucht, muss jeder für sich entscheiden. Ich persönlich habe im Nugget ja keine Dusche, komme allerdings auch ohne sehr gut klar. Die Haare wasche ich mir über dem Waschbecken in der Küche und nutze dafür eine 1,5 l Trinkflasche* mit großer Öffnung und praktischem Griff – das geht wunderbar. Für die restliche Körperpflege ist Katzenwäsche angesagt, was sogar über mehrere Wochen gut funktioniert, ohne dass man sich schmutzig fühlt. Meine größte Herausforderung – als Frau mit mittellangen, aber widerspenstigen Haaren – war das Thema Haarefönen. Lange habe ich überlegt, wie ich dieses Problem ohne Landstrom lösen sollte, da luftgetrocknete Haare bei mir so gar nicht gehen. Ich stand schon kurz davor, mir genau für dieses Problem einen Wechselrichter einbauen zu lassen, habe mich dann aber doch wie oben beschrieben für eine Powerstation mit zwei 300 W Steckdosen entschieden. Es war allerdings gar nicht so leicht, einen Fön mit so geringer Leistung zu finden. Fündig wurde ich dann in China – bzw. bei Amazon, wo es einen klappbaren 300 W Mini-Fön* gibt, der für mich perfekt funktioniert. Ich mag ihn mittlerweile sogar lieber als normale Haartrockner, die mir immer viel zu heiß sind. Die Haare danken es einem jedenfalls, wenn man lediglich mit 45-50 Grad auf sie „losgeht“!

Leider kommt der Fön nicht mit einem deutschen Stecker, lässt sich aber mit einem beiliegenden Adapter auch bei uns betreiben. Ich habe mir der Einfachheit halber von meinem Liebsten ein Kabel mit deutschem Stecker* (eine sogenannte Eurozuleitung) anbauen lassen. Wer meine Haarwasch- und Trockenaktion gern mal im Bewegtbild sehen möchte (und es nicht vorhin nach der Vorstellung der Powerstation schon gesehen hat), kann mal bei Kai von Travel Camping Living vorbeischauen – er hat mich mal dabei gefilmt.

Ansonsten hielt bei mir im Nugget im Oktober 2020 endlich eine Trockentrenntoilette Einzug, was eine großartige Verbesserung gegenüber der vorherigen portablen Chemietoilette war. Somit bin ich nun komplett unabhängig von speziellen Entsorgungsstationen, da ich lediglich alle 3-4 Tage den Urinkanister (ohne Chemie o.ä.) entsorgen muss – dafür aber jede Raststätte, Tankstellentoilette, etc. nutzen kann. Die Feststoffe werden ca. alle 4-5 Wochen in einem Müllsack im normalen Restmüll entsorgt, ohne dabei lästige Gerüche zu entwickeln. Details zur Trockentrenntoilette „BioToi„, die exakt in den Nugget passt, findest du in diesen beiden ausführlichen Blog-Beiträgen:

Eine der besten Investitionen für Nugget-Poweruser: die BioToi Trockentrenntoilette

 

Warum ist Business Camping aber nun so toll?

Für mich ist mein Nugget mittlerweile zum perfekten Arbeitsplatz geworden. Das liegt nicht nur an der (nun hoffentlich) optimalen Ausstattung, sondern am Gesamtkonzept, welches noch viele weitere unschlagbare Vorteile bietet:

  • Die gewohnte Umgebung zum Arbeiten und Schlafen ist immer dabei. Endlich keine Überraschungen und Kompromisse mehr – meine Gesundheit und mein Rücken danken es mir!
  • Das Leben aus dem Koffer und das Schleppen desselben hat ein Ende. Stattdessen fühlt man sich eigentlich überall zu Hause – ganz nach dem Motto »Home is where you park it!«
  • Der Arbeitstag unterwegs lässt sich sehr viel effizienter gestalten. So ist es möglich, die Zeiten vor oder nach Kundenterminen zum Arbeiten oder Telefonieren in ruhiger Umgebung zu nutzen.
  • Der Camper kann auch in einen kleinen Besprechungsraum mit Kollegen zur ungestörten Vor- oder Nachbesprechung von Terminen oder gemeinsame Telefonkonferenzen umfunktioniert werden.
  • Insbesondere auf längeren Dienstreisen ist man in der Regel kostengünstiger unterwegs als mit Bahn / Flugzeug und Hotelübernachtungen. Zudem entfällt das zusätzliche Taxi oder der Mietwagen zu abgelegenen Kundenterminen.
  • Dank der kompakten Abmessungen meines Campers (5 m lang) kann ich mich auch in Städten nahezu uneingeschränkt damit bewegen. Durch die Höhe von 2,85 m fallen zwar Optionen wie Tiefgaragen weg, dies stört aber weniger als befürchtet.
  • In der eigenen Küche koche ich gesund, frisch und kostengünstig selbst. Auch für den schnellen Snack, das erfrischende Kaltgetränk oder den Kaffee zwischendurch ist sie Gold wert.
  • Nach Feierabend gibt es fantastische Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. So hat in meinem Camper beispielsweise ein SUP seinen festen Platz, um am Abend noch eine entspannende Runde auf dem See zu drehen.
  • Kundentermine am Anfang oder Ende der Woche lassen sich wunderbar mit einem spontanen Wochenendausflug verbinden – allemal besser, als für einen Montagmorgen-Termin den halben Sonntag im Zug zu verbringen.
  • Ich nutze meist die Abendstunden ab 17 oder 18 Uhr für meine Fahrten und suche mir dann irgendwo einen Platz zum Übernachten. So verliere ich nahezu keine Arbeitszeit »auf der Straße«. Die Reisegeschwindigkeit von 110-120 km/h macht die Fahrt dabei vergleichsweise entspannend.

Ich werde auf jeden Fall weiterhin einen Großteil meines Berufslebens im Nugget verbringen – und ihn dann hoffentlich auch bald wieder als echtes mobiles Büro nutzen können. Dabei hoffe ich, dass die Zeit des Optimierens nun langsam zu Ende geht – aber ich bin guter Hoffnung, dass ich nun das optimale Setup für meine Bedürfnisse gefunden habe. Was meinst Du? „Völlig übertrieben!“ oder „Wow, was alles geht, das hätte ich nicht gedacht!“… Wenn mir einer zu Beginn meiner Nuggetzeit solch eine Ausstattung gezeigt hätte, wäre mir dies vermutlich wirklich etwas übertrieben vorgekommen. Nun, da ich aber weiß, wie angenehm es sich auch auf kleinem Raum – und vor allem von überall aus – arbeiten lässt, bin ich wirklich begeistert!

Links zu allen Produkten in diesem Blogbeitrag

Und zum Schluss nochmal eine kompakte Liste aller Produkte, die ich in diesem Blog verlinkt habe –  ohne Geschwafel 🙂 Rechnet man alles zusammen, habe ich tatsächlich etwa 4.300 € in die Ausstattung meines mobilen Büros gesteckt. Daher auch der Hinweis zu Beginn, dass viele vermutlich kein so umfangreiches Equipment brauchen werden. Aber wie gesagt, vielleicht ist ja die eine oder andere Anregung dabei für Dich:

18 Kommentare
  1. Micharl sagte:

    Das ist ja mal ein toller allumfassender Bericht über das Business-Leben im Nugget. So viele gute Ideen, da werde ich mir das ein oder andere abschauen. Sehr interessant finde ich die portable Monitore und die Tastatur/Maus mit der Umschaltmöglichkeit.

    So eine Tischverlängerung hätte ich auch gerne, gibt es hierzu vielleicht eine Anleitung, wie die zu bauen ist?

    Viele Grüße und allzeit gut Licht
    Michael

    Antworten
    • Katja Seidel sagte:

      Hallo Michael,
      vielen Dank, das freut mich dass es dir hilft! Ja, die portablen Monitore waren für mich auch echt ein „Game-Changer“ – sehr genial sowas! Eine echte Anleitung für die Tischverlängerung habe ich nicht, aber ich kann dir gern mal ein paar Maße durchgeben. Schreib mir doch mal eine Email an katja@nacht-lichter.de, dann schau ich mal, dass ich dir am WE mal weitere Infos zukommen lasse. Sind im Endeffekt nur zugeschnittene Bretter ausm Baumarkt die wir zusammengeschraubt haben.
      LG, Katja

      Antworten
  2. Gunther sagte:

    Hi Kath,
    Wow, du hast ja im letzten halben Jahr nochmal richtig Gas gegeben! 😁
    Ein toller Artikel mit wahnsinnig viel Know-how für Techies alle, die gerne Mobil unterwegs sind! Vielen Dank dafür und weiterhin viel Spaß im Nugget, hoffe wir sehen uns bald mal wieder!
    Ganz liebe Grüße
    Gunther

    Antworten
    • Katja Seidel sagte:

      Hi Gunther,
      schön von dir zu lesen!! Ja, hat sich doch nochmal einiges geändert seit dem letzten Treffen im August! Aber ich mag den Nugget noch immer jeden Tag mehr. Und ich hoffe auch sehr, dass wir uns bald mal wieder treffen können!
      LG, auch an Diana,
      Katja

      Antworten
  3. Corinna Harder sagte:

    Wow! Liebe Katja, das ist der Hammer, was du da an geballtem Wissen zusammengetragen hast. Wow! Wow! Ich habe jede Zeile genossen und werde bestimmt das eine oder andere Teil nachkaufen.
    Ich freue mich schon auf unser nächstes Treffen, das hoffentlich nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen wird. Dann werde ich das eine oder andere Gadget mal genauer unter die Lupe nehmen. 😉
    Liebe Grüße aus dem autormobil, Corinna

    Antworten
    • Katja Seidel sagte:

      Hi Corinna,
      das wow kann ich zurückgeben – danke für dein tolles Feedback! Ja, schade dass es mit dem Treffen letztes Jahr im Oktober nicht geklappt hat. Aber es wird ja irgendwann mal wieder möglich sein dieses Jahr hoffe ich. Dann kannst du dir alles mal genau anschauen 🙂
      LG von Autor zu Autor 😉
      Katja

      Antworten
  4. Stebo sagte:

    Hallo Katja,

    wow, was für ein toller und ausführlicher Bericht. Ich würde diesen Blog-Beitrag mal ganz getrost als „Das Kompendium für Business Camping“ bezeichnen. Es macht wirklich Lust auf das Arbeiten im Nugget, wobei ich das persönlich wahrscheinlich nie machen werden kann, denn mein Arbeitgeber bietet mir diese Möglichkeit leider nicht. Zumal meine Frau wahrscheinlich wenig begeistert wäre wenn ich die ganze Woche schön durch die Republik fahren und an Plätzen mit schöner Aussicht arbeiten könnte und sie selbst an ihrem Arbeitsplatz festhängt 🙂
    Nichtsdestotrotz werde ich bestimmt die ein oder andere Inspiration zum Thema Stromversorgung oder auch Monitore aus dem Beitrag rausziehen. Vielen vielen Dank!
    Liebe Grüße vom Stebo!

    Antworten
    • Katja Seidel sagte:

      Hallo Stebo,
      danke für die Blumen 🙂 Ja, ich bin schon wirklich froh, dass es mein Job mittlerweile erlaubt, nahezu ortsunabhängig zu arbeiten. Das das im Nugget so gut geht hätte ich echt nicht gedacht – aber heute könnte ich mir gar nichts anderes mehr vorstellen! Schön auf jeden Fall, wenn du trotzdem noch das eine oder andere mitnehmen kannst.
      LG, Katja

      Antworten
  5. Catharina Lux sagte:

    Liebe Katja,
    Herzlichen Dank für den tollen und ausführlichen Artikel! Ich habe mir einige Sachen über Deine Links bestellt, die in unserem Wohnmobil bestimmt gebraucht werden. Leider verzögert sich die Auslieferung unseres im vergangenen Sommer bestellten Pössl-Wohnmobils, weil Truma keine Dieselheizungen liefern kann. Jetzt hoffen wir, dass wir es wenigstens bis September/Oktober bekommen, damit unsere verschobene Polarlichtreise stattfinden kann. In Abisko geht es gerade polarlichtmäßig ab, ich wäre so gerne da! Stattdessen waren wir an den beiden vergangenen Sonntagen auf Havel und Wannsee paddeln. Beim ersten Mal mussten wir Eisschollen wegschubsen. Und beim nächsten Mal nehme ich das von Dir empfohlene und heute eingetroffene beurer-Heizkissen mit und lege es in den Fussraum! Liebe Grüße, Catharina

    Antworten
    • Katja Seidel sagte:

      Hallo Catharina,
      vielen Dank, das freut mich sehr, dass du scheinbar einige für dich nützliche Tipps finden konntest! Das mit eurem WoMo tut mir sehr leid. Ich drücke auf jeden Fall fest die Daumen, dass es klappt mit der Reise!
      Ja, Paddeln ist zur Zeit toll – ich war auch schon einige Male mit dem SUP unterwegs diesen Winter! Ob das Heizkissen im Fussraum wirklich viel hilft weiß ich nicht – kann sein, dass da ein größerer Druck bzw. eine größere Fläche aufliegen muss (z.B. ein Popo) um merklich Wärme abzugeben. Aber Versuch macht kluch 🙂 Viel Spaß auf jeden Fall weiterhin!
      LG, Katja

      Antworten
  6. stino sagte:

    Servus
    da ist ja wirklich mal wahnsinnig ausführlich und sehr anregend und umfassend wie du dein büro beschreibst.
    ich bin gerade dabei teile davon in unserem karl umzusetzten, wegen dem wechselrichter für laptop und co bin ich noch am überlegen wie groß es den braucht.
    zur lichterkette die bereits bei uns liegt würde mich interessieren ob du sie direkt an 12v USB betreibst da sie ja eigentlich vom Netzteil her für 5v ausgelegt ist?
    klasse find ich auch die idee mit der „Rückwand fürs büro das macht irre viel aus.
    ich wünsch die noch viele tolle Erlebnisse und viel Erfolg im Nugget Office und vllt sieht man sich ja mal aufm Treffen.
    einen schönen Abend aus Bayern

    Antworten
    • Katja Seidel sagte:

      Servus,
      freut mich, dass Du ein paar Anregungen für euren Karl finden konntest! Zu deinen Fragen: Ich kenne viele Vanlifer, die sich gegen einen Wechselrichter zum Laden und Betreiben eines Laptops entschieden haben. Ich nutze ja auch ein 12V Netzteil für meinen und bin sehr zufrieden damit. Allein für den Laptop müsste der WR aber nicht sehr stark sein – die brauchen ja meist nur so um die 50-100 Watt. Aber kommt natürlich drauf an, was noch alles daran betrieben werden soll.
      Meine Lichterketten hängen beide an 5V USB – unten am Arbeitsplatz hab ich ja den Verteiler von 12 V auf div. 5V USB Anschlüsse.
      Also, auch dir noch viel Spaß und klar, vielleicht sieht man sich mal auf einem Treffen!
      LG aus dem Norden, Katja

      Antworten
  7. Jörn sagte:

    hallo Katja,
    vielen Dank für die hilfreichen Tipps in deinen Berichten.
    Ich habe auch die Videos der Pössl Varios gesehen. Käme so ein Pössl auch für Dich in Frage? Ich bin vom 545 ganz begeistert, großer Heckstauraum und abgeteiltes Klo.
    Die BioToi habe ich auch in meinem Mobil, einfach super das Teil.
    viele Grüße, Jörn

    Antworten
    • Katja Seidel sagte:

      Hallo Jörn,
      ja, so ein Pössl Vario käme durchaus für mich in Frage. Nur die Toilette finde ich sehr ungünstig gelöst, aber hier würde ich sowieso schauen, dass ich das auf eine TTT umgebaut bekomme. Ansonsten wirklich toll gemacht. Hat aber leider auch seinen (stolzen) Preis der Vario, wenn man ihn gut ausstatten möchte. Daher denke ich darüber momentan nicht nach. Aber ich finde es immer gut, Alternativen zu kennen. Die Vorteile des Varios gegenüber dem Nugget (im Wesentlichen die Dusche und der Kofferraum) sind mir allerdings nicht so wichtig, dass sich ein Umstieg für mich lohnen würde. Er hat ja durchaus auch wieder Nachteile gegenüber dem Nugget (höher, breiter, länger, nicht so hübsch wie ich finde)…
      Was hast du denn für ein Mobil?
      LG, Katja

      Antworten
  8. Barbara sagte:

    Liebe Katja, vielen Dank für die tollen Tipps und dass du deine Erfahrungen so wunderbar beschreibst. Das erspart mir viel eigenes Ausprobieren und vermutlich so manchen Fehlkauf. Einiges habe ich mir gleich bestellt, auch wenn ich nicht so eine umfangeiche Ausstattung brauche. Hast du vielleicht noch einen Tipp für mich, wie du dich vor Einbrüchen oder Überfällen schützt. Mein Camper (Fiat Dukato mit Pössl Ausbau) ist erst bestellt und ich befürchte eine sehr lange Lieferzeit. Aber dann soll es losgehen und ich mach mir jetzt schon Sorgen, dass das Fahrzeug oder sein Inhalt geklaut wird. Wie gehst du damit um?
    Liebe Grüße
    Barbara

    Antworten
  9. Michael sagte:

    Hallo Katja, bin schwer beeindruckt von deinen Unternehmungen und vor allem von den Um-und Ausbauten an deinem Nugget. Könntest Du mir bitte verraten, wo Du die Umbauten für die Stromversorgung inkl. Solarpanel hast machen lassen und was sie letztendlich gekostet haben?
    Vielen Dank im Voraus und noch viele tolle Erlebnisse mit deinem Nugget. Michael

    Antworten
    • Katja Seidel sagte:

      Hallo Michael,
      die Links zur Firma, dem Solarset und dem Ladebooster sind im Artikel zu finden (unter „Stromversorgung“). War die Firma Motorfit in Lübeck. Preislich lag das Ganze bei ca. 1.500 € damals inkl. Einbau.
      LG, Katja

      Antworten

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