Aktuell ist der Komet Wirtanen gefühlt in aller Munde. Die Presse verspricht einen hellen Weihnachtsstern, der vielleicht sogar mit bloßem Auge sichtbar sein könnte. Seit dem Kometen Lovejoy Anfang 2015 gab es keinen wirklich spektakulären Kometen mehr bei uns zu sehen – umso mehr Hoffnungen liegen jetzt natürlich in Wirtanen. Ich habe es diese Woche schon zweimal geschafft, einen kurzen Blick auf ihn mit meiner Kamera werfen zu können. Die Ergebnisse sowie ein paar Tipps zur Aufnahme und Bearbeitung möchte ich Dir in diesem Blogbeitrag geben! Nur die wichtigste Komponente kann ich leider nicht vorhersagen: das Wetter!

Was kommt da auf uns zu?

Wirtanen wurde bereits 1948 entdeckt und hat mit 5,44 Jahren eine vergleichsweise kurze Umlaufzeit um die Sonne. Ursprünglich sollte sogar Rosetta mal auf diesem Kometen landen, nur musste der Plan kurzfristig geändert werden, da sich der Start der Mission verzögert hat.

Der Komet kommt der Erde für kosmische Verhältnisse sehr nahe: am 16.12.2018 soll er nur noch weniger als 12 Millionen Kilometer von der Erde entfernt sein! Und wenn er die erwartete Helligkeit von 3-4 mag tatsächlich erreichen sollte, dann stehen die Chancen wirklich nicht schlecht, ihn mit bloßem Auge zu sehen. Das kommende Wochenende wäre also der ideale Zeitpunkt, um sich Wirtanen fotografisch zu nähern, zumal er dann auch das sog. „Tor der Ekliptik“ passiert und sehr nah an den Plejaden am Himmel steht. Ein tolles Motiv, welches mich unweigerlich an den Kometen C/2014 Q2 Lovejoy erinnert. Dieser war ganz zu Beginn meiner Astrofoto-Zeit mein erster Komet, den ich mit viel Glück an einem sehr dunklen Ort in der Schweiz fotografieren und auch mit dem Fernglas deutlich sehen konnte. Wer mehr zu meinem Astrofotokurs im Astrovillage damals wissen möchte, kann gern hier im Blogartikel nachlesen.

Zusammen mit den Plejaden gab Lovejoy ein einmaliges Bild am Himmel ab – hier durch leichte Schleierwolken mit einem besonderen Touch

Lovejoy hat die Latte aber durchaus hoch gelegt – hatte er doch einen tollen Schweif und gab zusammen mit den Plejaden ein erstklassiges und im wahrsten Sinne des Wortes einmaliges Motiv ab. Wir alle werden nämlich seinen nächsten „Besuch“ auf Grund einer Umlaufzeit von 14.000 Jahren nicht mehr erleben.

Kometen fotografieren

Komet Lovejoy im Jahre 2015 hatte einen beachtlichen Schweif

Nun rückt der vermeintliche Höhepunkt des aktuellen Kometen Wirtanen immer näher und Du fragst Dich vielleicht, wie Du Wirtanen am besten aufnehmen kannst? Daher möchte ich hier mal die wichtigsten Fragen versuchen zu beantworten – wie immer unter meinem Motto „mit einfachen Mitteln“:

Wie finde ich Wirtanen?

Im Internet gibt es verschiedene übersichtsartige Aufsuchkarten, auf denen man die grobe Position an den verschiedenen Tagen ermitteln kann. Um die genaue Position an einem bestimmten Tag zu ermitteln, bietet es sich aber auch an, diese mit Hilfe einer App oder speziellen Webseite zu ermitteln. Beispielsweise kann man auf der Webseite von Heavens Above alle aktuellen Kometen, die vom eigenen Standort (oben rechts) sichtbar sind, in einer Liste sehen. In der Detailansicht kann man dann ein konkretes Datum und Uhrzeit angeben und sieht verschiedene Aufsuchkarten. In meinem Fall gestern sah dies so aus:

Aufsuchkarten für meinen Standort am 7.12.2018 von www.heavens-above.com

Einfacher war es für mich jedoch, die Smartphone App „SkyGuide“ (leider nur für iOS verfügbar) zu nutzen, die den Kometen ebenfalls angezeigt hat. So war es für mich leichter, mich mit Hilfe der App und verschiedenen Zoomstufen am realen Sternenhimmel zu orientieren. Und zum Glück waren ein paar helle, markante Sterne in der Nähe des Kometen, die ich leicht durch den Sucher finden konnte. Den Kometen selbst habe ich durch den Sucher nicht wirklich sehen können, geschweige denn mit bloßem Auge.

Die iOS-App SkyGuide war mir eine prima Hilfe beim Aufsuchen des Kometen Wirtanen

Welche Brennweite sollte ich nutzen?

Die Brennweite, die man für einen Kometen nutzen sollte, hängt im Wesentlich davon ob, wie ausgeprägt sein Schweif ist und/oder ob man weitere markante Himmelsobjekte mit aufs Bild bekommen möchte. Beides war in meinem Fall nicht gegeben, daher habe ich die größte Brennweite genommen, die mir in dem Moment zur Verfügung stand: 200 mm. Aber selbst damit wirkte Wirtanen noch recht verloren und winzig, wie der folgende Vergleich von 100 und 200 mm Brennweite zeigt.

Diese weitestgehend unbearbeiteten Einzelaufnahmen vom 4.12. zeigen einen Brennweitenvergleich und die „Wirkung“ des eher winzigen Kometen Wirtanen

Solange Wirtanen also noch keinen ausgeprägten Schweif hat (was vermutlich auch nicht mehr passieren wird) und als alleiniges Motiv herhalten muss, ist eine möglichst große Brennweite und auch eine APS-C-Kamera sicher nicht verkehrt. Mit genügend Auflösung kann man natürlich auch hinterher – wie ich es auch gemacht habe – noch ein wenig croppen.

In der Nacht vom 16. auf 17.12. ist Wirtanen in bester Gesellschaft

Wenn du um den 16.12. herum die Chance hast, Wirtanen zu fotografieren, dann könnte es schon interessanter werden. Hier ist Wirtanen in guter Gesellschaft der Plejaden, Hyaden und des Kaliforniennebels. Dann könnten auch schonmal geringere Brennweiten sinnvoll sein, wie damals, als Lovejoy die Plejaden passiert hat – diese Konstellation habe ich damals mit 78 mm an einer APS-C Kamera aufgenommen:

Muss ich speziell auf den Kometen nachführen?

Wenn man mehr als einen kleinen grünen Fleck auf dem Bild haben möchte, dann macht es definitiv Sinn, mit einer Telebrennweite zu arbeiten und die Aufnahme auf Grund der Erdrotation auch nachzuführen, um mehr als ein paar Sekunden belichten zu können. Nun „bewegt“ sich ein Komet jedoch anders als die Sterne, so dass ich schon häufig die Frage gelesen habe, ob es hier eine spezielle Kometen-Nachführgeschwindigkeit gibt. Diese gibt es meines Wissens nach an den kleinen Reisemontierungen nicht, ist jedoch aus meiner Erfahrung bei diesen relativ kurzen Belichtungszeiten von wenigen Minuten auch nicht notwendig – der Kometenkern ist auf den Einzelbildern nach wie vor rund!

Bei Belichtungszeiten von 1-2 Minuten (nachgeführt) sieht man noch keine Bewegung des Kometen – weder bei Lovejoy noch bei Wirtanen

Ich habe daher für Wirtanen am 7.12. einfach meine kleine Reisemontierung iOptron SkyTracker Pro (siehe auch Blogbeitrag dazu) genutzt, um meine Canon 6D mit dem 70-200 mm f/4 Objektiv nachzuführen. Das Ganze hatte ich binnen weniger Minuten aufgebaut und eingenordet, so dass ich die Wolkenlücke von 10-15 Minuten gerade so nutzen konnte.

Vergleichsweise einfaches Equipment zur Aufnahme von Wirtanen

Wie stacke ich Kometenbilder?

Mehrere Stunden Lovejoy nach einem normalen Sternenstacking

Im Bereich Deep Sky ist ja durchaus üblich und wichtig, über mehrere Minuten oder Stunden Aufnahmen zu machen und diese hinterher durch Stacking zusammenzufügen. Dies ist theoretisch auch bei Kometen so – allerdings bringt die Praxis einige Hürden beim Zusammenbau der Bilder mit sich. Hierbei macht nämlich genau die Bewegung des Kometen größere Probleme, wenn man keine speziellen Verfahren anwendet. Der Kometenkern wird dann zu einem langgezogenen Strich!

Der kostenlose Deep Sky Stacker bietet zwar einen Mischmodus, um gleichzeitig auf die Sterne und den Kometen zu stacken, allerdings habe ich damit bisher noch keine Erfolge erzielen können. Eine Erläuterung, wie man ein auf den Kometen gestacktes Bild mit einem auf die Sterne gestacktes Bild zu einem Bild zusammenfügt, soll nicht Thema dieses Blogbeitrags sein, daher hier nun mein vergleichsweise einfacher „Workaround“.

Ich mache grundsätzlich so viele Aufnahmen wie möglich von einem Kometen, verwende für eine einfache Bearbeitung allerdings nur wenige dieser Aufnahmen. So habe ich am 7.12. z.B. wetterbedingt nur 7 Bilder à 73 Sekunden machen können. Dies ergibt eine Gesamtbelichtungszeit von „nur“ 8,5 Minuten, bringt aber bereits eine wesentliche Rauschreduzierung durch das Stacken und mehr Details im Kometen – stellt also eine wesentliche Qualitätsverbesserung gegenüber einem Einzelbild dar. Und bei dieser kurzen Gesamtbelichtungszeit kann man auch noch getrost normal auf die Sterne stacken, ohne einen strichförmigen Kometenkern zu erhalten. Dazu habe ich Dir mal einen Vergleich des Kometen Wirtanen vom 7.12. erstellt, der sehr gut die Unterschiede in der Bildqualität und den Details des Kometen zeigt. Beide Bilder wurden nach bestem Wissen und Gewissen bearbeitet, um möglichst viel aus dem Kometen rauszuholen.

Auch das Stacken weniger Bilder bringt schon Einiges – und lässt sich bei einem Kometen noch recht problemlos realisieren

Meine bisherigen Wirtanen-Aufnahmen

Zum Schluss möchte ich Dir natürlich auch meine bisherigen Ergebnisse des Kometen Wirtanen nicht vorenthalten. Ich habe ihn bisher zweimal vor die Linse bekommen, am 4.12. und 7.12. Um einen ungefähren Vergleich der Helligkeit zu bekommen, habe ich mal von beiden Aufnahmetagen jeweils Bilder mit einer Gesamtbelichtungszeit von 8,5 Minuten gestackt und bearbeitet. Beide Male habe ich mit 200 mm Brennweite gearbeitet und das Ergebnisbild schließlich noch ein wenig gecroppt.

Wirtanen mit einem Unterschied von 3 Tagen

Die Bedingungen und Aufnahmeparameter waren nicht 1:1 vergleichbar, aber ein Helligkeitsgewinn in den letzten drei Tagen ist denke ich trotzdem gut erkennbar. Da können wir nur hoffen, dass er sich weiter so gut entwickelt und vor allem auch das Wetter in 1 Woche mitspielt. Und schau auch nach dem Mond, dieser geht am 16.12. erst nach Mitternacht unter!

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei der Kometen-Jagd! Berichte doch gern mal in den Kommentaren, ob Du auch etwas planst oder sogar auch schon erfolgreich warst!

21 Kommentare
  1. Ralf sagte:

    Hallo Katja, Schöner Artikel und tolle Bilder von Lovejoy und Wirtanen 🙂
    Im Moment warten wir ja alle auf CS um diesen Gast am Nachthimmel auf den Sensor zu bekommen. Mache mir aber keine Hoffnung auf größere Wolkenlücken für die nächste Zeit 🙁

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    • Bernd (aus Konstanz) sagte:

      Hallo Katja, danke für den, wie immer bei dir, sehr ausführlich und praxisnah beschriebenen Weg zur Aufnahme des Wirtanen! Es wird mein hoffentlich erstes Erfolserlebnis mit einer kompletten Ausrüstung gemachtes Kometenfoto werden. Richtung Norden sind bei mir nach Mitternacht die meisten Lichter gelöscht und so hoffe ich auf gute Bedingungen. Werde das 140/2.8 auf Fuji X-H1 einschließlich dem i-Optron pro benutzen, Schöne Weihnachten und viel Freude mit deinem Nugged!

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      • Katja Seidel sagte:

        Hallo Bernd,
        na das klingt doch gut! Ich drücke die Daumen, dass es mal klappt in den nächsten Tagen bei dir!
        Dir auch schöne Weihnachten. Die Freude mit dem Nugget habe ich definitiv 🙂
        LG, Katja

        Antworten
    • Katja Seidel sagte:

      Hallo Christian,
      bei Facebook gabs ne Erläuterung von Jan Schubert dazu: Einstellungsfenster -> Erweiterung -> Sonnensystemeditor -> Konfigurieren -> Reiter Sonnensystem -> Bahnelemente im MPC-Format… -> Reiter Listen -> auf Kometen -> Objektliste Lesezeichen „MPC´s LIst…Importieren 46P markieren.
      Konnte es selbst grad nicht ausprobieren, aber ich hoffe, das hilft?
      LG, Katja

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  2. Burkhard Leitner sagte:

    Hallo Katja!
    Ein sehr schöner Beitrag direkt aus der Praxis! Der große Faktor – wie so oft bei der Astrofografie – wird auch bei Wirtanen das Wetter sein. Bisher war das wohl besonders für Deutschland und Österreich sehr enttäuschend. Ich hatte hier südlich der Alpen auch erst eine Gelegenheit den Kometen zu sehen und zu fotografieren (4.12.). Dieser Komet beeindruckt weniger durch einen Schweif, sondern durch seine große Koma, die jetzt schon den Durchmesser des Vollmondes übertrifft.
    Bin erst heute auf deine Seite aufmerksam geworden und ich finde sie wunderbar gelungen. So viele Anregungen, Tipps und Inspirationen – und wunderschöne Fotos.
    Gespannt auf weitere Beiträge und Fotos vom Kometen und natürlich auf deine Dolomitenbilder 2019!
    LG
    Burkhard

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    • Katja Seidel sagte:

      Hallo Burkhard,
      vielen Dank für die Blumen, das freut mich! Wo genau wohnst du denn südlich der Alpen? Da sehen die nächsten Tage ja scheinbar sehr viel besser aus als hier in Deutschland, oder?
      Ich wünsch dir auf jeden Fall auch viel Erfolg mit dem Kometen!
      LG, Katja

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      • Burkhard Leitner sagte:

        Ich wohne in Graz und die Wetterprognose ist leider auch hier sehr bescheiden. Am besten sollte es noch am Sonntag werden – am Tag der Erdnähe. Dann hoffe ich auf ein Komet+Plejaden-Foto…
        LG
        Burkhard

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  3. Jolanda Hefti sagte:

    Hallo
    Wahr Gestern und vor gestern mal unterwegs auf Kometen jagt. Wetter ist bei uns im Moment super
    Leider habe ich keine freie Sicht auf Polaris, weil da ein riesen Berg davorsteht etwas mühsam zum einnorden. Aber Übung macht den meister hab Wirtanen nicht gefunden. Dafür habe ich mal die Plejaden ausprobiert.(mit Mässigem Erfolg) Die nächsten zwei Nächte sind ja bei uns nochmal klar, also werde ich es weiter versuchen.
    LG
    Jolanda

    Antworten
    • Katja Seidel sagte:

      Hallo Jolanda,
      du Glückpilz (Wetter)! Dann wünsche ich Dir viel Erfolg bei den nächsten Versuchen! Heute Nacht steht er ja neben den Plejaden, sollte also auch leichter zu finden sein.
      LG, Katja

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  4. Chris sagte:

    Sehr geehrte Frau Seidel,

    ich bin relativ neu in der Astrofotographie. Das interesse war allerdings für alles was „da draußen“ noch so ist
    immer schon sehr ausgeprägt. Seit dem ich Ihr Buch: “ Astrofotografie “ gekauft und teilweise gelesen habe, interessiert
    mich nun auch für das leuchtende Universum welches sich am besten Nachts abbilden lässt.
    Momentan besitze ich eine Canon 6D ( da wohl diese wohl ein sehr gutes Rauschverhältnis haben soll ) und ein
    Tamron AF SP 70-300mm 4-5.6 Di VC USD.
    Erste Erfahrungen habe ich mit diesem Objektiv gesammelt:
    https://www.amazon.de/dp/B00X8MRBCW/ref=asc_df_B00X8MRBCW57607775/?tag=googshopde-21&creative=22434&creativeASIN=B00X8MRBCW&linkCode=df0&hvadid=308464931169&hvpos=1o1&hvnetw=g&hvrand=7597311617227331185&hvpone=&hvptwo=&hvqmt=&hvdev=c&hvdvcmdl=&hvlocint=&hvlocphy=9043690&hvtargid=pla-350385007665&th=1&psc=1&tag=&ref=&adgrpid=60872846825&hvpone=&hvptwo=&hvadid=308464931169&hvpos=1o1&hvnetw=g&hvrand=7597311617227331185&hvqmt=&hvdev=c&hvdvcmdl=&hvlocint=&hvlocphy=9043690&hvtargid=pla-350385007665
    Dieses Objektiv ist zwar lichtstart aber nicht weitwinkelig für micht.
    Ich konnte mit diesem Objektiv den großen Waagen abbilden, dies ist aber nicht wirklich viel bzw. schön.
    Also komme ich nun zur meiner Frage:
    Lohnt es sich eher ein Weitwinckel – Objektiv zu kaufen, oder eine Nachführung für meinem Tamron?
    Beides scheint spannend zu sein, aber leider auch teuer.
    Ich muss sagen, dass ich schon gerne die Sterne im Detail sehen möchte ( in etwa 70% ) und ca. 30 % die Landschaft mit einbeziehen möchte ( und die ausschließlich Nachts )
    Gehört habe ich von der Walimex 24 mm 1.4 Blende schon viel, aber nicht immer gutes, da sich durch die Streuung der Qualität ein mehrmaliges zurückschicken wohl nicht ausschließen lässt.
    Kann man die Walimex auch im Alltag einsetzen?
    Wenn dies so wäre, würde ich ich Nachführung und dann danach erst das Weitwinklige Objektiv.

    Vielleicht kann man sich irgendwann auf einem Teffen kennenlernen.
    Momentan bin ich Wohnhaft in der Nähe von Oldenburg.

    Ich freue mich auf eine Antwort

    bis denne

    Antworten
    • Katja Seidel sagte:

      Hallo,
      Die Frage, was sich eher lohnt, ist schwer zu beantworten, da es ja zwei ganz verschiedene Ziele verfolgt. Wenn Sie im Telebereich sinnvoll Astroaufnahmen machen möchten, werden Sie langfristig nicht um eine Reisemontierung herumkommen (ein Vergleich gibt es z.B. hier). Mit dieser können Sie dann auch Aufnahmen im Weitwinkelbereich oder auch z.B. bei 50 mm sehr gut nachführen, z.B. für Milchstraßenaufnahmen. Für mich persönlich ist das Walimex 24 mm in Kombination mit der Canon 6D die optimale Ausrüstung, um damit Astrolandschaften zu fotografieren (als Einzelbilder oder Panoramen). Ich habe aber auch ein sehr gutes Exemplar erwischt, wobei ich ein anderes zurücksenden musste. Mit der Panoramatechnik kann man das aber auch mit 50 mm machen, ist nur etwas aufwändiger.
      Im nächsten Jahr werde ich auf Grund meiner Reise (siehe hier) leider auf so gut wie keinen Treffen o.ä. sein. Aber vielleicht ist diese Veranstaltung etwas für Sie, da werde ich auch sein: Astrofotografie in 360 Grad.
      Viele Grüße,
      Katja Seidel

      Antworten
      • Chris Magiera sagte:

        Hallo,

        danke für deine Antwort und frohe Weihnachten!
        Ich habe mir den Termin notiert und werden dann auch Vorort sein.
        Was ich mich noch Frage:
        kann ich mit einem SkyTracker Pro meine Canon 6d mit meinem 300 mm Objektiv genug Belichtungszeit erzeugen?
        Falls das geht würde ich mir wahrscheinlich erst eine Nachführung kaufen.
        Grüße

        Chris

        Antworten
        • Katja Seidel sagte:

          Hallo Chris,
          das freut mich, dann sehen wir uns ja in Wolfsburg 🙂
          Mit dem alten SkyTracker (ohne Pro) habe ich damals 300 mm an einer Crop-Kamera für 30-45 s nachführen können. Bei SkyTracker Pro habe ich das noch nicht geschafft. Das Gegengewichtsset hilft hier ggf, aber grundsätzlich würde ich bei dieser Brennweite eher zum Sky Watcher Star Adventurer greifen. Ich mache Deep Sky Aufnahmen mit Reisemontierungen aber mittlerweile lieber mit weniger Brennweite (70-200 mm), da ich es schön finde, wenn ein größerer Himmelsbereich zu sehen ist.
          LG, Katja

          Antworten
  5. Christian_MS sagte:

    Stichwort Planetarium: Wer mal in der Nähe von München ist, sollte sich mal das neue ESO Planetarium „Supernova“ anschauen… 🙂

    Chris

    Antworten

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