In diesem Beitrag gebe ich Dir – mal auf eine etwas andere Art und Weise – Wintercamping-Tipps aus meinen mehr als zwei Monaten mit dem Ford Nugget autark im Winter Skandinaviens. Außerdem erfährst Du, welches Unglück meinen Nugget am Ende meiner Reise in Schweden ereilte, und wie die Auszeit doch noch ein gutes Ende nahm.

Autarkes Wintercamping im Nugget – geht das?

Als ich Anfang Oktober aus Deutschland in Richtung Nordkap aufgebrochen bin, wusste ich noch nicht so recht, was mich „da oben“ erwarten würde. Natürlich hatte ich auf viel Schnee, Eis, Kälte und natürlich Polarlichter gehofft. Und tatsächlich sollte ich von allem wirklich mehr als genug bekommen – habe ich doch den Jahrhundert-Winterbeginn in Norwegen erlebt. Seit 97 Jahren gab es in der Region um Tromsö nicht mehr so viel Schnee so früh im Jahr!

Aber über die herrlichen Wintereindrücke und die faszinierenden Polarlichter habe ich Dir ja schon in früheren Blogbeiträgen berichtet – darum soll es heute gar nicht so sehr gehen. Vielmehr möchte ich Dir heute erstmal ein paar Tipps fürs autarke Wintercamping mit einem nicht speziell winterfesten Camper geben. Wie der Nugget sich aber auch ohne beheizte Wassertanks, doppelten Boden, Fußbodenheizung oder spezieller Winterisolierung prima bei knapp -30 Grad gehalten hat, erfährst Du heute mal in einer etwas anderen Form. Ich war nämlich zum Interview eingeladen, beim lieben Kai von „Travel Camping Living“ (hier bei Youtube und hier auf seiner Webseite zu finden), mit dem ich im Sommer schon zwei Mal in der Schweiz und im Elsass unterwegs war. Er hat mich virtuell (per WhatsApp) bei meiner Nordkap-Reise begleitet, und spielte sogar am Ende noch eine (ungeplante) wichtige Rolle bei meiner weiteren Reise. Aber zunächst mal zum ersten Teil des Interviews, bei dem mich Kai zu allerlei Themen rund ums autarke Wintercamping in Norwegen „gelöchert“ hat:

Und wenn Du Antworten zu einem bestimmten Thema suchst, hier noch die Liste aller besprochenen Themen inkl. Zeitmarken im Video:

  • Vorbereitung: 1:30
  • Spike Reifen 2:45; 9:45
  • Route 6:50
  • Spike Reifen, Erfahrung beim Fahren , ab wann darf ich Spike Reifen fahren. 9:00
  • Schneeketten 10:45
  • Freistehen im Winter 11:50
  • Campingplätze 13:00
  • Ver- und Entsorgung 14:37
  • Duschen 16:50
  • Wetter 18:00
  • Scheibenwischer 20:18
  • Temperatur 20:52; 21:40
  • Kondenswasser 25:00
  • Schnee auf dem Dach 28:16
  • Zugluft 29:00
  • Gasversorgung bei Kälte 30:45
  • Dieselheizung 32:35
  • Stromversorgung 34:20
  • Kaffee Live Hack 36:20

Der Nugget streicht die Segel

Aber auch die Polarlicht-Fotografie durfte natürlich nicht zu kurz kommen. Dafür gab es dann noch einen zweiten Teil des Videos, in dem ich auch über ein leider trauriges Ende meiner Winterreise berichte: Einen Tag vor der Fähre in Schweden hat mich leider mein Nugget im Stich gelassen und ist mit Elektronikproblemen liegen geblieben. Das hatte jetzt eher weniger mit der vorangegangenen Winterreise zu tun, sondern wäre vermutlich früher oder später sowieso passiert. Von daher hatte ich eigentlich noch „Glück im Unglück“, dass es genau dort und zu dieser Zeit passiert ist. Aber schau’s Dir am besten selbst an…

Mann oh mann, das hat mich ganz schön getroffen sag ich Dir! Da sind einige Tränen geflossen, als ich meinen Wegbegleiter der letzten 8 Monate da so zurücklassen musste! Aber zum Glück war die schwere Zeit ohne Nugget am 10. Januar 2020 beendet und ich konnte in ein neues Van-Jahr starten. Dieses Mal zwar nur noch als Teilzeit-Camper-Nomade, aber dazu mehr in einem anderen Blog.

Heldenhafte Rettung meiner Silvesterreise

Hier soll es erstmal mit dem Abschluss meiner Auszeit, der geplanten Silvesterreise, weitergehen. Diese drohte ja auf Grund des Ausfalls des Nuggets leider zu platzen, was mich natürlich doppelt traurig machte. Aber dann kam Kai und hatte eine geniale Idee: er könnte doch seinen Händler fragen, ob er nicht kurzfristig helfen kann. Und tatsächlich, das Autohaus Melzer in Jestetten hat es wirklich geschafft, innerhalb von nur einer Woche einen Leih(kasten)wagen zur Verfügung zu stellen, mit dem ich dann doch noch die geplante Italien-Reise machen konnte!

Und wie genau das abgelaufen ist, musste natürlich auch im Video festgehalten werden:

Und auch wenn das alles ohne eigenen Van eine gewisse logistische Herausforderung darstellte, so war die Reise doch ein geniales Erlebnis! Mit bis zu 5 Vans waren wir an der italienischen Küste zwischen Genua und Pisa unterwegs und haben tolle Sonne, atemberaubende Sonnenuntergänge und frostige Nächte erlebt. Definitiv besser als das grau-in-grau in Deutschland! (Für größere Ansicht auf die Miniaturen klicken)

Auch diese Reise wurde natürlich in einer wunderbaren Videodokumentation von Kai festgehalten. Vielleicht ja ein passender „Serienmarathon“ fürs Wochenende für Dich? Mit diesem Video geht’s los… ich stoße dann im nächsten Video zusammen mit meiner lieben Mama dazu:

Kai ist sogar so fleißig und schreibt zu jedem Reisevideo einen Blog -wer also lieber liest, wird auch hier fündig! Ich kann auf jeden Fall nur sagen: Respekt, für diese viele Arbeit – das sieht man wirklich nicht oft!

Pössl Kastenwagen vs. Ford Nugget – wer macht das Rennen bei mir?

Tja, und so ein Fahrzeugausfall hatte dann für mich gleich noch etwas Gutes: ich konnte bei der Gelegenheit mal einen Pössl Kastenwagen im Vergleich zum Nugget testen! Zwar hinkt der Vergleich etwas, da ich den Pössl ja nur geliehen und somit weder nach meinen speziellen Anforderungen ausgestattet noch mit allem möglichen Campingkram bepackt hatte, aber für einen ersten Eindruck reichte es definitiv.

Wenn die Zeit es zulässt, werde ich hier im Blog auch nochmal einen ausführlichen Vergleich veröffentlichen, aber heute zeige ich Dir erstmal – ganz im Zeichen dieses Blogbeitrags – ein Video von Kai, in dem er mich im Rahmen einer kleinen Roomtour zum Pössl befragt hat:

Ein dickes Dankeschön an die Retter in der Not!

Und bei so viel Heldentum darf natürlich auch ein gebührender Dank nicht fehlen. Bei Kai habe ich mich ja schon im zweiten Teil des Wintercamping-Interviews mit einem kleinen „Andenken“ bedankt, aber auch das Autohaus Melzer durfte natürlich nicht fehlen! Was wir uns da überlegt haben, seht ihr in diesem Video, welches Ende Januar entstanden ist. Da hat es mich dann nochmal – dieses Mal mit dem wieder genesenen Nugget – in die Schweiz gezogen.

(ab Minute 9:50 gibt es das Geschenk, wer nicht alles schauen möchte)

 

An dieser Stelle nochmal ein dickes Dankeschön…. 

  • … an das Autohaus Melzer in Jestetten für die tolle Unterstützung! Wer einen Kastenwagen sucht, wird hier definitiv gut beraten! Und sogar Nuggets gibts da!
  • … an Kai von Travel Camping Living für den seelischen Beistand, die viele Arbeit beim Filmen und Schneiden und eine tolle gemeinsame Zeit auf Reisen!
  • … an Tine, die mich vor und nach meiner Panne in Schweden so herzlich in ihrem Haus aufgenommen hat und mir bei jeder Menge nervigem Kram rund um die ungeplante Heimreise zur Seite gestanden hat!
  • … an meine Mama, die mich zeitweise auf meinem Trip im letzten Jahr begleitet hat, mich in zahlreichen Telefonaten gut unterhalten hat und geholfen hat, wo sie nur konnte!
  • … an Frank, meinen Lebensgefährten, der zwar leider nicht mitreisen konnte, mich aber von zu Hause aus prima unterstützt hat und den Nugget mit diversen kleinen Umbauten noch toller gemacht hat!
  • … und natürlich alle treuen Follower, die mich auf meiner Webseite, bei Facebook oder bei Instagram bei meiner Reise begleitet haben!

 

Alles in allem war es ein wunderbares Jahr, welches ich wohl nie vergessen werde! Besonders die 9 Wochen im skandinavischen Winter würde ich sogar als die Reise meines Lebens bezeichnen! Dort war ich sicher nicht zum letzten Mal!!!

2 Kommentare
  1. Peter sagte:

    Hallo Katja, klasse Beitrag. Bin durch Zufall auf die Videos gestoßen. Der Kai ist schon eine Nummer, bei solchen Videos braucht man kein TV mehr. Super Unterhaltung kann ich nur sagen, und da kommt Fernweh auf. Daumen hoch und macht weiter so.
    Gruß Peter

    Antworten
    • Katja Seidel sagte:

      Hallo Peter,
      oh, das freut mich sehr zu hören. Dabei bin ich ja eigentlich gar nicht so gern vor der Kamera 🙂 Umso schöner zu hören, dass es scheinbar vielen gefällt wenn ich mir die Klicks und Kommentare auf Youtube so anschaue!
      LG, Katja

      Antworten

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