Komet C/2022 E3 (ZTF) – Lohnt er sich?

Es ist mal wieder soweit – ein Komet erfreut uns am Nachthimmel! Er wird wohl bei Weitem nicht an Neowise in 2020 herankommen, aber immerhin steht er aktuell in der zweiten Nachthälfte hoch am Himmel und lässt sich auch schon mit vergleichsweise einfachen Mitteln fotografieren. Ich bin letzte Nacht mal losgezogen und habe versucht, ihn einzufangen. Was dabei herausgekommen ist, was alles schief gegangen ist und was Du bei Deinen eigenen Versuchen beachten solltest, erfährst Du in diesem Blog.

Ob ich ihn wohl finde? Mein erster Versuch am 19.01.2023

Das neue Jahr hat für Astrofotografen gleich ein besonderes Schmankerl zu bieten: der Komet C/2022 E3 (ZTF) gibt uns die Ehre. Bereits am 2. März 2022 wurde er mit der Zwicky Transient Facility (ZTF) am Palomar-Observatorium in den USA entdeckt – daher auch sein Name. Damals hatte er noch eine scheinbare Helligkeit von 17 mag. Jetzt, Mitte Januar 2023 ist er schon wesentlich heller, wenn auch noch nicht mit dem bloßen Auge sichtbar. Nachdem endlich sowohl das Wetter, der Mond und auch mein Terminkalender mitgespielt haben, machte ich mich gestern Nacht auf den Weg, um das Kerlchen quasi „vor der Haustür“ einzufangen. Vorher schaute ich mir natürlich an, wann die besten Bedingungen herrschen würden. Dazu nutzte ich die Sternen-App „SkyGuide“ (iOS, Alternative für iOS und Android: „Stellarium Mobile“) und suchte dort nach dem Kometen. In der App stellte ich meinen aktuellen Standort und das aktuelle Datum ein und konnte wunderbar sehen, wie er seine Position im Laufe der Nacht verändert. Dunkel wäre es zur Zeit ja bereits ab 18:40 Uhr, und auch der Mond würde erst nach dem Beginn der Morgendämmerung aufgehen. Problem war nur, dass der Komet zu Beginn der Nacht noch nicht einmal 10 Grad über dem Nordhorizont stehen würde, was es in Verbindung mit der Lichtverschmutzung nahezu unmöglich machen würde, ihn vernünftig abzulichten. Und auch um Mitternacht hatte er es erst bis auf 20 Grad in Richtung Nordosten über den Horizont geschafft. An meinem Standort, direkt südwestlich von Wolfsburg, war dies auch noch alles andere als optimal.

In der Sternen-App SkyGuide konnte ich die Höhe und Richtung des Kometen am Nachthimmel einfach herausfinden. Um 4 Uhr würde er mit über 50 Grad schon vergleichsweise hoch am Himmel stehen!

Ab 2 Uhr wurde es dann langsam interessanter. Dann würde er schon fast 35 Grad hoch am Nachthimmel stehen und dürfte mit seiner aktuellen scheinbaren Helligkeit von 6,1 mag auch schon deutlich fotografisch sichtbar sein – trotz meines recht lichtverschmutzten Vorstadthimmels. Gespannt war ich, ob ich ihn wohl auch mit bloßem Auge schon erkennen würde. Die Wetterprognose sah hinsichtlich Bewölkung, Temperaturen und Wind jedenfalls gut aus in der Nacht.

Mein Equipment zur Kometenfotografie

Dick eingepackt machte ich mich daher kurz vor 2 Uhr auf den Weg in Richtung Feld. Im Gepäck hatte ich eine Reisemontierung (den iOptron SkyTracker Pro), die Canon 6D als Vollformatkamera, die Canon 70D als APS-C Kamera sowie ein 100 mm und ein 200 mm Teleobjektiv, jeweils mit Offenblende f/2.8. Und natürlich einen Fernauslöser für die Langzeitbelichtungen. Und hier lag leider mein Fehler – ich hatte nur EINEN Fernauslöser dabei. Da beide Kameras jedoch einen unterschiedlichen Anschluss dafür haben, passte mein Auslöser auch nur an eine der Kameras. Aber das fiel mir natürlich erst auf, als ich schon am Fotospot war. Na gut, was solls. Dann musste es halt so irgendwie gehen.

Als erstes versuchte ich mit Hilfe der SkyGuide App erst einmal die ungefähre Position des Kometen am Himmel herauszubekommen. Auch hierfür sind solche Apps ideal geeignet – einfach den Kometen ins Suchfeld eingeben, das Smartphone in den Himmel gehalten und die App führt einen quasi „idiotensicher“ per Pfeil zur richtigen Stelle am Himmel.

Die Apps sind nicht nur für die Planung zu Hause praktisch, sondern auch draußen am Fotospot. In den Himmel gehalten zeigen Sie dank der Smartphone-Sensoren die Position des Kometen am Nachthimmel an.

Ok, die ungefähre Position kannte ich nun. Mit (meinem nicht besonders guten) bloßem Auge war erwartungsgemäß leider nichts zu sehen, aber dafür hatte ich ja die Kamera dabei. Im nächsten Schritt baute ich daher mein Stativ auf, schraubte die Reisemontierung darauf, setzte darauf wiederum den Kugelkopf und machte mich nun erst einmal ans Einnorden. Dank eines Leuchtpunktsuchers (mehr dazu demnächst hier im Blog) dauerte dieses Prozedere nur wenige Sekunden, so dass ich als nächstes die Kamera auf diesen Aufbau setzen konnte.

Die ersten Versuche

Nun hieß es, den Kometen am Himmel zu finden. Viele Orientierungspunkte in der Nähe gab es leider nicht. Daher entschied ich mich, erst einmal mit einer „kleineren“ Brennweite zu beginnen. Mit 100 mm an meiner Vollformatkamera zielte ich – wieder mit Hilfe des Leuchtpunktsuchers, diesmal auf der Kamera – auf einen Himmelsbereich links neben dem Sternbild Bärenhüter. Danach noch schnell scharf gestellt, die Aufnahmeparameter für ein Testbild auf 30 Sekunden, f/2.8 und ISO 3200 gestellt. Und tatsächlich, gleich der erste „Schuss“ um kurz nach 2 Uhr saß. Ich konnte einen kleinen grünen Punkt auf dem Bild erkennen, sogar relativ mittig.

Winzig, aber deutlich zu erkennen war der Komet mit 100 mm an einer Vollformatkamera. Dieses nahezu unbearbeitete Einzelbild zeigt die Abbildung bei dieser Brennweite.

Gut, diese Brennweite sorgte offenbar noch nicht für spektakuläre Aufnahmen, wie es damals bei Neowise der Fall war. Aber die wichtigsten Schritte waren schon getan – die erfolgreiche Einnordnung und die richtige Kameraausrichtung. Nun musste ich nur noch das Objektiv und später vielleicht die Kamera tauschen und weitere Versuche starten.

Mit 200 mm an der Vollformatkamera sah es dann schon besser aus. Ich konnte sogar schon den Schweif recht deutlich sehen.

Schon besser – bei 200 mm an einer Vollformatkamera lässt sich schon mehr erkennen, sogar schon ein schwacher Schweif. Dieses (nahezu unbearbeitete) Einzelbild entstand bei f/2.8, 45 s und ISO 1600.

Ein paar Aufnahmen machte ich auf diese Weise, um sie später zu stacken. Aber nun hatte ich Blut geleckt und wollte mehr. Also musste nun die Canon 70D her, die ich mit dem 200 mm Objektiv bestückt und nun statt der 6D auf die Nachführung gesetzt habe. Hier kam dann mein Missgeschick zum Tragen, dass ich den Fernauslöser für diese Kamera vergessen hatte. So konnte ich lediglich mit der kamerainternen maximalen Belichtungszeit von 30 s und dem 2-Sekunden-Selbstauslöser arbeiten. Fein säuberlich jede Aufnahme per Hand ausgelöst. Manchmal kann Vergesslichkeit ganz schön nerven…

Aber die Ergebnisse überzeugten mich durchaus. Der Kometenkopf war schon vergleichsweise groß und deutlich zu sehen und auch der Schweif ließ erahnen, wie es nach dem Stacking und der Bearbeitung aussehen könnte. Hier einmal der Gesamtvergleich der 3 Versuche:

Vergleich verschiedener Brennweiten und Sensorgrößen.

 

Mein überschaubares Setup für die Nacht.

Durch meine Experimente war nun schon mehr als eine Stunde vergangen. Daher entschied ich mich, nun mehrere Aufnahmen mit den 200 mm Brennweite an der APS-C Kamera zu machen, um diese später zu stacken. Ich fotografierte zwar mit Offenblende, musste mit der ISO jedoch durch meine 30-Sekunden-Beschränkung recht weit nach oben gehen. So machte ich einige Aufnahmen mit ISO 2000 und 2500.

Nächtlicher Überfall?

Gegen die Langeweile hörte ich auf einem Ohr einen True-Crime-Podcast. Eigentlich liebe ich diese Geschichten, aber Nachts halb vier auf dem Feld ist das vielleicht nicht die allerbeste Idee. Irgendwann sah ich nämlich von hinten ein kleines rotes Licht den Weg entlang auf mich zukommen. Was mochte das sein? Nun, da es wohl kaum ein Bär mit Rotlicht-Stirnlampe sein konnte, ließ ich das Licht mal entspannt auf mich zukommen. Irgendwann merkte ich dann, dass es von einer Zigarette kam, deren Besitzer hier tatsächlich bei -3 Grad um 3:30 Uhr mit dem Hund Gassi ging. Verrückt… Dachte er sich vermutlich auch, als er an mir und der Kamera vorbeilief…

Nun gut, hatte ich das also auch überlebt. Danach ließ ich dann lieber heitere Musik in mein Ohr schallen und tanzte mich während der jeweils 30 Sekunden Aufnahmezeit immer ein bisschen warm. Zwischendurch musste ich ja immer brav den Auslöser drücken. Ich kam mir fast vor wie bei „Lost“ – musste da nicht auch immer jemand einen Knopf drücken?

68 Bilder sind auf diese Weise entstanden. Nach Adam Riese stand ich Depp also wirklich mehr als eine halbe Stunde da auf dem dunklen Feldweg und habe alle 30 Sekunden den Auslöser betätigt. Aber was tut man nicht alles für ein schönes Bild. Irgendwann neigte sich dann aber mein Kameraakku und auch meine Motivation dem Ende zu, so dass ich kurz nach 4 Uhr entschied, zusammenzupacken und mich auf den Heimweg zu machen.

Das Ergebnis – schon ganz ordentlich

Nach ein paar Stunden Schlaf machte ich mich dann gespannt an die Bearbeitung der Bilder. Ich stackte verschiedene Bilderserien der Nacht und bearbeitete die Ergebnisse anschließend in Photoshop. Dabei nutzte ich wie so oft die Astronomy Tools, die nicht nur bei Deep-Sky-Objekten einen guten Job machen, sondern auch den Kometenschweif ganz ordentlich herausarbeiten konnten.

Mein Ergebnis der Nacht vom 18./19.01.2023 – als der Komet C/2022 E3 (ZTF) eine scheinbare Helligkeit von 6,1 mag und eine Höhe von ca. 50 Grad über dem Horizont hatte. Das (beschnittene) Bild entstand mit der Canon 70D aus 48 Aufnahmen à 30 s bei 200 mm, f/2.8 und ISO 2000 – 2500.

Gestackt habe ich die 48 Bilder, die ich schlussendlich aus meinen Versuchen mit der Canon 70D und dem 200 mm Objektiv verwendet habe, mit dem Sequator. Auch ohne speziellen Kometenmodus kam er halbwegs gut mit dem Kometenkern klar, was bei mehr Bildern aber vermutlich schon anders aussieht.

Kometenfotografie auch ohne Nachführung möglich?

Immer wieder werde ich gefragt, ob Deep-Sky- oder in diesem Fall Kometenfotografie denn auch ohne eine Nachführung möglich wären. Nun, im Fall von Neowise war dies tatsächlich möglich – er war so hell, dass er schon bei wenigen Sekunden Belichtungszeit deutlich sichtbar war. Mehr zu diesem tollen Kometen und meiner tollen Nacht zusammen mit den Leuchtenden Nachtwolken findest Du übrigens hier im Blog.

Neowise war wohl eine Ausnahme – er war selbst bei Mondlicht und kurzer Belichtungszeit noch deutlich sichtbar.

Bei C/2022 E3 sieht es leider etwas anders aus. Trotzdem wagte ich zwischendurch mal einen Versuch. 2,5 Sekunden konnte ich ohne Nachführung bei 200 mm an der Vollformatkamera belichten, bevor die Sterne anfingen eirig zu werden. Trotz offener Blende von f/2,8 musste ich den ISO-Wert auf ganze 12.800 hochsetzen, um halbwegs etwas auf dem Bild erkennen zu können. Das Ergebnis kann natürlich erwartungsgemäß nicht mit den längeren Belichtungszeiten mithalten, aber immerhin ist der Kometenkopf und sogar ein leichter Schweif erkennbar:

Auch ohne Nachführung und mit nur 2,5 Sekunden Belichtungszeit ist er zu erkennen.

Der direkte Vergleich (in der 100% Ansicht) mit einem nachgeführten Foto mit gleichem Equipment zeigt dann aber doch recht deutlich, dass das Rauschen wesentlich höher ist und sehr viel weniger Bildinformationen vorhanden sind:

Vergleich einer nachgeführten Aufnahme (rechts) und einer nicht-nachgeführten Aufnahme (links) des Kometen

Wie lang kannst Du noch auf die Jagd nach C/2022 E3 gehen?

Nun ist das Wetter ja momentan nicht gerade gnädig mit uns Kometenjägern. Allzu viel Zeit bleibt aber leider auch nicht mehr. Am 1. Februar wird C/2022 E3 seine größte Erdnähe erreichen. Es wird sogar erwartet, dass er dann eine scheinbare Helligkeit von 5,5 mag – manche prognostizieren sogar einen Wert von unter 5 mag – erreicht, was in dunklen Regionen schon für eine Sichtbarkeit mit bloßem Auge reichen könnte. Leider gibt es wie so oft allerdings einen Haken: den Mond. Dieser geht nun jeden Tag etwas später unter. Nach dem Neumond am 21. Januar gibt es zwar noch einige Nächte, an denen er die Kometenjagd nicht stört, aber in der Nacht vom 28. zum 29.01. geht er erst kurz vor 2 Uhr unter (+/-, je nach Standort). In der Nacht darauf dann erst 3:15 Uhr und in der letzten Nacht im Januar vom 30. zum 31.01. sogar erst um 4:30 Uhr. Sollte sich in einer dieser letzten Januarnächte also eine Wolkenlücke auftun, wäre dann vermutlich der beste Zeitpunkt, sein Glück mit dem Kometen zu versuchen. Er steht dann ähnlich wie jetzt mehr als 50 Grad hoch am Himmel, in nördlicher Richtung.

Am Morgen des 1. Februar geht der zunehmende Mond (82%) erst kurz vor Beginn der Dämmerung unter, was die Sichtbarkeit des Kometen schon deutlich einschränken dürfte. Interessant könnte es dann wieder ab dem 9. Februar werden, wenn C/2022 E3 (hoffentlich) noch eine gute Helligkeit von 5,7 mag hat und schon nach Ende der Abenddämmerung hoch am Nachthimmel steht. Dann ist er auch in einer interessanten Region am Himmel unterwegs – und zieht am Abend des 11.02. sogar sehr nah am Mars vorbei. Die erwartete scheinbare Helligkeit dürfte dann in etwa der Jetzigen (6 mag) entsprechen.

Wenn der Mond ab 9. Februar nicht mehr am Abendhimmel stört, kann es nochmal interessant werden.

Drücken wir also die Daumen, dass die nächsten Tage und Wochen noch ein paar klare Nächte für uns bereithalten. Sollte ich noch einmal Glück haben, werde ich es hier im Blog ergänzen.

 

Wie ist es bei Dir? Hattest du schon Glück oder planst Du noch auf die Jagd zu gehen? Berichte doch gern mal von Deinen Erlebnissen in den Kommentaren!

9 Kommentare
  1. Daniela sagte:

    Wieder einmal vielen lieben Dank fürs teilen und diese ausführliche, ehrliche und lustige (no crime time) Beschreibung.
    Derzeit wird uns wohl allen das Wetter hier einen Strich durch die Fotografie machen.

    Antworten
    • Katja Seidel sagte:

      Hallo Daniela,
      ja, hier in Niedersachsen hatten wir offenbar echt Glück mit dem Wetter. Das ändert sich jetzt aber glaub ich auch erstmal… Aber man weiß ja nie. Ich geb die Hoffnung noch nicht auf.
      LG, Katja

      Antworten
  2. Timo sagte:

    Hallo .. danke für den tollen Bericht. Hast du direkt die RAW-Dateien in Sequator importiert?? Oder war dein „Ablauf“ vor dem Stacking??

    Danke und ein schönes WE ..

    Timo

    PS: freue mich schon auf die Neuauflage deines Buches

    Antworten
    • Katja Seidel sagte:

      Hallo Timo,
      vielen Dank, das freut mich! In meinem Fall habe ich die RAW-Dateien vorher leicht bearbeitet (Weißabgleich, Vignettierung und Farbsäume entfernt) und die exportierten TIFFs gestackt. Wollte hier u.a. zeigen, was mit einfachen Mitteln (nur Lightframes, vergleichsweise kurze BLZ der Einzelbilder, nur 24 Minuten Gesamtbelichtungszeit, einfache Bearbeitung) schon alles geht.

      LG und auch dir ein schönes WE!
      Katja

      Antworten
  3. Gerhard sagte:

    Hallo Katja,
    Erstmal, Danke für den schönen Beitrag und die tollen Bilder.
    Ich habe vor Tagen (so um den 13. Januar herum) schon mal versucht den Kometen aufzuspüren (1200 mm Objektiv an Vollformat), habe es letztlich auch hinbekommen, den Kometen als kleinen blassen bläulichgrünen Punkt auf das Bild zu bekommen, aber leider damals eben nur ein Punkt. Seither warte ich natürlich auf bessere Gelegenheit, Das Wetter meint es leider derzeit hier nicht so gut mit Astrofotografen.
    Clear Skies
    Gerhard

    Antworten
  4. Rainer Kirmse sagte:

    Seit Menschen sind auf der Welt,
    geht ihr Blick zum Himmelszelt.
    Von der Sterndeuter Fantasie
    zur Wissenschaft Astronomie.

    Drei kleine Gedichte über Kometen,
    ihre kosmische Bedeutung und die
    Faszination des Nachthimmels.

    DIE KOMETEN

    Des Sonnensystems Wiege entsprungen;
    uralte kosmische Vagabunden,
    himmlische Objekte aus Eis und Staub,
    die unser Zentralgestirn umrunden.

    Oortsche Wolke, Kuipergürtel ade!
    Weit draußen beginnt ihre Reise.
    Äußere Planetenbahnen passiert,
    halten sie Einzug in uns’re Kreise.

    Die bied’re Gestalt der kalten Gesellen
    belebt die Sonne mit Schweifespracht.
    Seit jeher von den Menschen bewundert,
    verzaubert das Himmelsspiel die Nacht.

    Sie galten als Sendboten des Schicksals,
    Glück verheißend oder Unheil im Sog.
    Das leuchtende Zeichen am Firmament
    zu manch fataler Entscheidung bewog.

    Sie haben viel Schaden angerichtet,
    ganze Arten wurden vernichtet.
    Sie brachten wohl einst Wasser hierher,
    vielleicht auch Lebenskeime und mehr.

    LEBEN IM WELTALL

    Sind wir im Universum allein,
    ist weit draußen nur totes Gestein?
    Zahllose Sterne am Himmel steh’n,
    zahllose Planeten daneben.
    Sollte man nirgendwo Leben seh’n,
    zu höchster Komplexität streben?
    Von Mikroben könnte es wimmeln
    unter herrlichen Exo-Himmeln.

    Sterne entstehen und vergehen,
    das ist im All Normalgeschehen.
    Wir alle kommen von den Sternen,
    wo die Elemente geboren.
    Kein Atom in des Kosmos Fernen
    geht im großen Zyklus verloren.
    So werden in allen Galaxien
    Lebenskeime ihre Kreise zieh’n.

    ASTRO-FREUNDE

    Sie blicken zu Mond und Sternen,
    sind den Planeten auf der Spur;
    reisen zu des Weltalls Fernen,
    wenn auch mit Teleskopen nur.

    Unterwegs in finsterer Nacht,
    im Banne der himmlischen Pracht;
    Licht aus, Sterne an, klare Sicht –
    viel mehr brauchen sie dazu nicht.

    Rainer Kirmse , Altenburg

    Herzliche Grüße aus Thüringen

    Antworten
  5. Catharina sagte:

    Liebe Katja, herzlichen Dank für den informativen und spannenden Bericht. Ich finde das Ergebnis SEHR beeindruckend! Herzliche Grüße Catharina

    Antworten
  6. Stebo sagte:

    Hallo Katja,

    mal wieder wirklich tolle Bilder! Ich drücke die Daumen das es mit ein paar weiteren guten Bilden im Februar klappt! Und ja, Du hast Recht, bei LOST musste immer jemand auf den Knopf drücken. Das waren da aber (*Nerdmodus an*) alle 108 Minuten (*Nerdmodus aus*). Bis dahin wäre der Komet schon wieder futsch aus Deinem Blickfeld. 😜

    Ich bin übrigens im März/April 2023 in Idaho/USA. Und dort in der Nähe (relativ; ca. 150 Meilen weg) unseres Wohnortes gibt es den Dark Sky Reserve Idaho (https://idahodarksky.org). Meine Fotoausrüstung habe ich dabei; mal sehen, vielleicht kommen wir dort ja mal vorbei.

    Liebe Grüße

    Stebo!

    Antworten
  7. Norbert sagte:

    Hallo Katja, vielen Dank für deinen Bericht.
    Du hast darin alle meine Fragen zum fotografieren von C/2022 beantwortet.
    Letzten Sonntag konnte ich ihn bei leider sehr starkem Wind fotografieren. Eigentlich bin ich zufrieden mit den Aufnahmen ( 200mm F4,15 Sekunden ), nur ist der Schweif auch nach stacken von 40 Bildern nicht zu sehen.
    Hättest du einen Tipp wie ich den besser sichtbar bekomme, Lightroom und Photoshop sind vorhanden.
    LG. Norbert

    Antworten

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