Hast Du auch schon davon geträumt, mit einem eigenen Campingbus / Wohnmobil durch die Gegend zu fahren – vom spontanen Tages- oder Wochenend-Ausflug, über den Sommerurlaub bis hin zu einem mehrmonatigen Roadtrip? Bei mir schlummerte dieser Wunsch, seit ich mich 2014 wieder intensiver mit der Fotografie beschäftigt habe und das spezielle Genre der Astrofotografie für mich entdeckt habe. Wie genial wäre es, nach der nächtlichen Fotosession in den Bergen in den eigenen Camper schlüpfen zu können und ohne lange Rückfahrten ins Hotel sofort zu schlafen, die Bilder zu bearbeiten oder zu kochen? Mit dieser Idee im Kopf und ein paar früheren Campingerfahrungen ging es im September 2017 zum Caravan Salon in Düsseldorf, um den idealen Camper für mich zu finden…

Der Caravan-Salon bricht jedes Jahr Besucher-Rekorde! Gar nicht so einfach, da das Richtige für sich zu finden…

Meine Entscheidungskriterien

Nun geht wahrscheinlich so ziemlich jeder, der sich für ein Reisemobil interessiert, mit anderen Vorstellungen und Prioritäten auf solch eine Messe. Und ich muss sagen, dass man ohne ein wenig Vorab-Recherche zu diesem Thema höchstwahrscheinlich von den vielen Möglichkeiten und Fahrzeugmodellen auf der weltgrößten Messe für mobiles Reisen erschlagen werden würde! Mir hat es daher geholfen, die Auswahl durch bestimmte Kriterien, die ich für mich selbst priorisiert habe, stark einzuschränken.

Was war mir wichtig? Nun, grundsätzlich sollte der Camper mein Alltagsfahrzeug ersetzen und gleichzeitig ein vollwertiges Reisemobil sein, so dass sich für mich folgende 5 Entscheidungskriterien herauskristallisiert haben.

  1. Kompakte Abmaße: Um auch bei Stadtfahrten oder Kundenterminen (also im Alltag) möglichst überall gut durchzukommen und so oft wie möglich einen Parkplatz zu finden, sollte das Fahrzeug möglichst kompakt sein. Hierbei kam es mir vor allem auf die Länge und Breite an – bei der Höhe müsste ich auf Grund des Kriteriums „Stehhöhe“ sowieso Abstriche machen. Neben der reinen Länge spielt dabei auch der Radstand – und somit der Wendekreis des Wagens – eine Rolle. Auf engen Passtraßen in den Alpen ist man froh um jeden Zentimeter weniger zwischen den Achsen, um in Haarnadelkurven nicht zurücksetzen zu müssen! Ich schaute also primär nach einem 5-Meter-Fahrzeug à la VW-Bus.
  2. Campingausstattung: Lang habe ich überlegt, was mein Campingbus alles haben sollte. Auf Grund des ersten Kriteriums wären vermutlich einige Kompromisse notwendig, aber auf bestimmte Dinge wollte ich nicht verzichten. So brauchte ich als erstes einen Tisch zum Arbeiten, der ausreichend groß und stabil sein musste. Auf der zugehörigen Sitzbank sollte es sich bequem auch mal für mehrere Stunden aushalten lassen. Außerdem sollte der Camper natürlich ein Bett haben, in dem ich auch mal für mehrere Wochen oder Monate ohne bleibende Rückenschäden schlafen kann. Idealerweise sollten Tisch und Bett unabhängig voneinander nutzbar sein, d.h. ich wollte nicht immer das eine abbauen um das andere nutzen zu können. Und natürlich sollte auch für mein leibliche Wohl gesorgt sein, weshalb ich auch eine „vollwertige“ Küche mit Kochfeldern, Kühlschrank, Frisch- und Abwassertank sowie einem Spülbecken haben wollte. Last but not least stellte sich dann noch die Frage nach dem Badezimmer. Hier wußte ich schon, dass ich in einem 5-Meter-Auto nicht alles haben kann, aber mit meiner Mädchenblase war mir eine Toilette definitiv am Wichtigsten. Mehr ist gut, aber nicht zwingend – der Wasserhahn am Spülbecken liefert schließlich auch Wasser zum Waschen.
  3. Energieversorgung: Da ich für meine Tätigkeiten im Camper (Fotografieren, Arbeiten am Laptop, etc.) vermutlich überdurchschnittlich viel Strom benötige, brauchte mein Fahrzeug auf jeden Fall einen ausreichend großen Energiespeicher in Form von (idealerweise mehreren) Aufbaubatterien. Auch die Möglichkeit, das Fahrzeug von außen mit Strom zu versorgen, sollte es haben. Da ich aber häufig freistehen möchte, musste die autarke Versorgung über 12V sichergestellt sein. Auf ein Solarpanel auf dem Dach würde ich daher nicht verzichten können.
  4. Stehhöhe und Art des Daches: Aus Erfahrung mit einem VW-Bus (ohne Aufstelldach) wußte ich, wie nervig es auf Dauer sein kann, wenn man sich ständig gebückt im Auto bewegen muss. Insbesondere das Um-/Anziehen ist dabei kein Spaß! Nun war ich allerdings auch von einem Aufstelldach, wie ich es im VW California mal leihweise testen konnte, nicht sonderlich begeistert. Man fällt damit (im aufgeklappten Zustand) sofort als Camper auf und verliert durch das Stoffdach fast sämtliche Kälte- und Geräuschdämmung. Daher stand für mich schnell fest, dass mein Camper ein festes (Hoch-)dach haben sollte, welches eine Stehhöhe im Auto ermöglicht. Auf diesem ließe sich auch ein festes Solarpanel wesentlich besser montieren.
  5. Preis: Dass Campingbusse immer beliebter werden und preislich kein Schnäppchen sind, war mir natürlich bewußt. Ich bin allerdings erstmal bewußt ohne Preislimit auf die Messe gegangen, um nicht schon im Vorhinein interessante Fahrzeuge auszuschließen. Schließlich kann man auch nicht immer die Listenpreise miteinander vergleichen, sondern muss sich konkrete Angebote für ein Wunschfahrzeug anschauen. Und sollte es die eigenen Vorstellungen / Möglichkeiten dann überschreiten, gibt es immer noch die Option, nach einem entsprechenden Gebrauchtfahrzeug zu suchen. Aber schlussendlich spielte natürlich auch bei mir der Preis eine entscheidende Rolle, als es später zu einer Entscheidung kam – dafür war die Lottofee einfach noch nicht gnädig genug mit mir.
  6. Aussehen: Ich weiß, man sollte eher auf die inneren Werte achten, aber auch die Optik meines zukünftigen Reisemobils spielte eine gewisse Rolle – schließlich sollte es zukünftig für viele meine Fotos „Modell“ stehen.

Warum kein Selbstausbau?

Schaut man sich bei Youtube mal ein wenig um, findet man zum Thema Vanlife unzählige spannende Beiträge. Sehr häufig findet man dabei ältere Campingbusse à la VW LT, T3 oder T4, die durch ihr Alter und einen individuellen Selbstausbau wirklich „kultig“ sind. Ich muss auch ehrlich sagen, dass ich größte Bewunderung für alle hege, die einen Selbstausbau wagen und erfolgreich umsetzen. Für mich kam dies allerdings nicht in Frage, da mir schlichtweg die Zeit und die handwerklichen Möglichkeiten und Erfahrungen fehlen. Außerdem – und das klingt jetzt vielleicht komisch – hätte ich um solch ein Fahrzeug glaube ich zu viel Angst! Angst wovor? Angst, dass etwas, in das ich monate- oder jahrelang Herzblut und Energie investiert habe, durch einen Unfall oder Diebstahl einfach zerstört wird. Klar baut man auch zu einem Camper „von der Stange“ durch eine lange Wartezeit und diverse individuelle Ergänzungen oder Umbauten eine sehr intensive Beziehung auf, aber man könnte solch ein Fahrzeug einfacher und schneller ersetzen als ein komplett individuelles Gefährt.

Für einen Selbstausbau ist es außerdem aus meiner Sicht sinnvoll, erst einmal ein paar Jahre intensive Campingerfahrung zu sammeln, um genau zu wissen, was im Detail für einen selbst wichtig ist. Also, wer weiß, vielleicht ist das ja irgendwann mal ein Thema…

Mögliche Modelle

Einen Tag hatte ich also Zeit, um mir mögliche Modelle auf dem Caravan Salon anzuschauen – gar nicht mal so viel wenn man sich wirklich intensiv informieren möchte. Gut, die klassischen „Weißwände“ (große Wohnmobile) fielen schonmal raus. Blieben dann noch die Kastenwagen (z.B. Fiat Ducato), Campingbusse (meist VW-Bus) und Mini-Camper (z.B. VW Caddy). Ich schaute mir einige Kastenwagen an und fühlte mich irgendwie in keinem so richtig wohl. Ich fand sie sehr lang (meist 6 m oder 6,40 m) und der Grundriss war eigentlich immer der Gleiche – irgendwie nicht meins. Hätte ich damals schon gewußt, dass es auch einige Modelle mit 5,40 m Länge gibt, hätte ich hier vielleicht genauer hingeschaut, aber so war diese Kategorie Fahrzeug schnell aus dem Rennen für mich. Und auch die Mini-Camper waren nicht das was ich suchte – hier fand ich keinen, der eine befriedigende Tischlösung für längeres Arbeiten bot. Blieben also noch die diversen Campingbusse, die gefühlt zu 95% auf dem VW-Bus basierten. Auf Grund meiner Kriterien schaute ich hier natürlich auf die Modelle mit einem festen Hochdach, von denen mir einige auch schon gut gefielen. Was mir weniger gut gefiel war der Preis – dieser war einfach durch das Basisfahrzeug (VW T6) schon unglaublich / unverschämt hoch. Glücklich war ich also noch nicht so richtig…

Der Nugget soll es sein!

… bis ich an einen Stand mit Ford Nuggets kam. Den Nugget kannte ich bisher nur vom Hörensagen, hatte aber noch nie einen live, geschweige denn von innen, gesehen. Zielstrebig lief ich also auf das Modell mit festem Hochdach (HD) zu und steckte das erste Mal meinen Kopf in das Innere des Nuggets. Und da war er: der Moment, in dem ich mich verliebt habe! Ich hatte sofort ein extremes Wohlfühl-Gefühl – ja fast schon ein Zuhause-Gefühl. Und dann entdeckte ich nach und nach die vielen kleinen Details des (für mich genialen) Raumkonzepts und verliebte mich immer mehr in dieses Fahrzeug!

 

Was war jetzt aber so besonders am Nugget? Nun, ich würde sagen er ist einfach ANDERS als die üblichen Campingbusse à la VW California, die eine Küche längs gegenüber der Schiebetür verbaut haben. Der Nugget bietet ein sogenanntes „Zwei-Raum-Konzept“, wobei ich schon fast von einem „Drei-Raum-Konzept“ sprechen würde:

  1. Hinter der seitlichen Schiebetür befindet sich die breite Sitzbank für bis zu 3 Personen sowie ein ausklappbarer Tisch – also der erste Raum, der wahlweise das Wohn-, Ess- oder Arbeitszimmer darstellt. Mit dem Rücken zum Fenster und einem Kissen im Rücken lässt sich die Sitzbank auch wunderbar als Couch zum Chillen verwenden.
  2. Hinter der Heckklappe (und natürlich auch von innen zugänglich) findet sich dann die L-förmige Küche, die quer im Nugget eingebaut ist und eine vergleichsweise große Arbeitsfläche über Eck bietet. Hierin hat man sowohl ausreichend Platz für sich, als auch in den Schränken drumherum für Küchenutensilien, Kleidung, und was man sonst noch so unterbringen möchte. Da in einem der Schränke auch die Campingtoilette untergebracht werden kann und man das Spülbecken gleichzeitig als Waschbecken verwenden muss, ist dieser zweite Raum quasi Küche und Badezimmer in einem. Muss man natürlich mögen, aber spart definitiv Platz!
  3. Platzsparend ist auch das vergleichsweise riesige Bett (1,41 x 2,10 m) untergebracht. Bei Nichtgebrauch lässt es sich in weniger als 2 min. nach vorn über dem Fahrerhaus zusammenschieben und genauso schnell wieder zum Schlafen über dem „Wohnzimmer“ auseinander ziehen. Besonders gefallen hat mir dabei, dass ich trotz ausgezogenem Bett noch am Tisch sitzen und in der Küche stehen kann! Mit dem Bett im Obergeschoss hätten wir also den dritten Raum – das Schlafzimmer!

Wenn man jetzt mal die Fahrerkabine außen vor lässt, dann lebt man im Nugget also auf ca. 7 Quadratmetern, in 2 Etagen. Und das bei einer vergleichbaren Länge und Breite wie die eines VW Busses. Viel effizienter kann man den Platz glaube ich fast nicht ausnutzen! Nachteil dabei ist jedoch, dass der Nugget keinen Kofferraum besitzt, wie ihn klassische Kastenwagen oder auch andere Campingbusse haben. Dies macht es z.T. schwierig, größere sperrige Gegenstände dauerhaft im Nugget zu transportieren, ohne dass sie im Weg stehen. Da bleibt nur ein Heckgepäckträger oder (wie in meinem Fall als primärer Alleinfahrer) der Fußraum des Beifahrers und der Beifahrersitz selbst…

Größenvergleich zu einem 5,40 m Kastenwagen

Für mich also durchaus ein Konzept, was sehr gut funktioniert, da die Größe für mich ein wichtiges Kriterium ist. Und auch wenn ein 5,40 m Kastenwagen (z.B. auf Fiat Ducato Basis) auf den ersten Blick gar nicht viel größer scheint als der Nugget (auf Ford Transit Custom Basis), so gibt es doch für mich wesentliche Unterschiede:

  • Der Nugget ist 4,97 m lang und hat einen extrem kleinen Radstand von nur 2,93 m (zum Vgl. VW Bus: 3 m). Ein 5,40 m Kastenwagen ist 5,41 lang und hat einen Radstand von 3,45 m – also über einen halben Meter mehr, was sich deutlich beim Fahren enger Kurven wie auf Alpenpässen auswirken sollte! Und ein 6 m oder 6,40 m Kastenwagen mit 4 Metern Radstand ist da natürlich nochmal eine andere Hausnummer!
  • Der Nugget ist ohne Spiegel 1,98 m breit, der Ducato 2,05 m – kein wirklicher Unterschied. Mit Spiegeln ist der Nugget jedoch mit nur 2,27 m (zum Vgl. VW T6: 2,29 m) mehr als 40 cm schmaler als der Ducato mit ganzen 2,69 m (die Angaben dazu schwanken leider etwas)! Dies macht sich insbesondere auf schmalen Straßen sicherlich ebenfalls bemerkbar, und man darf offiziell die 2,30 m Spuren in Autobahnbaustellen nutzen!

Was den Radstand und die Breite angeht hat der Nugget also aus meiner Sicht echte Vorteile gegenüber den Kastenwagen auf Basis eines Fiats, Citroens oder Peugeots. Er „unterbietet“ was den Radstand angeht sogar den Bulli um 7 cm und einen 5er BMW um 4 cm! Und die Wendigkeit kann ich dem Nugget auch tatsächlich bestätigen, nachdem ich bereits diverse Stadtfahrten und Parkplatzsuchen hinter mir habe. Wirklich ein Traum, wenn man bedenkt, dass man eine ganze „Wohnung“ mit sich herumfährt!

Die einzige Disziplin, in der der Nugget fast immer gewinnt (oder verliert, wie man es nimmt), ist die Höhe. Mit 2,85 m ist er im Vergleich sehr hoch (Kastenwagen ca. 2,60 m, VW Bulli mit geschlossenem Aufstelldach sogar unter 2,00 m), aber daran gewöhnt man sich. Tiefgaragen und Waschanlagen sind damit natürlich tabu, aber dafür genieße ich den Komfort einer ständigen Stehhöhe von mehr als 2,15 m (!) und habe stets ein „festes Dach über dem Kopf“.

So ein Nugget (der Graue in der Mitte) fällt zwischen Weißwänden und Kastenwagen durchaus auf! Nur der Defender neben mir war noch kürzer…

Der Preis ist heiß

Nun ist der Wohnmobilmarkt wie gesagt riesig, aber neben all den Ausbauten und Raumkonzepten zählt schlussendlich (für die meisten) auch der Preis. Und hier gibt es durchaus massive Unterschiede. Allseits bekannt ist sicherlich, dass ein VW California inkl. Campingausstattung mit 70.000 € und mehr eher das obere Ende der Preisspanne darstellt, was aus meiner Sicht hinsichtlich des Preis-Leistungs-Verhältnisses nicht wirklich gerechtfertigt ist. Aber auch andere auf dem VW-Bus basierende Ausbauten sind nicht gerade ein Schnäppchen, einfach auf Grund des hochpreisigen Basisfahrzeugs. Im Kastenwagensegment gibt es hingegen größere Spannen von ca. 35.000 bis 70.000 € und mehr (neu) – hier muss man halt schauen, welchen Anspruch an den Innenausbau man hat. Beim Gang über die Messe hat sich schnell gezeigt, dass kleiner nicht gleich günstiger ist – im Gegenteil, häufig zahlt man für einen kleineren Campingbus mehr als für einen etwas größeren Kastenwagen. Dafür hat man aber den großen Vorteil – der auch für mich ein wichtiges Kriterium darstellte – dass Campingbusse eher als alleinige Alltagsfahrzeuge genutzt werden können, währenddessen viele Kastenwagenfahrer zusätzlich einen normalen PKW haben (Ausnahmen bestätigen die Regel). Damit relativiert sich der eventuelle Preisvorteil schon wieder.

Beim Ford Nugget sah es zunächst auch nicht viel anders aus als bei den VW-Bussen: Die Listenpreise haben mich auch erstmal abgeschreckt, aber ein konkretes Angebot wurde dann schon sehr viel attraktiver. Schlussendlich bekam ich einen extrem gut ausgestatteten Nugget für einen mehr als akzeptablen Preis weit unter dem eines VW Californias, der für ein Neufahrzeug gar nicht so stark über den Preisen für junge Gebrauchte lag. Also passte auch diese letzte Komponente und ich unterzeichnete schon 2 Wochen später den Kaufvertrag…

 

Tja, so sah er aus mein Entscheidungsprozess. Eigentlich kurz und schmerzlos, wenn man den Wert dahinter betrachtet. Aber ich glaube, es ist bei Campern genau das Gleiche wie bei allem anderen: Man wird immer Modelle finden, die hier und da optimaler sind, dafür aber wieder andere Nachteile haben… Und da es sowieso ständig neue Modelle am Markt gibt, wird man immer irgendwann an einen Punkt kommen, an dem man „was Besseres“ findet. Im schlimmsten Fall sogar schon, bevor der neue Camper ausgeliefert wird – wenn man die heutigen Lieferzeiten von 6-14 Monaten betrachtet!

Ich kann aber für mich sagen, dass ich die Entscheidung bisher nicht bereut habe und bislang sehr glücklich mit meinem Nugget bin. Glücklicherweise musste ich auch „nur“ 7 Monate warten, bis ich ihn endlich abholen konnte. Mit welchem sinnvollen Zubehör und kleineren Umbauten ich ihn dann schließlich noch optimiert habe, erfährst Du im Beitrag „Optimierung des Nuggets und sinnvolles Zubehör“.

Eine kleine Roomtour durch meinen Nugget gibt es bei Kai auf dem Youtube-Kanal „TravelCampingLiving„, wo es auch viele weitere tolle Camper- und Reise-Videos zu sehen gibt:

 

4 Kommentare
  1. Martin Goetzke sagte:

    Hallo Katja,
    das war ja jetzt mal besonders spannend für mich. Meine Kriterien sahen fast genau so aus, haben mich jedoch zu einem Fahrzeug auf T6 Basis geführt, dem Club Joker Hochdach -CJHD- mit Allrad (wegen nasser Wiesen, Schotterpisten und Co.), das ist die Langvariante mit 5,30 m Gesamtlänge. Auf Grund meiner Erfahrungen mit diesem Auto ist mir jedoch in einem Punkt ein wenig Widerspruch wichtig, bzw. möchte ich denen Mut machen, die ein etwas (etwas!!) größeres Auto suchen. Trotz längerem Radstand, und damit verbunden einem zweifelsfrei größeren Wendekreis, ist der CJHD fast vollständig alltagstauglich (nur das Tiefgaragen- und Parkhaustabu schränken die Nutzung gegenüber den Klappdachvarianten ein, die Hochdachversion des Club Joker ist 2,80 m hoch). Ich habe kein weiteres Fahrzeug (. . . hmm, stimmt nicht ganz, ich habe noch ein mittelgroßes Reisemoped) und nutze den CJ wie einen PKW. Er passt auf jeden oberirdischen Parkplatz, bislang konnte ich in jedes Dorf fahren, mitten hinein, auch in die alten engen und winkeligen engl. Küstenstädte, deren Straßen in der Vor-dem-Auto-Zeit angelegt worden sind. Am Anfang waren die Dimensionen etwas ungewohnt, ich hatte zuvor einen Golf, inzwischen kann ich mir kein anderes Auto mehr vorstellen und verstehe nicht, dass ich damals, als die Kinder noch klein waren, einen Kombi als Familienkiste hatte und keinen großen T.
    Trotz meiner ‚Maulerei‘ an dieser Stelle lese ich deinen Blog immer wieder gerne und habe ihn auch in den letzten Wochen immer ‚brav‘ verfolgt.
    Zwei Fragen habe ich noch, auf die du vielleicht noch in einem späteren Beitrag eingehen wirst. Hast du besondere technische Vorkehrungen getroffen um die Frischwasserversorgung auch bei höheren Minustemperaturen aufrechterhalten zu können (z.B. Heizstab im Frischwassertank)? Nutzt du normale GAZ 904 oder 907 Gasflaschen mit Standardfüllung oder hast du die Gasversorgung ggf. auf eine reine Propan oder Isobutangasversorgung umgestellt?
    Viele liebe Grüße aus der derzeit grauen Mitte der Republik und die besten Wünsche für die weitere Reise.
    Martin

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    • Katja Seidel sagte:

      Hallo Martin,
      vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar!! Witzigerweise stand der Club Joker bei mir kurz vor der Entscheidung auch noch kurz zur Wahl – allerdings hat er sich dann durch den wesentlich höheren Anschaffungspreis wieder „disqualifiziert“ damals. Aber ich glaube dir gern, dass die 30 cm mehr nicht so viel ausmachen, für mich wären 5,30 m oder 5,40 m absolut auch akzeptabel. Ich habe sogar schon einige Male überlegt, ob ich später mal auf einen Camper mit Dusche wechseln soll.. und da gibt es momentan genau zwei Fahrzeuge, die für mich in Frage kämen: der Club Joker HD und der Bresler Junior 541 DK – leider beide ca. 20-30.000 Euro teurer als mein jetziger Nugget.
      Aber mir geht es wie dir, ich frage mich immer, wie ich früher ohne einen Camper leben konnte. Ich möchte auch nie wieder ein anderes Auto haben. Der hat sooo viel Mehrwert gegenüber einem (auch nicht ganz billigen) PKW!!
      Zu deiner Frage: nein, ich habe keine besonderen Vorkehrungen getroffen, außer durchgehend zu heizen. Da ist bis -17,5 Grad (dauerhaft in der Nacht) und -28 Grad (für ein paar Stunden am Tag) nichts eingefroren. Und ja, ich hab die normale R 907 Gasflasche dabei – die hat immer gut funktioniert.
      LG vom Polarkreis (stehe heute Nacht direkt vor dem Arctic Circle Center) 🙂
      Katja

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  2. Martina Hardt sagte:

    Hallo Katja,
    ich habe eben gerade deinen Film mit dem Nugget auf Youtube gesehen und war total begeistert von deinem roten Vorhang für das Cockpit. Hattest du dafür eine Anleitung oder hast du dir das alles selbst überlegt und dann genäht?
    Viele Grüße aus dem regnerischen Hessen
    Martina

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