Polarlicht fotografieren

Das Polarlicht ist eines der schönsten und eindrucksvollsten Naturphänomene, welche Du nachts bestaunen und fotografieren kannst. Es ist einfach atemberaubend, unter einem dunklen Himmel zu stehen und plötzlich grüne Lichter um einen herum tanzen zu sehen. Und da sich das Polarlicht quasi ständig verändert, wird es nie langweilig und liefert immer neue Fotomotive.

Wo?

Wer denkt, Polarlichter gibt es nur im hohen Norden, der irrt. Zwar ist es richtig, dass die Wahrscheinlichkeit, die wunderbaren Lichter auch wirklich zu sehen, in nördlichen Ländern weitaus größer ist als hierzulande, aber Polarlichter gibt es durchaus auch in Deutschland! Sogar relativ oft: 10-20 Mal pro Jahr werden Sichtungen, wenn auch manchmal nur fotografisch, in Deutschland gemeldet. Bei besonders starkem Polarlicht kann dies sogar bis nach Süddeutschland und die Alpen möglich sein.

Ich selbst habe bereits Polarlichter in Island, Nordnorwegen und auch Deutschland sehen und fotografieren können.

Wann?

Um Polarlichter sehen und/oder fotografieren zu können, muss es dunkel sein. Da dies in den nördlichen Breiten lediglich von etwa September bis März der Fall ist (von April – August wird es nachts nicht mehr richtig dunkel), besteht in diesen Monaten die Möglichkeit für Polarlichtsichtungen. In Deutschland hingegen besteht quasi das ganze Jahr über die Chance, Polarlicht zu fotografieren. Auf Grund der Helligkeit sind die Sichtungen in den Sommermonaten aber auch hier recht selten. Generell gilt: Je weniger Lichtverschmutzung – durch künstliche Lichtquellen oder aber den Mond – desto besser lassen sich Polarlichter sehen und fotografieren.

Ich persönlich bin im Oktober und März, jeweils um die Zeit des Neumonds herum, nach Island und Norwegen gereist um Polarlichter zu fotografieren. In Deutschland hatte ich bereits in den Monaten März, April, August und September Glück.

Im Buch

In meinem Buch beschreibe ich sowohl, wie Du Polarlichter in Deutschland jagen kannst, als auch was Du bei der Planung einer Reise in den hohen Norden berücksichtigen müsst. Außerdem bekommst Du viele Tipps, wie Du die herrlichen Nordlichter am besten fotografieren kannst. Ein konkretes Projektbeispiel zeigt meinen spontanen Kurztrip an die Ostsee, um auf dem Darß das Polarlicht zusammen mit der Milchstraße und dem Zodiakallicht zu fotografieren.

2 Kommentare
  1. Frank says:

    Hallo Katja,
    wow! Da sind ein paar richtige Kracher dabei, der isländische See_1 ist unglaublich, trotz bewölktem Himmel so viel Grün…
    Als wir das letzte Mal im März 2015 in Island waren, hatten wir innerhalb einer Woche leider gar kein Glück. Ausschließlich dichte Wolkendecke, Schneesturm oder KP Index = 0. Ich hatte natürlich trotzdem mehrere Versuche gestartet, aber jedes Mal, wenn die Wolken kurzeitig einigermaßen auflockerten, gabs keine Aktivität. Dafür hatten wir bei unserer ersten Island Reise Glück. Als es trotz angekündigtem niedrigen KP Index mit dem Polarlicht richtig losging lagen wir bei -10 Grad im naturbeheizten Hotpot (38 Grad…). Bei diesem Schauspiel war es dann auch keine Überwindung rauszuspringen und durch die Kälte zu den warmen Klamotten und der bereits aufgebauten Kamera zu rennen.
    LG
    Frank

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    • Katja Seidel says:

      Hallo Frank,
      Danke! Ja, die eine Nacht in Island war auch der Oberhammer! Ich werde diesen Herbst nochmal dort sein und hoffe natürlich, wieder Glück zu haben. Aber wie Du sagst, es kann auch den ganzen Urlaub nix geben. Aber ich denke Du stimmst mir zu, dass Polarlichter zu den Dingen im Leben gehören, die man mal erlebt haben sollte – so faszinierend sind sie!
      LG, Katja

      Antworten

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