Wenn Du mir schon länger folgst oder mich kennst, weißt Du sicher, dass ich nun schon seit fast 18 Jahre in der IT-Branche meine Brötchen verdiene und in all den Jahren einer einzigen Firma treu geblieben bin. Warum ich nun den Schritt gegangen bin und gekündigt habe, und was als Nächstes bei mir kommt, erfährst Du in diesem sehr persönlichen und etwas ausführlicheren Blog.

Whaaat? Kündigung?

„Was, Du gibst in der heutigen Zeit Deinen gut bezahlten, sicheren Job auf?!“

Diesen Satz habe ich nun schon einige Male in den letzten Wochen gehört, oder meinem Gegenüber zumindest im Gesicht abgelesen. Und ja, ich habe es getan – ich habe nach fast 18 Jahren meinen Job gekündigt, um zukünftig meiner Leidenschaft zu folgen…

Aber mal von vorn: Als ich im Januar 2004 als frisch ausgebildete Informatikerin beim Braunschweiger IT-Unternehmen fme AG angefangen habe, wusste ich noch nicht, wo mich mein Weg einmal hinführen wird. In dieser Firma habe ich mich allerdings so wohl gefühlt, dass ich fast 18 Jahre lang keinen Grund gesehen habe, den Arbeitgeber zu wechseln. Und den sehe ich bis heute nicht. Denn langweilig wurde es dabei nicht – habe ich doch vom Programmierer über Projektleiter, Berater, Teamleiter bis hin zum Vertrieb verschiedene Positionen kennenlernen dürfen. Fast von Beginn an war ich dabei viel unterwegs, habe lange für Kunden in München gearbeitet und die Reiserei (meistens) sehr genossen.

Der Nugget hat mein Leben verändert

Als ich 2018 meinen Nugget bekam, fing für mich quasi ein neuer Lebensabschnitt an. Statt per Zug oder Flieger von Hotel zu Hotel zu ziehen, hatte ich mein Häuschen nun nahezu immer dabei. Wow, was war das für eine Veränderung! Nun konnte ich die Wochenenden ganz anders nutzen und auch mal unter der Woche nach Feierabend zum Fotografieren in die Berge fahren. Das Highlight dieses neuen Business Camping Lebens war definitiv mein 10-monatiges Sabbatical 2019, was mich ganze 9 Monate in meinem Camper quer durch Europa fahren ließ. Für diese Möglichkeit bin ich meinem Arbeitgeber unendlich dankbar – eine solche Auszeit gibt einem schon unheimlich viel! Mir hat sie neben vielen tollen Erinnerungen vor allem eines gebracht: die Erkenntnis, dass es sich sehr gut für längere Zeit in meinem kleinen Nugget leben und arbeiten lässt – und ich es sehr genieße, damit unterwegs zu sein.

Daher setzte ich die Dienstreisen und das Arbeiten im Camper auch nach der Auszeit fort. Corona hat dabei zwar vieles verändert, aber auch dazu geführt, dass Arbeiten nun noch ortsunabhängiger wurde und ich mein neues „Homeoffice“ (im Nugget) Tag für Tag optimieren konnte.

Mein „Homeoffice“ während der Pandemie im Nugget – unterwegs kommen etwas weniger Bildschirme zum Einsatz, aber das Setup ist ähnlich.

Ich setzte meinen Job nach der Auszeit mit neuem Fokus 2020 fort – von da an unterstützte ich unser Cloud-Team im Vertrieb. Das machte alles Spaß, führte mir aber auch immer deutlicher vor Augen, dass ein Vollzeitjob einfach sehr wenig Zeit für andere Dinge lässt. Und das nagte doch zunehmend an mir… Zwar hatte ich mir schon seit Erscheinen meines Buches 2017 ein Nebengewerbe mit der Fotografie, dem Schreiben und diversen Workshops und Seminaren aufgebaut, allerdings war dies alles nur schwer mit dem Job, der Familie und anderen Hobbys unter einen Hut zu bekommen. Gefühlt war immer zu wenig Zeit, und weil ich zu viele Ideen für zu wenig Zeit hatte, sind in den letzten knapp 2 Jahren neben Workshops, Seminaren und Blogs auch kaum wirklich neue Projekte bei mir entstanden.

Selbstständigkeit – ist das was für mich?

Der Gedanke, mich mit der Fotografie und dem Schreiben selbstständig zu machen, schwirrt schon ein paar Jahre in meinem Kopf herum. Konkreter wurde es das erste Mal zu Beginn meiner Auszeit 2019, als ich auf einer sog. „Workation“ bei den Camper Nomads zu Gast war. Die Camper Nomads sind eine Community aus Menschen, die viel Zeit im Camper verbringen oder sogar darin leben, und sich ein „Business auf Rädern“ aufgebaut haben. Darunter sind natürlich auch viele Selbstständige, die von unterwegs aus arbeiten. Das klang alles toll, aber damals konnte ich mir noch nicht vorstellen, meinen sicheren Job aufzugeben. Unterwegs im Camper arbeiten funktioniert schließlich auch im Angestelltenverhältnis, wie ich die letzten Jahre bewiesen habe.

Aber wie das immer so ist, so ein Samen oder Pflänzchen im Kopf geht nicht so schnell ein, wenn es einmal gepflanzt ist und ab und zu gegossen wird. Und so waren es im Sommer 2021 wieder die Camper Nomads, die mein Leben verändern sollten. Auf einem Vanlife Treffen Mitte Juli in Ferropolis (übrigens eine richtig coole Location!) saßen eines Nachts plötzlich vier Mädels bei Wein und Kerzenschein auf der Dachterrasse eines Campers – eine davon war ich.

Hier auf dem Dach des Campers kam der Stein ins Rollen… danke Mädels! 🙂

Die drei anderen sind alle selbstständig und haben diesen Schritt nie bereut. Je später der Abend bzw. die Nacht wurde, desto mehr konnten sie mich davon überzeugen bzw. mir bewusst machen, dass ich doch eigentlich ideale Voraussetzungen habe, diesen Schritt ebenfalls zu gehen. Und damit war der Stein bei mir ins Rollen gekommen… Oder wie es Anja von den Camper Nomads so treffend formuliert hat:

„Entscheidungen passieren nicht über Nacht. Aber eine Nacht kann entscheidend sein.“

Den darauffolgenden Sommerurlaub nutzte ich dann, um mir selbst über Vieles klar zu werden. Was macht mich langfristig glücklich? Womit möchte ich den Großteil meiner verfügbaren Zeit verbringen? Welche Optionen habe ich? Wieviel Geld kann ich mit meinen Leidenschaften verdienen? Welche Risiken gibt es? Wie könnte ein zukünftiges Leben in der Selbstständigkeit aussehen? Die für mich entscheidende Frage war allerdings: Was kann im schlimmsten Fall passieren?

Tja, und nach und nach wurde die Option „kündigen und selbstständig machen“ dann immer greifbarer und realistischer in meinem Kopf. Klar, ich weiß nicht, ob es zum Leben reicht, ob ich damit langfristig glücklich werde, ob die Gesundheit mitspielt, und und und… Aber wer weiß das schon! Ich werde es nur erfahren, wenn ich es ausprobiere! Und DEN richtigen Zeitpunkt für solch einen Schritt gibt es bekanntlich auch nicht, daher: Warum nicht einfach jetzt? Was ich auf keinen Fall möchte, ist mir irgendwann vorzuwerfen, dass ich es nicht versucht habe. Leider (oder zum Glück?) weiß ja niemand, wie lange man die Chance hat, sich seine Träume zu erfüllen – daher am besten nicht allzu lang damit warten finde ich! Und wenn es schiefgeht? Dann bedeutet das für mich kein Scheitern, sondern eine wichtige Lebenserfahrung! Und in die IT kann ich sicher mit meiner Berufserfahrung jederzeit zurück.

Kündigung – ein komisches Gefühl!

Was folgte waren einige Gespräche mit Familie, Freunden und meinem Chef. Optionen wie eine weitere Auszeit oder das Arbeiten in Teilzeit waren schließlich keine Lösung für mich, da ich mich doch gern voll und ganz auf eine Sache konzentriere – halbe Sachen führen nach meiner Erfahrung meist auch nur zu halbguten Ergebnissen oder dazu, dass man sich völlig zerreißen muss, um den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden. Daher fiel Ende August schließlich die – zugegebenermaßen nicht leichte – Entscheidung, nach fast 18 Jahren in dieser Firma meinen Job zu kündigen, um mich ab 1.1.2022 zu 100% selbstständig zu machen. Ein komisches Gefühl, als es dann wirklich ausgesprochen und somit unumkehrbar war! Und ich kann Dir versichern, ich bin das ein oder andere Mal morgens aufgewacht und dachte „Oh Gott, was hast du getan? Was ist wenn das alles überhaupt nicht funktioniert und du nach 3 Monaten pleite bist?“ Klar, passieren kann alles, aber ich denke da grundsätzlich positiv und ein paar Rücklagen habe ich auch, um die eine oder andere Durststrecke zu überstehen. Und was mich am meisten gefreut hat: Die Kollegen haben sich bei allem Bedauern über meinen Weggang so sehr für mich gefreut, dass ich meine Träume lebe und diesen Schritt wage. Außerdem steht mir der Weg zurück jederzeit offen – das ist ein tolles Gefühl und bestärkt mich darin, in den letzten 18 Jahren für die richtige Firma gearbeitet zu haben! Denn ich gehe ja nicht, weil mein Job oder die Firma so schrecklich waren – im Gegenteil – sondern weil ich den Drang nach einer Veränderung spüre und einen anderen Weg ausprobieren möchte. Und nachdem ich nun mein halbes Leben (beruflich) in der IT verbracht haben, fühlt es sich gut an, dieser Branche mal den Rücken zu kehren. Wer weiß, wohin mich die Zukunft führt – den Weg zurück möchte ich jedenfalls nicht ausschließen!

Wie geht es nun weiter bei mir im nächsten Jahr?

Nun interessiert Dich vermutlich, wie es bei mir konkret weitergeht. Nun, da ich ja in gewisser Weise ein Planungsmensch bin, ist mein Jahr 2022 schon ziemlich gut durchgeplant. Und auch dieses Jahr steht noch ein bisschen was an: Am 06./07.11. werde ich endlich wieder auf dem WunderWelten-Festival am Bodensee sein, um dort vier Seminare zu halten. Weiter geht es im Januar bzw. schon Ende Dezember mit weiteren Astrofoto-Seminaren. Dabei gibt es zum Einen eine vierteilige wöchentliche Online-Seminarreihe zwischen dem 28.12. und 19.01. und zwei Vor-Ort-Seminare am 08.01. in Heidelberg. Alle genauen Termine und Infos dazu findest du hier.

Danach werde ich erst einmal Seminar-/Workshop-Pause machen und mich für 9 Wochen in ein weiteres Polarlicht-Abenteuer stürzen. Ende Januar breche ich wieder mit meinem Camper auf nach Nordnorwegen, um dort hoffentlich viel Winter und viel Nordlicht zu finden!

Solche Erlebnisse und Treffen mit anderen Nordlicht-Verrückten Campern werden sich hoffentlich nächstes Jahr wiederholen!

Urlaub wird dies allerdings nicht, sondern ich werde neben den Fotoprojekten in dieser Zeit fleißig an einem neuen Buch arbeiten. Da mir diese Idee schon mehrere Jahre im Kopf umherschwirrt, freue ich mich sehr, sie endlich rauszulassen und umzusetzen! Unterwegs werde ich hoffentlich auch den einen oder anderen Bekannten oder Freund treffen – so z.B. Kai von Travel Camping Living, der ebenfalls kürzlich seinen Job gekündigt hat und die Nordlichter in Skandinavien als erstes Ziel auserkoren hat! Auch ihm wünsche ich an dieser Stelle nur das Beste und Glückwunsch zur Entscheidung, an der ich vielleicht nicht ganz unschuldig war 😉 Wer mehr dazu wissen möchte, schaut doch mal in seinem Blogartikel oder dem Video dazu vorbei…

Bei mir geht es im April und Mai dann direkt weiter mit einigen Astrofoto-Workshops, Campertreffen und Fotofestivals, worauf ich mich schon wahnsinnig freue nach den Wochen des primären Alleinreisens davor! Meine Workshops sind derzeit in der konkreten Planung und Abstimmung, so dass ich bald nähere Infos und Termine bekannt geben kann. Wenn Du noch vor der offiziellen Bekanntgabe darüber informiert werden möchtest, schreib mir gern eine Email!

Workshop-Teilnehmer beim Fotografieren der Milchstraße

Im Sommer geht es dann wieder auf Reisen, und zwar in die Alpen für 10-11 Wochen. Hier stehen einige Fotoprojekte, ein Buchprojekt und hoffentlich viele schöne Paddeltouren mit meinem neuen „Spielzeug“ (mehr dazu demnächst) an. Nachdem ich gerade ein wunderschönes Wochenende in den Schweizer Alpen verbracht habe, ist die Vorfreude auf diese Wochen im Sommer umso größer!

Bei Mondlicht und Frost auf 2.300 m im muckelig warmen Camper übernachten – was gibt es Schöneres!

Tja, und dann folgen weitere Astrofoto-Workshops und Seminare im September, Oktober und November. Auch diese Termine sind bereits in der konkreten Planung. Und wenn dazwischen noch Zeit bleibt, schwebt mir auch ein drittes Buchprojekt vor, was ich zumindest im nächsten Jahr beginnen möchte.

Was ist mir wichtig?

Du siehst, es wird nicht langweilig! Wichtig ist mir, dass die Mischung aus Reisen, Fotografieren, Schreiben und Workshops für mich stimmt – denn immer nur eins davon würde mich langfristig nicht glücklich machen. Worauf ich mich auf jeden Fall extrem freue, ist trotz aller Planung die neu gewonnene Flexibilität – kann ich doch meine Tage (und Nächte) so gestalten, wie sie für mich passen. Natürlich besteht dabei immer die Gefahr, dass man sich verzettelt oder die Disziplin auf Grund dieser Freiheiten leidet. Hier hoffe ich allerdings, dass mir meine 18 Jahre Berufserfahrung in einem strukturierten IT-Job helfen, mich ausreichend selbst zu organisieren.

Mein Camper wird dabei auch weiterhin eine zentrale Rolle spielen. Er ist einfach das ideale Gefährt, um all diese Pläne und Projekte umsetzen zu können! So kann ich in inspirierender Umgebung an meinen Büchern schreiben, nachdem ich in der Nacht davor am gleichen Ort an einem Fotoprojekt gearbeitet habe – gibt es etwas Besseres? Ohne diese Geborgenheit des eigenen kleinen Heims auf Rädern könnte ich mir solche längeren Reisen glaube ich nicht vorstellen. Von daher hoffe ich, dass mir der Nugget noch lang erhalten bleiben wird!

Aber auch die Familie soll nicht zu kurz kommen in der Zukunft. So freue ich mich genauso, nicht permanent unterwegs zu sein, sondern auch immer wieder Zeit zu Hause zu verbringen. Mir ist sehr wohl bewusst, dass all dies nicht selbstverständlich ist – von daher bin ich meinem Lebensgefährten unheimlich dankbar, dass er mich auch bei meinen zukünftigen Plänen unterstützt und hinter mir steht! Und auch meine liebe Mama, die mich schon auf so vielen Reisen und Abenteuern begleitet hat, wird weiter ab und zu dabei sein!

DANKE!

Das war er also, der doch recht persönliche Einblick in meine Gedanken und Pläne. Danke, dass Du bis hierher durchgehalten hast! Wenn Du die Einblicke gern auch nochmal in Audioform verfolgen möchtest, hör doch gern mal im Podcast „Nugget, Vans & Camperlife“ von Stebo und Nikolaj rein – hier durfte ich letzte Woche zu Gast sein und über meine Zukunftspläne sprechen. Die beiden Jungs sind klasse und ihr Podcast äußerst hörenswert, wenn Du Dich für Camper oder den Nugget interessierst!

Ich bin auf jedenfalls sehr gespannt auf die kommenden Herausforderungen und Abenteuer – mal schauen welches Resümee ich in 1 oder 2 Jahren ziehen werde. Auf jeden Fall bin ich allen Menschen, die mich bis hierher begleitet und unterstützt haben, extrem dankbar! Ich hoffe, auch weiterhin viele Menschen inspirieren und begeistern zu können. Daher freue ich mich natürlich, wenn auch Du mir weiter treu bleibst!

13 Kommentare
  1. Andreas Knechtges sagte:

    Hallo Katja,
    ich finde deine Entscheidung richtig und kann das aus eigener Erfahrung auch sehr gut nachvollziehen. Ich bin ja selbst im Frühjahr 2018, nach insgesamt über 30 Jahren bei einem Unternehmen, (davon über 15 Jahre im Management) aus der Mühle ausgestiegen. Ich kann dabei nur sagen, dass ich diese Entscheidung, die sich in meinem Fall fast 2 Jahre (die ganzen Pros und Contras – Familie, Haus, Sicherheit etc.) hingezogen hat, niemals bereut habe! Und ich gebe dir absolut Recht mit deiner Aussage, dass man es einfach ausprobieren muss, wenn sich so eine Idee im Kopf festgesetzt hat…viele Leute die ich kenne, haben auch solche Ideen, aber einfach keinen „Mumm“ dazu und suchen immer neue Ausreden. Ich habe meine damalige Arbeit immer ehrgeizig und loyal ausgeführt, verdiente gut und hatte einige sonstige Annehmlichkeiten wie z.B. einen schicken Dienstwagen etc., aber der Spaß war seit Jahren auf der Strecke geblieben und die vielen komplexen und eigenverantwortlich durchgeführten Großprojekte, ließen mich auch zu Hause oder im Urlaub nicht mehr los. Irgendwann habe ich mir selbst die Frage gestellt „Wozu das Ganze?“
    Jetzt verdiene ich zwar weitaus weniger und durch das große „C“ war der Start auch sehr holprig, aber ich mache etwas, dass mir Spaß macht und noch dazu in einer Branche, die mich schon immer interessiert hat. Als Nugget-Vermieter und Zubehör-Entwickler (hier kann ich außerdem meine langjährige Maschinenbau-Vergangenheit nutzen) fühle ich mich rundum wohl und die finanzielle Seite kann nach Corona auch nur besser werden.
    Und du hast auch den Zeitfaktor angesprochen, davon habe ich auch viel mehr nutzbar zur Verfügung und DAS ist unbezahlbar!
    Ich wünsche dir zu deinem Neustart schon vorab alles Gute und auch das notwendige Quäntchen Glück dazu! ✌
    Wir sehen uns im Dezember beim Treffen. 👋
    Lieben Gruß
    Andreas

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    • Katja Seidel sagte:

      Lieber Andreas,
      danke für deinen ausführlichen und persönlichen Kommentar!!! Hut ab, das erfordert wirklich Mut, solch einen Schritt zu gehen nach so einer langen Zeit! Aber mir wird es ähnlich gehen, ich werde wohl weit weniger verdienen, aber das ist wirklich nicht alles. Solange man davon halbwegs leben kann würde mir das schon erstmal reichen. Ich finde es klasse, was du machst und man merkt, dass du das mit Leidenschaft tust! Nachdem ich die tolle Trittstufe von dir habe, denke ich auch häufig an dich 🙂 Ich freu mich schon sehr auf das Adventstreffen!
      LG, Katja

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  2. Astrid Boermann sagte:

    Liebe Katja,
    eine wirklich einschneidende Veränderung die du machst! Ich habe großen Respekt davor und freue mich sehr für dich!
    Ich wünsche dir einen guten Start und bin fest davon überzeugt, dass du das schaffst!
    Liebe Grüße
    Astrid

    Antworten
  3. Carsten Dammann-Ellendt sagte:

    Hi Katja, ich kann deine Entscheidung sehr gut verstehen und weiß, dass du die dir selbst gesteckten Ziele erreichen wirst
    Das Thema Camper beschäftigt mich jedenfalls theoretisch schon länger, aber praktischerweise muss die Entscheidung noch getroffen werden. Aber Respekt und gute Wünsche von mir. Wahrscheinlich sehen wir uns bei einem Workshop mal wieder.
    Liebe Grüße
    Carsten

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  4. Christine Melzer sagte:

    Liebe Katja, das wichtigste im Leben ist es, glücklich zu sein, im Hier und Jetzt zu leben und seiner Intuition zu folgen. Ich finde deinen Schritt absolut richtig. Unser Leben können wir nie vollständig planen, es gibt immer unvorhersehbare Ereignisse. Aber dann entscheidet man eben wieder neu. Du hast dich nach allen Seiten so weit wie möglich abgesichert – und nun lebe deine Freiheit in diesem Rahmen, der viel größer ist, als die allermeisten Menschen je erfahren werden. Genieß dein neues Leben, deine Freiheit, dein Abenteuer. Du wirst sehen, wie viel Unterstützung du von überall her bekommst. Ich habe deine Workshops immer sehr genossen und weiß um dein Talent.
    Und solltest du mal Richtung Taunus kommen, bist du immer gerne in meinem Haus willkommen.

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  5. Axel Hachenberger sagte:

    Liebe Katja,
    Habe dein Buch gelesen oder besser studiert und auch schon die Ahnung deines Landfahrerlebens am Morgenhimmel heraufziehen sehen. Denn dieses Leben verdient den Namen wirklich, es ist prall gefüllt damit und die Selbständigkeit ist dei lehr- und erfahrungsreichste Existenz, die man sich vorstellen kann. Und es ist genauso, wie du schreibst. Es gibt nichts Schlimmeres als sich am Ende eines Lebens, das ja auch zwangsläufig irgendwann kommt, unsere Zeit hier auf der Erde ist so kurz, viel zu kurz, sagen zu müssen: warum habe ich das damals nicht gemacht. Wenn am Ende die Sehnsucht gestillt und der Erfahrungsschatz reich ist, kann man sich immer noch entspannt zurücklehnen und anderen Mut machen, die diesen Schritt noch vor sich haben. Ganz sicher alles richtig gemacht. Acuh wenn man hinterher manches anders machen würde, ist es gut, einiges vorher nicht zu wissen. Denn dann würde man es vielleich tgar nicht machen. Und das wäre schade. Also auf eine abwechslungsreiche, sicher auch entbehrungsreiche, aber immer erfüllte neue Zeit. Ich gebe dir dazu mein Lieblingsgedicht mit auf den Weg, das mich bisher immer begleitet hat und Trost und Ansporn zugleich war (vielleicht kennst du es ja schon, aber man begnet ihm eben an verschiednen Stationen seines Lebens, und das vermutlich aus gutem Grund):

    Stufen

    Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
    Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
    Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
    Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
    Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
    Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
    Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
    in andre, neue Bindungen zu geben.
    Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
    Der uns beschützt und der uns hilft zu leben.
    Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
    An keinem wie an einer Heimat hängen,
    Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
    Er will uns Stuf‘ um Stufe heben, weiten.
    Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
    Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
    Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
    Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
    Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
    Uns neuen Räumen jung entgegensenden,
    Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden …
    Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

    Hermann Hesse

    Antworten
  6. Frank sagte:

    Hallo Katja,
    Gratulation zu Deiner mutigen Entscheidung! Aber das war doch spätestens seit Deiner Auszeit absehbar, oder…?
    Bilbo zu Frodo: “Es ist eine gefährliche Sache, Frodo, aus deiner Tür hinauszugehen. Du betrittst die Straße, und wenn du nicht auf deine Füße aufpasst, kann man nicht wissen, wohin sie dich tragen.“ … 😉
    Ich glaube Dein Anteil von gesundem Realismus ist groß genug, dass Du Dir die Welt nicht nur schönredest und irgendwann den Schritt auf die Straße bereuen wirst. Jedenfalls freue ich mich auf künftig wieder häufigere (Foto-)Reiseberichte von Dir!
    Alles Gute!
    Frank

    Antworten
  7. Raimo sagte:

    Liebe Katja,
    als ich meinen ersten Workshop bei dir gebucht habe (Harz 2020) hatte ich gedacht, was du für einen coolen Job hast, weil du dein Hobby zu deinem Beruf gemacht hast. Und dann sagtest du: „Nein, das mache alles nebenbei. Mein Hauptberuf ist Informatikerin.“ Da habe ich kurz geschluckt und gestaunt, wie du das alles unter einen Hut bekommst.
    Ich bin zu 100% sicher, dass du das schaffst mit der Selbständigkeit: Warum?
    1. Du zeigst diese uneingeschränkte Leidenschaft für das, wofür du brennst! Und das spürt man als Workshoteilnehmer und als Leser deiner Bücher.
    2. Du strahlst eine Ehrlichkeit und Vertrautheit aus. Dir würde ich alles glauben.
    3. Du bist schon ziemlich gut vernetzt in der Branche. Da wird es viele Helferinnen und Helfer geben.
    4. Du sprühst voller Ideen. Da wird dir immer was Neues einfallen, wenn ein Standbein mal nicht so gut laufen sollte.
    Ich wünsche Dir von Herzen ganz viel Erfolg und bleib so natürlich, ehrlich und neugierig wie du bist.
    Das wird alles gut! Ganz sicher!
    Raimo.
    3. Du wirst immer wieder neue Ideen entwickeln

    Antworten
    • Katja Seidel sagte:

      Lieber Raimo,
      vielen vielen Dank für deine lieben Worte. Es freut mich unheimlich, dass meine Leidenschaft offensichtlich in den Workshops rüberkommt und ich sie denke ich auch schon auf viele Teilnehmer ein Stückweit übertragen konnte. Und ja, ich habe wirklich viele Ideen, nun muss ich nur aufpassen, dass ich nicht zu viel auf einmal will. Aber, die Zeit wird zeigen wie es am besten ist… ich bin auf jeden Fall gespannt! Vielleicht sehen wir uns ja mal wieder, würd mich freuen!!
      LG
      Katja

      Antworten
  8. Catharina Lux sagte:

    Liebe Katja,
    ich beglückwünsche Dich zu diesem Schritt und wünsche Dir alles Gute! Den bisherigen aufmunternden Kommentaren kann ich mich nur anschließen. Du wirst eine gute Mischung finden, außerdem bist Du ja nicht nur leidenschaftlich, sondern auch sehr fleißig und gut strukturiert.
    Im Übrigen kann ich Deine Entscheidung sooo gut verstehen. Wir sind mit unserem gerade noch rechtzeitig fertig gewordenen Kastenwagen (nach über einem Jahr Wartezeit fehlen trotzdem noch ein paar Anbauten) jetzt drei Wochen in Skandinavien gewesen. Ziel waren Senja und die Lofoten. Wir haben wunderbare Polarlichter gesehen. Es war eine tolle Reise, wozu Du mit Deinen im Blog geschilderten Erfahrungen auch beigetragen hast (Danke). Aber (und deshalb verstehe ich Dich so gut): Wir mussten halt auch 6000 km in drei Wochen fahren, um an diese wunderbaren Orte zu kommen. Gefühlt waren wir gerade angekommen, da mussten wir schon wieder den Rückweg antreten. Wir waren nie länger als eine Nacht an einem Ort. Ich wäre so gern mit mehr Ruhe und Muße unterwegs gewesen. Mal davon abgesehen, dass man manchmal ja auch ein bisschen warten muss, bis das Licht passt oder der Regen vorbeigezogen ist. Ich sichte und bearbeite gerade meine Fotos und das Fernweh packt mich so schlimm, wie lange nicht. Ich will da wieder hin! Deine ab Ende Januar geplante Nordreise klingt unter diesem Aspekt natürlich großartig. Gern mache ich auch mal wieder einen Workshop bei Dir und freue mich schon auf Deine Ideen. „Unter Camperaspekt“ klingt gut. Aber auch das Observatorium auf La Palma (oder war es Gran Canaria?) schwebt mir noch im Hinterkopf.
    Liebe Grüße
    Catharina

    Antworten

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