„Eine neue Kältewelle rollt auf uns zu“… so oder so ähnlich klingen wieder mal viele Meldungen in der Presse. Im letzten Jahr wurde es mit unter -20 °C tatsächlich empfindlich kalt. Aber mal unabhängig davon, ob wir 2019 noch einmal einen solch strengen Frost erleben werden, möchte ich Dir heute einfach mal ein paar Tipps geben, wie ich mich und mein Equipment vor der Kälte schütze. Denn schließlich kann eine lange Fotonacht auch bei wenigen Minusgraden schon sehr ungemütlich werden.

Dieses Bild habe ich im Ende Februar 2018 bei mehr als -20 Grad in den Dolomiten aufgenommen

Hinweis vorweg: In diesem Blogbeitrag gebe ich Dir konkrete Empfehlungen für Produkte, die ich selbst verwende. Viele der Links sind daher sog. Affiliate Links (mit * gekennzeichnet) – dies kostet Dich keinen Cent mehr, aber Du unterstützt mich und den Blog, wenn Du über diese Links einkaufst! Die Links verweisen manchmal auf Damen-Modelle, manchmal auf Herren-Modelle – meist wird das jeweils andere aber bei Amazon mit verlinkt. Alle genannten Produkte habe ich selbst gekauft und werde in keinster Weise gesponsort oder für meine Aussagen bezahlt. Wenn ich Dir etwas empfehle, dann aus Überzeugung! Dabei sei jedoch auch gesagt, dass ich keineswegs Experte für dieses Thema bin – es geht mir lediglich darum, meine Erfahrungen als „Otto-Normal-Fotograf“ weiterzugeben.

Kleidung

Das erste, was einem vermutlich bei einer winterlichen Fototour in den Kopf kommt, ist warme Kleidung. Denn wie Mutti früher schon immer sagte „Kind, zieh dich bloß warm an!“ 😉 Aber die richtige Kleidung ist natürlich auch das A und O, wenn man sich über mehrere Stunden in der Kälte aufhält.

Quelle: www.odlo.com

Für Viele ist dies sicher nicht neu, aber eine für mich wesentliche Erkenntnis meiner nächtlichen Fototouren in den letzten Jahren war, dass es gravierend unterschiedliche Anforderungen an die Kleidung gibt, je nachdem, ob man sich bewegt (z.B. wandert) oder still an einem Fotospot steht. Selbst ich als ausgesprochene Frostbeule war bei Minusgraden teilweise ohne eine dicke Jacke und Handschuhe unterwegs, wenn ich im Harz oder den Alpen gewandert bin. Ich bin sogar vor „Hitze“ fast mal umgekippt, als ich den Abstieg vom Berg morgens um 5 Uhr bei ca. 0 Grad in den warmen Klamotten der Nacht gemacht habe!

Das wichtigste Prinzip bei der Wahl der Kleidung ist daher aus meiner Sicht das Zwiebelprinzip – um flexibel die eine oder andere Schicht an- oder ausziehen zu können. Konkret verwende ich:

 

 

Oberkörper

  • Die unterste Schicht bildet bei mir immer ein atmungsaktives Thermounterhemd. Ich verwende hier sehr gern die Hemden von Odlo*, da sie innen angenehm kuschelig sind und schön warm halten. Die Hemden der Klasse „WARM“ (siehe Grafik oben) haben sich dabei für mich als flexibelste herausgestellt, da sie einen sehr breiten Temperaturbereich beim „Rumstehen“ haben (von ca. +15°C bis -10°C) und bei Bewegung durchaus auch bis -20°C taugen. Es gibt sie sogar mit einer integrierten Sturmhaube*, was ich persönlich im Winter gern nutze – so zieht es von unten nicht in die darüber gezogene Mütze hinein und beim Wandern reicht meist diese Unterhemdkapuze ohne Mütze schon aus.
  • Darüber verwende ich sehr gern eine Fleece-Jacke oder einen Fleece-Pullover. Das ist schön warm und leicht – und eignet sich auch prima für drinnen! Solche Jacken gibt es ja nahezu von jedem Hersteller, daher möchte ich hier gar keine konkreten Empfehlungen abgeben. Kürzlich habe ich jedoch bei Decathlon einen sehr schönen, dünnen und vor allem günstigen Fleecepullover gefunden, der mich bisher wirklich begeistert hat!
  • Vor der Jackenschicht kommt bei mir meist noch eine Weste aus Daunen oder einer künstlichen Wattierung. Die hält den Oberkörper schön warm, ohne die Bewegungsfreiheit an den Armen einzuschränken. Beim Wandern bei Minusgraden reicht (bei schwachem Wind) meist auch diese Kombination aus Unterhemd, Fleece-Jacke und Weste schon aus. Daunenwesten sind meist etwas dicker und damit auch wärmer, daher greife ich häufig auch zu sog. Ventloft® Westen von Schöffel*, welche sehr schön leicht, dünn aber dennoch warm und meist auch ausreichend windabweisend sind. Zudem lassen sie sich sehr stark komprimieren und nehmen somit wenig Platz im Gepäck ein.
  • Eine Jacke als oberste Schicht sollte genügend Platz für die eventuell notwendigen Schichten darunter bieten, aber dennoch ausreichend eng anliegen, um den Körper warm zu halten. Auch hier mag ich Daunenjacken sehr gern, allerdings sind diese nicht wasserdicht. Nun geht man als Astrofotograf zwar selten im Regen los, aber überraschen kann es einen auf der Tour ja trotzdem. Mir war es daher wichtig, eine wasserdichte Jacke mit Kapuze zu finden, die trotzdem noch ausreichend atmungsaktiv ist. Gefunden habe ich diese in der wind- und wasserdichten Roga Jacket von Vaude*. Sie sieht zwar nicht so superwarm aus, hat mir aber bisher bei Temperaturen bis -25°C immer gute Dienste geleistet. Auch die Kapuze hält bei Regen und Wind wunderbar dicht, ohne den Blick zu versperren. Beim Wandern wird sie allerdings schnell zu warm.

In Norwegen haben mich die hier beschriebenen Klamotten super warm gehalten – allerdings war es dort gar nicht so kalt wie man vielleicht denken mag

Unterkörper

Ich weiß nicht ob das ein spezielles Frauenproblem ist, aber ich friere extrem schnell an den Oberschenkeln! Daher habe ich lang nach einer passenden Hose suchen müssen, die auch wirklich warm hält. Ausprobiert habe ich sowohl div. Winter-Wanderhosen als auch Ski-/Snowboardhosen, aber so richtig überzeugen konnte mich keine. Bis ich die 3-in-1 Softshellhose Activate von Jack Wolfskin* gefunden habe. Diese hat eine herausnehmbare gefütterte Innenhose, die nicht nur extrem praktisch ist, sondern auch wirklich unglaublich warm hält! Meist ziehe ich die Innenhose erst an wenn ich am Fotospot angekommen bin, um beim Wandern keinen Hitzestau zu bekommen. Aber diese Hose hat schon in vielen Nächten buchstäblich „den Arsch gerettet“, da sie auch Wind wunderbar draußen hält und auch ein paar Tropfen Regen ihr nicht so viel anhaben können. Lange Unterhosen hingegen habe ich meist für den Notfall dabei (sehr dünne), brauche sie aber so gut wie nie anziehen.

Extremitäten

Kalte Hände, Füsse oder Ohren können die Lust am Fotografieren nach meiner Erfahrung stark beeinträchtigen. Daher solltest Du auch hier entsprechend gerüstet sein:

  • Den Kopf warm zu halten ist sicherlich noch am Einfachsten. Hier nutze ich neben den schon erwähnten Unterhemden mit integrierter Sturmhaube fast immer einen Buff Polar Schlauchschal*. Die warme und weiche Fleece-Seite kann man wunderbar über Mund, Kinn und Ohren ziehen, so dass hier nichts mehr zieht am Hals.
  • Eine warme Mütze hat sicherlich jeder – ich kann aber nur raten, auch eine dünnere Mütze mitzunehmen, die man beim Wandern oder nur geringen Minusgraden anziehen kann. Mir wird’s schnell zu warm unter einer warmen Pudelmütze!
  • Handschuhe sind da schon etwas schwieriger, insbesondere für Fotografen. Natürlich gibt es extrem warme Handschuhe, aber diese sind meist auch so dick, dass sich damit die Kamera nicht mehr bedienen lässt. Ich habe auch schon viele Handschuhe speziell für Fotografen ausprobiert, ziehe aber in 95% der Fälle meine alten winddichten Rad-Handschuhe mit abklappbaren Fäustlingen an. Leider scheint es dieses Modell nicht mehr zu geben, so dass ich hier lieber kein konkretes Modell empfehlen möchte, ohne es selbst getestet zu haben. Ich habe nur bei meinen diversen Tests festgestellt, dass ein fester Daumen mir deutlich besser gefällt als ein abklappbarer, wie er bei vielen Fotografen-Handschuhen vorhanden ist. Solange dieser gut sitzt kann man damit immer noch gut die Knöpfe der Kamera bedienen. Aber das ist sicherlich Geschmacksache.
  • Bei den Schuhen scheiden sich die Geister… einerseits sollen sie die Füße beim Stehen warm halten, andererseits sollen diese beim Wandern darin aber auch nicht kochen. Ich habe alle Versuche mit extrem dicken und warmen Winterstiefeln daher irgendwann aufgegeben, da die Füße gefühlt in allen Schuhen nach einigen Stunden Rumstehen kalt wurden. Ein Freund von mir hat sich sogar mal spezielle Stiefel für die Arbeit in Kühlhäusern gekauft, und trotzdem kalte Füße bekommen. Der beste Kompromiss für mich ist daher der wasserdichte und ausreichend warme Salomon Shelter CS Trekkingschuh*, der zwar nicht für hochalpine Wanderungen geeignet ist, mich aber schon viele Jahre auf meinen Winterwanderungen im Harz und in den Alpen begleitet. In Bewegung werden die Füße schnell warm darin und beim Stehen lässt es sich auch ein paar Stunden gut aushalten – notfalls laufe ich ein wenig herum um die Füße wieder besser zu durchbluten. Von beheizten Sohlen o.ä. halte ich ehrlich gesagt nicht so viel. Wichtiger finde ich es, die Füße vor dem Schlafengehen warm zu bekommen, denn zumindest ich kann mit kalten Füße definitiv nicht einschlafen. Aber dazu gleich mehr…
  • Wer viel im Schnee unterwegs ist, sollte sich zusätzlich auch noch wasserdichte Gamaschen* einpacken – das verhindert nasse Socken!
  • Ein Hinweis noch für alle Winterwanderer: Es empfiehlt sich auch, einfache Steigeisen zum Überziehen über die Schuhe dabei zu haben, falls es mal eine längere vereiste Passage gibt. Ich nutze diese einfachen Spikes zum schnellen Überziehen* über die Schuhe, da dauert keine 30 Sekunden.

Equipment

Mit meinen Kameras hatte ich bisher glücklicherweise noch keine wirklichen Probleme in der Kälte. Klar, die Akkus machen etwas schneller schlapp als normal, aber mit ausreichend Ersatzakkus, die man nah am Körper trägt um sie warm zu halten, war dies nie ein echtes Problem.

Kritischer wurde es da schon mit Powerbanks und meinem Smartphone. Beide enthalten in der Regel recht kälteempfindliche Lithium-Ionen-Akkus, die bei Temperaturen unter 0 Grad nicht mehr wirklich gut funktionieren bzw. im schlimmsten Fall sogar Schaden nehmen können. Einige Smartphone-Hersteller haben daher einen eingebauten Schutz, der das Telefon bei entsprechender Kälte einfach ausschaltet. Das ist zwar ärgerlich, aber immer noch besser, als ein kaputtes Smartphone zu riskieren – zumal solche Kälteschäden außerhalb der angegebenen Temperaturbereiche auch meist von der Herstellergarantie nicht abgedeckt sind. Wer also unbedingt sein Smartphone oder die Powerbank bei Minusgraden braucht, sollte versuchen die Geräte zu wärmen, z.B. mit angeklebten Taschenwärmern* o.ä. Diese kann man notfalls (falls gerade keine Heizmanschette verfügbar ist) auch als Objektivheizung gegen Tau nutzen.

Tau auf dem Objektiv hat übrigens nichts mit der Kälte zu tun, sondern mit dem sog. Taupunkt. Unterschreitet die Außentemperatur diesen Taupunkt, setzt sich Tau auf allen Objekten ab, welche ebenfalls diese Außentemperatur haben – wie z.B. der Frontlinse des Objektivs. Indem man diesen Bereich wenige Grad erwärmt, setzt sich dort kein Tau mehr ab. Ich nutze dazu diese USB-Heizmanschette*, oder im Notfall wie gesagt einen Handwärmer, den ich mit Klebeband unten am Objektiv befestige.

In dieser Nacht war ich sehr froh, dass ich mich nach dem Fotografieren bei mehr als -5°C und eisigem Wind im warmen Camper aufwärmen konnte! Wie genau, siehst Du im nächsten Abschnitt…

Sonstiges

Neben warmer Kleidung gibt es noch weitere kleine „Helferlein“, um sich während oder nach dem Fotografieren aufzuwärmen:

  • Warmer Tee (oder Kaffee) hält nicht nur wach in der Nacht, sondern wärmt den Körper auch gut von innen. Auch hier habe ich mittlerweile diverse Thermosflaschen getestet und nutze am liebsten die 0,5 L Camelbak Forge* wenn ich unterwegs bin. Durch die praktische Einhand-Bedienung muss nicht erst umständlich der Deckel abgeschraubt werden und der Tee / Kaffee in einen separaten Becher gefüllt werden. Heiße Flüssigkeiten bleiben hier wunderbar für mehrere Stunden heiß. Zu Hause oder im Camper nutze ich dagegen auch gern mal die etwas größere 750 ml Chilly’s Bottle*, von denen es mittlerweile diverse (günstigere) Nachbauten gibt. Tee bleibt hierin gefühlt ewig heiß – zum Trinken solltest Du aber einen separaten Becher o.ä. nutzen. Neben normalem Tee kannst Du Dir auch einfach etwas frischen Ingwer schälen, in Scheiben schneiden und mit heißem Wasser übergießen. Nach 10 Minuten hast Du einen wunderbar gesunden Warmmacher!
  • Auch Suppe wärmt wunderbar durch. Wenn Du diese nicht erst zu Hause (oder im Camper) genießen willst, kannst ich den Thermobehälter von The Friedly Swede* nur wärmstens empfehlen. Dieser bietet 500 ml Platz für Essen und hält dieses zuverlässig warm. Im Deckel, der gleichzeitig ein Becher ist, gibts zudem einen Klapplöffel aus Edelstahl und Platz für ein bisschen Gewürze.
  • Wenn ich vom Fotografieren nach Hause oder zurück in meinen Camper komme, habe ich häufig etwas kalte Füße. Bevor ich dann ins Bett gehe und wegen der kalten Mauken nicht einschlafen kann, versuche ich sie möglichst schnell warm zu bekommen. Dafür kann ich – sowohl für zu Hause als auch für den Camper – diese einfache Heizmatte* mit geringem Stromverbrauch (75W) empfehlen. Mit einem kleinen Wechselrichter* kann sie auch an einem 12V Zigarettenanzünder gut verwendet werden.
  • Gegen den kalten Po nutze ich ab und zu ein akkubetriebenes Sitzkissen von Outchair*, was auch zu anderen Zwecken beim Draußensitzen verwendet werden kann, z.B. wenn’s beim Grillabend mal etwas kühler wird.
  • Mein liebster Wärmespender ist jedoch definitiv meine Schaf-Wärmflasche*! Sieht zwar etwas kitschig aus, hält aber das heiße Wasser in der Wärmflasche überraschend lange warm. Wenn ich das Schaf abends mit ins Bett nehme, ist das Wasser nach 10 Stunden immer noch warm!

So, das soll’s erstmal gewesen sein mit meinen Tipps gegen die Kälte. Hast Du noch weitere Tipps – dann schreibe Sie mir und anderen Lesern doch sehr gern in die Kommentare!

6 Kommentare
  1. Gabriele Winter sagte:

    Hallo Katja
    das ist ja großartig,deine Tipps kommen gerade richtig
    Morgenfrüh ist der nächste Einsatz zum Thema „Mond“
    Ich habe große Probleme mit meinen Händen
    Habe bei heatcompany Handschuhe gefunden, die innen Fingerhanschuhe haben und außen Fäustlinge, die ich mit einem Wärmepad auch noch bestücken kann, hält 7-8 Stunden, kostet das Paar ein Euro sind aber nicht wiederverwendbar
    Die Innenhandschuhe haben auch noch ein Fach Pads und man kann das IPhone touchen
    Herzliche Grüße
    Gabriele

    Antworten
  2. Alfred E.Neumann sagte:

    Hallo,

    die Sache mit der Kleidung ist immer ein klein wenig schwierig, denn es gibt viel Faktoren die bei der persönlichen Wohlfühltemperatur eine Rolle spielen. Außentemperatur, Erschöpfungszustand und Aktivität sind da nur einige. Ich versuche es bisher mit dem Zwiebelschalenprinzip und auf die „billige“ Tour. Die erste Lage bildet normale Baumwollunterwäsche und Socken. Darüber kommt ein einfacher Feece-Hausanzug. Das sieht nicht unbedingt schön aus, reicht aber gut für die Fahrt zum gewünschten Beobachtungsplatz. Am Beobachtungsplatz angekommen ziehe ich eine Skihose vom Discounter und einen einfachen Fleecepulli über. Das reicht für den Aubau des Fotomaterials oder Teleskops, zumindest so lange es nicht windig ist und nicht kälter als wenig ein unter Null. Den Schwachpunkt stellt hier im Moment ganz klar der Fleecepulli da. Den werde ich vielleicht in Zukunft gegen eine noch zu suchende Jacke austauschen. Sobald die körperliche Betätigung beendet ist ziehe ich noch einen zweiteileigen Gefrierhausanzug über und tausche die normalen Schuhe gegen Moonboots. So lässt es sich dann die Nacht über recht gut aushalten. Sollte die Kondition ein wenig nachlassen, kann man sich so auch bei -10°C oder auch ein wenig niedriger auf eine Isomatte in den Schnee legen und etwas schlafen.
    Man darf aber keinesfalls meinen, das man mit so einer Montur groß herumlaufen könnte. Nach 100m wird es bereits sehr warm und nach vielleicht 300m kommt man in die Nähe des Hitzschlages.
    Schwierig finde ich die Wahl von Mütze und Handschuhen, da habe ich noch keine perfekte Lösung gefunden. Überhandschuhe und eine Mütze mit Nackenschutz wären nicht schlecht. Mal sehen was man aus so einem Schaffell basteln kann …

    Antworten
  3. Catharina Lux sagte:

    Hallo Katja,
    Danke für Deinen informativen Beitrag und das Teilen Deiner Erfahrungen. Vieles mache ich ähnlich, ich friere extrem schnell. Mein Frier-Schwerpunkt sind allerdings eindeutig Hände und Füße. Daher nutze ich von The heat company sowohl die Wärmepacks für die Hände, als auch die Sohlenwärmer.
    Momentan bereite ich mich auf eine einwöchige Reise nach Abisko, (Nordschweden) vor, um Anfang März Polarlichter zu fotografieren. Da ich für Timelapse-Aufnahmen eher stehen als gehen werde, habe ich mir für die zu erwartenden Temperaturen zwischen minus 15 und 25 Grad Polarschuhe gekauft (Sorel Glacier XT Black). Bei einem kürzlich erfolgten Frost-„Stehtest“ war ich sehr zufrieden damit. Ohne Heizsohlen, dafür mit nur minus 10 Grad nicht ganz so kalt.
    Als Handschuhe nutze auch ich die von Gabriele erwähnten. Ich kombiniere den Merino Liner mit dem Shell Full Leather. In beide lege ich ein Wärmepack in das dafür vorgesehene Fach, das eine liegt dann über dem Handrücken, das andere über den Fingern. Trotz viel Übung kann ich meine Kamera nur mit freien Fingerspitzen (Daumen und Zeigefinger rechts) bedienen, ich spüre sonst selbst durch dünnen Stoff nicht gut genug. Also habe ich mir in den rechten Merino Liner zwei Schlitze unterhalb dieser touchfähigen Fingerkuppen geschnitten und umgenäht und stecke da bei Bedarf die Fingerkuppen durch, nachdem ich die Shells aufgeklappt habe. Klingt etwas kompliziert, ist für mich aber endlich die Lösung für ein lange bestehendes Frostproblem.
    Die Wärmepacks sind nach einigen Stunden aufgebraucht. Da sie aus natürlichen Elementen bestehen, lassen sie sich problemlos im Hausmüll entsorgen. Für diesen Komfort bezahle ich gern ein paar Euro, Großpackungen sind dabei oft etwas günstiger. Was nützt mir eine teure Fotoausrüstung, wenn ich die Kälte nicht aushalte und drinnen bleiben muss ….
    Viele Grüße
    Catharina

    Antworten
  4. Frank sagte:

    Hallo Katja,
    gutes Thema! Für Fotografen gibt es etwas höherpreisige aber sehr empfehlenswerte Handschuhe von Valleret (https://photographygloves.com/). Letztes Jahr in Nordnorwegen, habe ich das Modell Markhof Pro bis Minus 17° eingesetzt.
    Die Innenhand ist sehr griffig gummiert, damit man die Kamera gut halten kann und die Fingerkuppen von Daumen und Zeigefingern lassen sich zum Kamera bedienen nach hinten klappen und werden dort durch kleine eingenähte Magneten gehalten. Wenn man die Handschuhe ausreichend groß kauft, kann man bequem noch dünne Unterziehhandschuhe drunter ziehen. Es gibt aber auch wärmere Modelle, wenn man kälteempfindlicher ist.
    Grüße
    Frank

    Antworten
  5. Rainer sagte:

    danke für die vielen Tipps – rückblickend fällt mir auf, dass ich sehr häufig nach dem Fotografieren bei Kälte noch lange im Bett wach lag, weil die Füße kalt waren. Das werde ich in Zukunft vermeiden!

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