Nun bereichert er bereits drei Jahre mein Leben, der Nugget! Wie schnell die Zeit vergeht… und wie schnell man sich doch an solch einen Camper gewöhnen kann. Ich kann mir jedenfalls ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen. Aber ob sich der Nugget auch als das passende Gefährt für mich erwiesen hat, das berichte ich Dir in diesem 3-Jahres-Fazit.

So bin ich heute am Liebsten unterwegs – mit dem Nugget im Grünen, in der Nähe vom Wasser und das SUP immer dabei!

Wie alles begann…

Selten war ich so aufgeregt und ungeduldig. Nach langen (heutzutage jedoch schon fast rekordverdächtigen) sieben Monaten Lieferzeit kam am 20.04.2018 endlich der erlösende Anruf, dass mein Nugget nun endlich auf dem Hof des Händlers steht. Bis ich ihn dann endlich als neues Familienmitglied begrüßen durfte, ging leider noch ein bisschen was schief. Es fehlten noch die notwendigen Papiere für die Anmeldung, der Zug für die Abholung des Goldstücks hatte massive Verspätung und schlussendlich stand er ohne Anmeldung vor der Haustür, so dass ich voller Enttäuschung ohne Nugget zu meinem ersten Nuggettreffen nach Worpswede fahren musste.

Am 03.05.2018 war es dann aber soweit – ich hielt die Zulassung in den Händen und durfte nun auch außerhalb der Hofeinfahrt übernachten! Was dann folgte, waren unvergessliche Touren in den Harz, die bayerischen Alpen, die Dolomiten (Bericht dazu) und das Westhavelland. Die Krönung war dann jedoch meine 9-monatige Reise 2019 mit dem Nugget durch Europa, die ich wohl getrost als „Reise meines Lebens“ bezeichnen kann. Berichte dazu findest Du hier bei mir im Blog. Tja, und was danach kam, werden wir alle wohl auch nicht so schnell vergessen… dann war es erstmal vorbei mit großen Reisen. Aber auch „kleine“ Reisen zur Mecklenburgischen Seenplatte habe ich 2020 sehr genossen – ich konnte ja zum Glück noch von den vielen Eindrücken der Auszeit zehren.

Und nun sind schon mehr als drei Jahre und 60.000 km vergangen, seit ich die erste Tour in den Harz mit dem Nugget gemacht habe. Zeit, ein ehrliches Fazit zu ziehen. Vielleicht hilft es Dir, wenn Du auch gerade vor der Entscheidung stehst, einen Camper oder sogar einen Nugget zu kaufen – in der heutigen Zeit ja ein durchaus naheliegender und weit verbreiteter Gedanke!

Was ich liebe?

Kleiner Hinweis vorab: Da der Artikel sowieso schon recht umfangreich geworden ist, verzichte ich darin auf konkrete Produktempfehlungen für Zubehör etc. Dazu wird es bald noch einen eigenen ausführlichen Blog geben, und vielleicht sogar noch mehr. Zu meiner Business-Camping-Ausstattung gibt es so etwas bereits, wenn Du Dich dafür interessierst.

Fangen wir doch am besten damit an, was ich am Campen und besonders am Nugget liebe (oder lieben gelernt habe): Ich war ja nie ein großer Camper. Vor dem Kauf hatte ich ein paar Mal im Zelt oder in einem PKW geschlafen, konnte mir aber schon vorstellen, wie genial es sein muss, mit einem fahrenden Haus durch die Gegend zu fahren. Das haben auch einige kurze Touren mit einem VW Bus (ohne spezielle Camping-Ausstattung) und ein verlängertes Wochenende mit einem VW California ansatzweise gezeigt – wobei ich mir danach sicher war, keinen Camper mit Aufstelldach haben zu wollen. Einen wesentlichen Anstoß oder Ausschlag, mir einen eigenen Camper zu kaufen, hat aber sicherlich meine Astrofotografie gegeben. Und das ist auch gleich das erste, was ich so liebe: ich kann meine Leidenschaften – die Astrofotografie und mittlerweile auch das Standup Paddeln (mehr dazu in diesem Blogbeitrag) – optimal mit dem Campen verbinden! Das fängt bei kleinen Tages- (oder Nacht)ausflügen an und geht bis hin zu mehrmonatigen Reisen. Nicht missen möchte ich dabei einen gewissen Luxus, den mir die Standheizung, mein Tisch mit bequemer Sitzbank, meine Küche mit Kühlschrank, fließend Wasser und Kochgelegenheit, mein großes Bett (140 x 210 m!) und nicht zuletzt meine (mittlerweile Trockentrenn-)Toilette verschafft.

Auch sollte der Lebens- und Stauraum für mich nicht kleiner sein als im Nugget, um sich darin (auch mal länger) aufhalten und wohlfühlen zu können. Dieser ist jedoch für mich eigentlich genau richtig – denn mehr davon würde zwangsweise ein längeres Fahrzeug und mehr Gewicht bedeuten. Das Konzept des kompakten Campingbusses mit knapp 5 m Länge und zwei Etagen finde ich für mich auch nach drei Jahren noch unschlagbar und nahezu alternativlos, da ich den Nugget auch als Alltagsfahrzeug nutze, mit dem ich auch regelmäßig in Innenstädten unterwegs bin. Die Höhe stört da weniger – bzw. muss man die ja bei allen Campern mit Stehhöhe in Kauf nehmen, wenn man kein Aufstelldach haben möchte. Tiefgaragen habe ich daher schon länger nicht von innen gesehen, aber die mochte ich noch nie so gern. Wenn du übrigens mehr zu meinen Campinganfängen und der Entscheidungsfindung wissen möchtest, schau gern mal den Blog „Ich gehe unter die Camper“ oder „Ford Nugget – Meine Kaufentscheidung“ an.

Toll finde ich das einmalige Raumkonzept des Nuggets – habe ich doch den Wohn-/Arbeitsbereich konsequent von der Küche / dem „Bad“ und dem Schlafbereich getrennt und muss nichts umbauen um zwischen den Funktionen zu wechseln. Dieses für mich von Anfang an wichtige Kriterium hat sich genauso bestätigt wie der Wunsch nach Stehhöhe. Die habe ich trotz mittlerweile dauerhaft aufgeklapptem Bett in der Küche, was für mich völlig ausreichend ist. Das Kopfeinziehen im Wohnbereich und der enge Gang zur Küche hinter waren zwar zu Beginn etwas nervig und gewöhnungsbedürftig, ist mit der Zeit aber schon in Fleisch und Blut übergegangen. Dafür habe ich im Nugget etwas, was ich in nahezu keinem anderen Campingbus, Kastenwagen oder kompakten Wohnmobil bisher gefunden habe: eine breite Sitzbank, auf der auch zwei Personen seehr bequem Platz finden – zur Not auch drei. Auf anderen Sitzbänken muss man sich zu zweit schon ordentlich quetschen (oder lieb haben). Daher: ein unheimlicher Vorteil, wenn man mal eben zwischendurch zu zweit etwas essen möchte o.ä. und dafür nicht extra den Beifahrersitz umdrehen muss. Außerdem kann man die 1,20 m breite Sitzbank auch mal gut für einen Powernap nutzen.

Aber nun zum Bett: Heute sehe ich sogar eher die Vorteile des dauerhaft aufgeklappten Bettes: Zunächst mal habe ich wesentlich mehr Stauraum, da ich die „Nase“ (am Fußende des Bettes) dauerhaft für irgendwelchen Kram nutzen kann und tagsüber auch mal schnell Jacken, Taschen, etc. aufs Bett legen kann. Schlafe ich allein oben, haben sogar nachts noch Dinge wie ein zusammengerolltes SUP, das dazugehörige Paddel etc. mit im Bett Platz. Außerdem habe ich dank eines tollen Tipps aus dem Nuggetforum noch zwei Vorratskörbe am Bett eingehängt, die ebenfalls genialen zusätzlichen Stauraum bieten.

Was ich besonders genial am dauerhaft ausgeklappten Bett finde: es entsteht sowohl oben im Hochbett als auch unten am Arbeitsplatz ein gemütliches Höhlenfeeling und die niedrige Decke über dem Arbeitsplatz kann für allerlei nützliche Dinge genutzt werden, wie beispielsweise ein magnetisches Aufgabenboard oder die Befestigung meines Videohintergrunds. Außerdem begünstigt diese Trennung die Klimatisierung im Nugget: dank einer nicht sehr hübschen aber äußerst wirkungsvollen Rohrkonstruktion habe ich es bei ca. 18 Grad im Nugget an meinem Arbeitsplatz bei ca. 24-25 Grad schön muckelig warm, ohne den gesamten Camper zur Sauna zu machen.

Somit hat es oben im Bett im Winter eher 14-15 Grad, was eine prima Schlaftemperatur ist. Im Sommer dagegen hält das aufgeklappte Bett die Hitze für eine gewisse Zeit von meinem Arbeitsplatz fern, während es oben im Bett gern schonmal mehr als 50 Grad hat. Solange es aber Abends noch einigermaßen kühl wird, bringt man das Schlafzimmer durch Querlüften mit den 4 Fenstern im Hochdach schnell wieder auf angenehme Temperaturen.

Das Schlafen im Hochdach war am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig – kann man sich doch nicht mal im Bett hinsetzen. Schnell habe ich meine „Schlafkoje“ jedoch lieben gelernt, und muss sagen, dass ich noch nie ein so tolles Bett hatte. Ein zusätzlicher 4 cm dicker viskoelastischer Topper (140 x 200 cm) war zwar bei mir für ein angenehmes und schmerzfreies Liegen noch notwendig, aber bei einem dauerhaft ausgeklappten Bett ist das ja kein Problem. Auch zusammengeklappt hat gerade noch so alles inkl. Topper und Bettwäsche in die „Nase“ des Nuggets gepasst und war auch in 1-2 Minuten auf- und abgebaut. Nach mittlerweile über 1.000 Nächten, die ich im Nugget verbracht habe, kann ich wirklich sagen, dass ich eigentlich noch nie im Leben so gut geschlafen habe wie dort in meiner gemütlichen Höhle! Absolut dunkel bekommt man den Nugget zwar mit den Rollos oben nicht, aber es reicht mir völlig, um gut schlafen zu können. Störender ist dann schon eher die Hitze, die es im Sommer bei geschlossenen Fenstern gern schonmal ab 8 Uhr unerträglich macht im Hochdach, wenn man nicht im Schatten geparkt hat.

Ein weiterer Vorteil des Bettes im Hochdach ist die Nähe zum Dachfenster. So kann ich dieses schnell mal zum Lüften oder Rausschauen aufkurbeln, ohne aufstehen zu müssen. Wenn ich es ganz öffne und mich aufs Bett stelle, schaue ich sogar bis zu den Knien aus dem Fenster und kann auf diesem Wege das Dach und Solarpanel vom Schmutz oder Schnee befreien – sehr praktisch!

Einfach ins Bett stellen und aus dem Dachfenster Schneeschieben – sehr praktisch!

Auch zum Fotografieren habe ich diese praktische Luke schon genutzt, wenn ich Nachts zu faul war, für ein Foto (z.B. Probefoto bei Polarlicht oder Leuchtenden Nachtwolken) extra nach unten und draußen zu gehen.

Neben dem intensiv genutzten Bett ist mir der Tisch und die Sitzbank in den letzten Jahren extrem ans Herz gewachsen, denn dieser Bereich ist seit Beginn der Pandemie mein tägliches Homeoffice geworden – und stellt auch mein (vollwertiges) mobiles Büro dar, wenn ich unterwegs bin.

Mein täglicher Arbeitsplatz im Nugget unterm ausgeklappten Bett. Sogar mit Whiteboard zur Aufgabenverwaltung…

Für mich ist die Kombination aus leicht schräger Sitzbank und verschiebbarem Tisch ideal, um viele Stunden ohne Schmerzen dort arbeiten zu können. Wenn Dich dieses Thema interessiert, schau doch gern mal in meinen sehr ausführlichen Blogartikel mit allen möglichen Optimierungen und Produktempfehlungen meines mobilen Büros. Als Fazit kann ich auf jeden Fall sagen, dass es – insbesondere in der heutigen Zeit – nichts Besseres als einen Camper als mobiles Büro gibt. So kann ich arbeiten wo immer ich möchte und habe immer die nötige Ruhe für Telefonate, Webkonferenzen oder einfach konzentriertes Arbeiten. Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es definitiv inspirierendere Orte als das Büro oder die eigenen vier Wände gibt – das genieße ich wirklich sehr!!

In diesem Zusammenhang finde ich auch die Schalldämmung des Nuggets beachtlich. Geräusche von draußen sind weitestgehend nicht zu hören, was mir gerade beim Schlafen und Arbeiten (Webkonferenzen) sehr wichtig ist. Und noch besser / wichtiger finde ich, dass man auch draußen nicht hört, wenn ich drinnen spreche – sofern alle Türen und Fenster zu sind natürlich. Das ist in Kombination mit meinen verdunkelten Scheiben im unteren Wohnbereich schon sehr wertvoll!

Was ich außerdem am Nugget bewundere, ist sein enormer Stauraum – im Verhältnis zu seiner doch eher kompakten Größe. Allein die Schränke und der Platz unter der Sitzbank bieten schon richtig viel Platz. Nutzt man dann wie ich die Sitzbank und das Fach unter der Küche nicht zum Schlafen, kann man den Stauraum in diesem Bereich nochmal ordentlich vergrößern. So habe ich durch eine Alukiste unterm Tisch und drei Organizer im Fach unter der Küche viel Platz für Vorräte gewonnen. Einen Campingtisch und -stuhl kann ich dank der ausgebauten Polsterung zum Bettenbau hinter der Sitzbank verstauen, wobei diese in der hintersten Position bleiben kann. Für eine Person also wirklich viel Platz – fast schon zuviel wenn ich sehe, was ich alles so mitschleppe. Aber besser haben als brauchen, oder wie war das? 😉

Sehr praktisch ist auch die Heckklappe, die nach oben öffnet. Da es im Nugget keinen Kofferraum gibt, kann man diese Öffnung auch sehr gut nutzen – und hat durch die Klappe gleich einen Regen- und Sonnenschutz. Ich bin gerade dabei, mir nach Inspiration aus der Ford Nugget Facebook-Gruppe einen zusätzlichen Klapptisch an die Heckseite des Kleiderschranks zu bauen, der bei offener Heckklappe als Esstisch oder Steharbeitsplatz genutzt werden kann. Dort hinten zu Grillen o.ä. ist auch praktischer als neben der Schiebetür, da der Weg zur Küche wesentlich kürzer ist. In Kombination mit einem Fliegengitter für die Heckklappe – die es leider nicht als Orignalzubehör aber glücklicherweise von Drittherstellern gibt – ist dies bei schönem Wetter eine gute Möglichkeit, das Koch- und Essgeschehen drinnen und draußen zu kombinieren

Worüber ich auch sehr froh bin ist die Dieselheizung. Sofern man seinen Tank nicht bis auf die letzten Liter leerfährt, muss man hiermit nie frieren. Und das meine ich wirklich so – ich habe die 3 Kw Heizung des Nuggets schon bei knapp -30 Grad in Nordnorwegen testen können und war wirklich erstaunt, wie leistungsfähig sie ist. Im Nugget waren es dabei immer noch über 20 Grad! Nachdem ich nun schon mehrfach eine Gasheizung im Kastenwagen testen konnte, möchte ich die Dieselheizung wirklich nicht mehr missen. Heizt man nur im Sommer mal ab und zu in kalten Nächten und nutzt den Camper im Winter nicht, mag eine Gasheizung kein Problem sein. Braucht man die Heizung aber über mehrere Wochen dauerhaft, dann kann die ständige Sorge ums Gas doch echt nervenaufreibend werden – braucht man doch bei ordentlich Kälte alle 2-3 Tage eine neue Flasche! Nachteil der Dieselheizung ist leider, dass sie außerhalb des Fahrzeugs recht laut ist und insbesondere beim An- und Ausschalten nach Diesel riecht. Von innen ist das Gebläse nur beim Anlaufen und Aufheizen recht laut, danach schnurrt sie leise vor sich hin und stört (mich) nicht. Auch das typische Klackern der Dieselpumpe ist bei mir innen glücklicherweise nicht zu hören.

Als letztes möchte ich noch das Fahrgefühl im Nugget hervorheben. Ich bin ja nun im Vergleich auch schon längere Strecken in Fiats oder Citroens (Kastenwagen) gefahren, muss aber sagen, das Fahren im Nugget ist doch sehr viel mehr PKW-like als in diesen Transportern – auch wenn diese zugegebenermaßen die bequemeren Sitze haben. Aber was die Länge, die Lautstärke und das allgemeine Fahrgefühl angeht, gefällt mir der Nugget bzw. der Ford Transit Custom wirklich sehr gut – ich freue mich jedes Mal, wenn ich die Armlehnen runterklappe und losdüsen kann! Da kommt sofort Urlaubsfeeling auf, auch wenn ich nur zum Einkaufen fahre. Und auch das ist eine tolle Sache: Wenn man überall mit dem Nugget hinfährt, hat man halt auch immer alles dabei. So habe ich es wirklich zu schätzen gelernt, unterwegs einfach immer eine Toilette und ein Waschbecken dabei zu haben – oder auch mal ein abgeholtes Essen aus dem Restaurant gemütlich an einem schönen Ort im Nugget verspeisen zu können. Unbezahlbar!

Was mir fehlt?

So, nun erstmal genug geschwärmt. Gibt es denn auch Nachteile, die ich am Nugget sehe? Ja klar! Ich denke, so ein Camper ist immer irgendwie ein Kompromiss – man muss sich nur entscheiden, welche Nachteile man für welche Vorteile bereit ist in Kauf zu nehmen. Und manche Dinge, die im Standardfahrzeug fehlen, kann man ja durchaus noch nachrüsten. Zugunsten der Größe (und des Preises) gibt es beim Nugget allerdings zwei Dinge, die mir fehlen, auf die ich aber am ehesten verzichten kann: eine Dusche und ein Kofferraum (oder Garage, wie es so schön heißt). Verzichten kann ich darauf, da ich diese beiden Dinge in gewisser Weise kompensieren kann:

Statt der Dusche wasche ich mich am Waschbecken, was in 95% der Fälle völlig ausreichend ist – und vermutlich auch schneller geht als das Dusch-Prozedere mit anschließender Reinigungsaktion in einer typischen Wohnmobil-Dusche. So hab ich einfach eine 1,5 l Flasche mit warmem Wasser am Start, um mir die Haare am Waschbecken zu waschen. Das kannst Du Dir auch hier im Bewegtbild bei Kai von TravelCampingLiving anschauen, der mich mal dabei gefilmt hat (vorher zeige ich noch meine Powerstation zum Haarefönen). Das aufgefangene Wasser kann man dann noch wunderbar für eine Katzenwäsche mit Waschlappen nutzen. Sparsamer geht’s fast nicht… Was wieder ein Vorteil gegenüber einer Dusche ist, für die man wesentlich mehr Frischwasser mitschleppen muss. Auf diese Weise habe ich auf meiner 9-monatigen Reise fast ausschließlich gelebt – eine echte Dusche gabs höchstens mal auf dem Campingplatz, im Schnitt würde ich sagen alle 4 Wochen. Und im Sommer kann man ja auch zwischendurch mal in einen See springen. Ich fühle mich daher immer sauber und traue mich auch so zu Kundenterminen zu gehen 😉 Und ehrlich gesagt glaube ich, dass ich eine Dusche im Camper auch nur selten nutzen würde, einfach weil meine Waschmethode doch sehr viel einfacher und schneller ist aus meiner Sicht. Zumindest habe ich in allen Campern MIT Dusche, die ich bisher für ca. 10 Tage genutzt habe, nur jeweils 1x die Dusche benutzt. Hier lag es aber auch primär an der schwierigen Frischwasserversorgung unterwegs.

Übrigens, das fehlende Badezimmer stört mich als Alleinreisende nicht wirklich – spart ja im Endeffekt viel Platz. Wenn man zu zweit oder mit Familie reist, kommt aber schon schnell der Wunsch nach etwas mehr Privatsphäre auf. Das ist aber sicherlich recht individuell und abhängig davon, mit wem man reist 😉

Tja, die Garage wäre schon manchmal ganz schön, um größere Gegenstände wie das SUP und dessen Zubehör zu verstauen. Ich nutze dafür als Alternative gern den Beifahrersitz oder den Fußraum davor, oder wie gesagt das ausgeklappte Bett. Das geht gut wenn ich allein unterwegs bin. Zu zweit ist es immer etwas Geräume, aber es lässt sich aushalten – je nachdem, wieviel man so mitschleppt. Wenn ich dann irgendwo länger stehe, drehe ich den Beifahrersitz um und verlagere meinen „Kofferraum“ auf den Fahrersitz (dieser wird bei mir nie umgedreht). In Summe hält sich aber auch dieser Nachteil in Grenzen, bzw. rechtfertigt er nicht, dafür ein anderes Fahrzeug zu kaufen.

Neben diesen zwei offensichtlichen Nachteilen gibt es noch ein paar Kleinigkeiten, die mir nicht unbedingt fehlen, aber manchmal schon ganz nett wären:

  • Ein Tiefkühlfach – man könnte zwar den gesamten Kühlschrank zur Tiefkühltruhe machen, aber dann fehlt wieder der normale Kühlschrank. Aber man kommt auch ohne aus – und in den meisten Campern ist das Tiefkühlfach sowieso recht klein dimensioniert.
  • Eine Elektroheizung – die verbaute Eberspächer Dieselheizung gibt es leider nicht (wie die Truma 6D z.B.) mit einer Elektrozuheiz-Funktion, welche über Landstrom verwendet werden kann. Bleibt nur ein Keramikheizlüfter, der auch funktioniert, aber den Wohnraum natürlich nicht so schön gleichmäßig erwärmt.
  • Eine Fußbodenheizung – wäre natürlich angenehm, lässt sich in den meisten Fällen aber auch nur sinnvoll über Landstrom betreiben. Ich habe als Alternative mein Aluminiumrohr, welches mir die warme Luft des vorderen Heizungsauslasses direkt auf die Füße bläst wenn ich am Tisch sitze. Für mich eine perfekte Lösung! Fürs restliche Fahrzeug reichen dann warme Hausschuhe.
  • Warmwasser – könnte ich mir zwar über meinen verbauten Boiler erzeugen, aber dies kostet mir ehrlich gesagt (ohne Landstrom) zu viel Strom. Schöner sind da die Lösungen wie bei Truma, die während des Heizens gleich das Wasser mit erwärmen.
  • Mehr Autarkie – da ich viel autark unterwegs bin und durch meine Arbeit recht viel Strom verbrauche, wünsche ich mir manchmal mehr Möglichkeiten, die im Nugget aber meist platzbedingt nicht realisierbar sind. So ist es schwierig, auf dem Dach mit großem Dachfenster mehr als 100-150 Watt Solarpanel oder unter dem Beifahrersitz mehr als 2x 100 Ah Lithium-Batterien unterzubringen. Eine Brennstoffzelle findet auch nirgends wirklich Platz. Und im Endeffekt sind auch 40 Liter Frisch- und Abwasser nicht sooo viel. Aber immerhin komme ich allein damit 4-5 Tage hin, was schon gut ist. Durch die Trockentrenntoilette habe ich auf jeden Fall schonmal viel gewonnen was die lästige Entsorgung angeht. Und der Umstieg von den originalen AGM-Batterien auf Lithium dürfte auch nicht mehr lang auf sich warten lassen.
  • Softclose der Schiebtür – wäre manchmal wirklich toll, vor allem wenn andere um mich herum stehen und ich von einer Astrofototour wiederkomme. Leider gibt es diese Option (noch) nicht für den Nugget, so dass es immer ganz schön rummst, wenn ich die Tür hinter mir zumache.

Was mich nervt?

Nun gibt es neben Dingen, die mir fehlen, auch Dinge, die zwar da sind, aber in der Handhabung etwas nerven. Vorweg muss ich sagen, dass es wirklich wenig gibt, was mich am Nugget nervt bzw. es für mich gar nichts gibt, was so schrecklich ist (oder so sehr fehlt), als dass ich aktuell über ein anderes Fahrzeug nachdenke. Aber ein paar Kleinigkeiten gibt es da schon:

  • Die Sitze vorn – sind für meinen Geschmack nicht ganz optimal. Am Anfang hatte ich sogar mit Rückenschmerzen auf längeren Fahrten zu kämpfen, was sich aber dadurch beheben ließ, dass ich einfach ein schmales rundes Kissen in den Spalt zwischen Lehne und Sitzfläche gesteckt habe. Seitdem geht es ganz gut. Aber die Sitze im Fiat Ducato gefielen mir doch wesentlich besser! Zudem muss man beim Nugget aufpassen, ob einem die Sitzhöhe taugt – ist man zu groß (oder ein Sitzriese), dann kann man hier schnell Probleme bekommen. Das betrifft mich zum Glück nicht.
  • Die Erreichbarkeit der Stauräume – könnte besser sein. In viele Schränke oder Fächer muss man etwas „hineinkriechen“ oder blind hineinfassen. Aber Schubladen machen bei den Schränken des Nuggets auch nicht wirklich Sinn. Man gewöhnt sich daran.
  • Das Kühlschankprinzip – entspricht eher dem einer Kühlbox, die von oben beladen wird. Das ist zwar praktisch, weil nicht bei jedem Öffnen die Kälte „herausfällt“, macht es aber auch deutlich unübersichtlicher. Aber auch daran gewöhnt man sich. Ich bin auf jeden Fall froh, dass ich eine so zuverlässige Kühlmöglichkeit habe, da ich teure Medikamente dabei habe, die zwischen 2 und 8 Grad gelagert werden müssen.
  • Wasser im Kühlschrank – gehört leider zum Konzept dieser Kühlbox dazu, nervt aber schon etwas. So muss alle paar Tage oder Wochen das Kondenswasser, was sich am Boden des Kühlschranks gesammelt hat, ausgewischt werden, damit nichts gammelt.
  • Der Klappmechanismus des Bettes – ist recht umständlich, wenn man das Bett regelmäßig zusammenklappen möchte. Ein einfaches Hochklappen des gesamten Betten mit Gasdruckfedern, wie es in anderen Hochdach-Campern realisiert ist – wäre hier deutlich charmanter. Aber damit würde ich auch einige meiner Vorteile des permanent ausgeklappten Bettes verlieren, von daher habe ich mich jetzt damit sehr gut angefreundet.
  • Die „Nase“ am Hochdach – ist doch beim Fahren recht wenig aerodynamisch und vor allem sammeln sich darunter sehr gern die toten Fliegen, die nur schwer wieder zu entfernen sind. Außerdem sind die Wasserflecken, die durch Tropfen von der Nase entstehen, nur sehr schwer von der Windschutzscheibe zu entfernen. Aber dafür ist die Nase als Stauraum von innen sehr praktisch – und irgendwie gibt sie dem Nugget (von seinen Besitzern auch liebevoll „Nasenbär“ genannt) ja auch sein charakteristisches Aussehen.
  • Der Auslass für Grauwasser – ist extrem blöd gebaut, so dass die ca. 40 l Grauwasser nur sehr langsam den Weg nach draußen finden. So wartet man (und schlimmstenfalls auch andere Camper an der Entsorgung) schon mal locker 15 min. bis ein voller Abwassertank entleert ist. Aber immerhin ist der Hebel zum Öffnen des Tanks innen im Nugget, so dass man nicht wie bei einigen anderen Campern halb unters Auto kriechen muss.
  • Die Fliegenschutztür – ist zwar gut gedacht, aber leider auch recht schwergängig und am Abschluss nicht 100%ig dicht. Außerdem entsteht dadurch eine Rille im Bereich der Schiebetür, in der sich gern mal Dreck und Steinchen sammeln, die den Betrieb der Fliegenschutztür auch nicht gerade erleichtern.

Was alles kaputt gegangen ist?

Auch meine Pannenstatistik möchte ich Dir natürlich nicht vorenthalten. Die Liste ist jetzt nicht ganz kurz, aber im Endeffekt bin ich – in Anbetracht der intensiven Nutzung – noch zufrieden mit der Zuverlässigkeit. Immerhin haben mich alle Reparaturen bislang noch nichts (außer Zeit und manchmal Nerven) gekostet. Also, legen wir mal los:

  • Los ging es mit dem defekten Lichtdimmer (Bestandteil des Lichtpakets), was mir sofort nach der ersten Fahrt zu Hause auffiel – dieses Teil war also sozusagen DOD („dead on arrival“), wie man so schön sagt. Habe ich hier irgendeine Helligkeit eingestellt, ist diese nach ein paar Minuten ohne Zutun auf die niedrigste Stufe gesprungen. Nach dem Tausch ist seitdem aber Ruhe damit gewesen – wobei ich das gedimmte Licht selten nutze, da ich mittlerweile andere (gemütlichere) Lichtquellen im Nugget nutze.
  • Die Fliegenschutztür ist wie gerade schon erwähnt generell nicht die beste Konstruktion. Recht schnell war es bei meiner dann jedoch soweit, dass sie sich gar nicht mehr bewegen wollte. Auch hier wurde „kurzer Prozess“ gemacht und eine neue eingebaut – seitdem funktioniert sie ohne Probleme, wenn auch immer noch schwergängiger als man sich das wünschen würde.
  • Das erste richtig ärgerliche Problem hatte ich im Herbst 2018 – als der Nugget etwas ein halbes Jahr alt war. Bei einem nächtlichen Fotoausflug in den Harz wollte er plötzlich nach dem Verlassen des Parkplatzes nicht mehr richtig fahren – als wenn die Handbremse noch angezogen war. War sie aber natürlich nicht. Ich konnte dann gerade noch von der dunklen Kurve an den Straßenrand fahren, wo ich etwas panisch erstmal abgewartet habe. Nach ein paar Minuten fuhr es sich wieder normal, wenn auch mit äußerst mulmigem Gefühl! Später im Nuggetforum fand ich Hinweise darauf, dass es sich um den Rückruf des elektronischen Bremskraftverstärkers handeln könnte. Die Werkstatt „wehrte“ sich jedoch recht lang gegen eine entsprechende Reparatur, da dieser Rückruf für mein Fahrzeug (noch) nicht erfolgt war. Das bescherte mir drei sorgenvolle Monate, wobei das Problem sogar noch einmal auftrat, BEVOR der Rückruf endlich auch bei mir angekommen war und die Werkstatt dann irgendwann mal einen Termin für mich freihatte. Alles mehr als ärgerlich, zumal ich eigentlich von Anfang an wusste, was das Problem war, nur die Rückrufaktion leider später kam als der (sicherheitskritische) Fehler bei mir auftrat.
  • Auf dem Nuggettreffen im Mai 2019 machte mich mein „Nachbar“ glücklicherweise darauf aufmerksam, dass es beim kurzen Nugget (nicht Plus) häufig das Problem gibt, dass durch Reibung beim Einfedern irgendwann ein Loch im Heizungsschlauch entsteht. Ein Blick unters Fahrzeug (hinten auf der Seite der Schiebetür) hat dies bei mir bestätigt – nach einem Jahr war dort ein Loch! Im September vor meiner Winterreise nach Nordnorwegen habe ich das aber beheben lassen. Ein neuer Schlauch in etwas anderer Position macht seitdem keine Probleme mehr. Aber man muss erstmal wissen, dass man dieses Problem überhaupt hat!
  • Während meiner Europatour 2019 hatte ich dann als erstes ein Problem mit meinem Dachfenster – es ließ sich nicht mehr richtig schließen, sondern stand an einer Ecke etwas ab und ließ sich anheben. Nach mehrmaligem Versuchen ging es dann irgendwann wieder, aber irgendwas stimmte mit dem Federmechanismus nicht. Unterwegs war es nicht ganz einfach, einen passenden Händler zu finden, der Westfalia-Partner war UND Zeit hatte. Die Kosten allein übernehmen wollte ich dann aber auch nicht, und so habe ich erstmal eine Weile damit gelebt, das Fenster nicht mehr zu öffnen. Ein paar Wochen später habe ich es dann nochmal gewagt und siehe da, seitdem ist das Problem nicht mehr aufgetreten. Das nenne ich mal spontane Selbstheilung. Mal schauen, wie lang diese anhält. Seit fast zwei Jahren funktioniert es jedenfalls nun wieder normal.
  • Ein weiteres „Standardproblem“ im Nugget ist die undichte dritte Bremsleuchte hinten in der Heckklappe. Zum ersten Mal hat mich dieses Problem in den Dolomiten ereilt, als es aus Eimern geschüttet hat. Ein Besuch in einer Ford-Werkstatt in Bozen war ähnlich ernüchternd wie mein Besuch wegen des Dachfensters, wobei eine Ford-Reparatur auf Garantie im Ausland nochmal schwieriger ist. Ich hab mich dann für die Methode „Gaffer Tape“ entschieden (hässlich aber wirkungsvoll) und es im September, als ich wieder in Deutschland war, reparieren lassen. Das hielt ungefähr ein halbes Jahr, dann tropfte es wieder munter an der Heckscheibe rein. Nach einem erneuten Wechsel – glücklicherweise auf Kulanz noch einmal kostenlos – schien es dann wirklich dicht zu sein, bis es bis vor Kurzem wieder leicht tropfte. Vermutlich werde ich jetzt wohl mal selbst Hand (und Silikon o.ä.) anlegen, um dem Problem zu Leibe zu rücken. Eine Vermutung aus dem Nuggetforum, es könnte an einer zu langen Schraube an der Gardinenstange liegen, ist bei mir eher nicht die Ursache. Leider scheint dies aber ein leidiges Thema bei fast allen Nugget-Besitzern zu sein.
  • Das bisher gravierendste Problem – zumindest was die Auswirkungen anging – hatte ich dann Ende 2019 in Schweden, als Wasser ins Steuergerät des Fahrzeugs gelaufen ist und den Nugget schließenlich zum Liegenbleiben brachte. Hierzu habe ich einen ausführlichen Blogbeitrag geschrieben. Am Ende ist alles halbwegs glimpflich ausgegangen, auch wenn ich schon gern selbst mit dem Nugget aus Schweden zurückgefahren wäre.

So sollte eine lange Reise nicht enden…

Nach der Europatour kamen dann so langsam die ersten Verschleißerscheinungen im Fahrzeug, was aber bei meiner intensiven Nutzung auch nicht so wahnsinnig ungewöhnlich ist:

  • Als erstes wurde der Tisch immer wackeliger – bis sich herausstellte, dass die Schrauben, mit denen er an der Schiene befestigt war (unter der Tischplatte), sich mit der Zeit gelockert hatten, bis er nur noch an der mittleren Schraube hing. Das merkte ich aber erst, als diese irgendwann komplett ausgerissen war und der Tisch quasi abgebrochen war. Das ließ sich aber recht gut selbst beheben, indem ich die zwei äußeren Schrauben ersetzte und mit entsprechenden Unterlegscheiben vor dem erneuten Herausdrehen sicherte. Seitdem ist alles bombenfest.
  • Mitte 2020 hat sich dann mein Kühlschranksensor verabschiedet, so dass der Kühlschrank selbst auf kleinster Stufe im Minusbereich gekühlt hat. Da ein Kühlschrank (mit kontrollierbarer Temperatur) für mich auf Grund der Medikamente extrem wichtig ist, musste hier schnell eine Lösung her. Zum Glück hatte ein Bekannter von mir noch ein Ersatzteil, was ich sogar selbst (mit männlicher Hilfe und guten Tipps aus dem Nuggetforum) wechseln konnte. Seitdem läuft er wieder einwandfrei – und hoffentlich auch länger, nun wo der Sensor etwas besser gegen Feuchtigkeit geschützt ist. Das war nämlich beim Originalsensor das Problem – er wurde irgendwann undicht.
  • Ein noch nicht behobenes Problem ist mein Boiler – er geht schlichtweg nicht mehr an. Da ich ihn aber sowieso so gut wie nie genutzt habe, fehlte mir bisher die Motivation, hier Geld und Zeit in die Reparatur zu investieren. Daher weiß ich auch gar nicht, ob es ein gravierendes Problem ist, oder einfach nur eine Sicherung rausgeflogen ist o.ä. Leider gibt es im Nugget keine separate Sicherung für den Boiler, soweit ich weiß. Diese Reparatur steht also noch auf der Todo-Liste 🙂
  • Auch auf der Liste steht der Austausch des Wasserhahns – dieser ist nämlich im Laufe der Zeit auch etwas undicht geworden. An der einen Verbindungsstelle des Hahns tropft offenbar immer mal etwas Wasser heraus, was sich dann hinter dem Hahn auf der Küchenplatte sammelt. Bisher lässt sich das noch ganz gut mit dort platziertem Küchenpapier aufsaugen, aber irgendwann macht eine Reparatur sicherlich auch mal Sinn. Vielleicht auch hier erstmal mit der Methode „Gaffer Tape“ 😉

Welche Alternativen gäbe es für mich?

Ich werde immer mal wieder gefragt, ob ich denn irgendwann mal auf einen anderen Camper umsteigen möchte und wenn ja, auf welchen. Aus Interesse (und für den Fall, dass ich mal im Lotto gewinne oder der Nugget plötzlich kaputt geht) schaue ich mir natürlich immer mal wieder alternative Modelle an. Dabei habe ich festgestellt, dass es gar nicht so einfach ist, gute (und für mich geeignete)  Konzepte zu finden. Und wenn man sie dann gefunden hat, kosten sie doch deutlich (!) mehr als mein Nugget – von daher muss ich mich wirklich nicht ärgern! Aber da ich mich wie gesagt schon durchaus intensiv mit Alternativen beschäftigt habe, möchte ich Dir diese natürlich nicht vorenthalten, wobei die Reihenfolge hier keine Wertung darstellen soll. Die Namen der Vans sind übrigens gleichzeitig Links zu den Produktseiten der Fahrzeuge, falls Du Dir die Grundrisse genauer anschauen möchtest:

  • Bresler 496 / 541 Junior DK: Auf den Bresler bin ich auf dem Caravan Salon 2019 gestoßen – vorher hatte ich noch nie von dieser Marke gehört, obwohl es sie schon seit über 30 Jahren gibt. Die Raumaufteilung ist allerdings wirklich sehr gut gelöst, sowohl im knapp 5 m als auch im 5,40 m Modell. In der Länge ist der Bresler also durchaus mit dem Nugget oder Nugget Plus zu vergleichen, nur die Höhe ist auf Grund des Doppelbodens mit etwas über 3 m etwas üppiger. Dafür findet auf diesem vergleichsweise kleinen Raum sogar ein Bad Platz – beim 5,40 m Modell sogar mit separater Dusche! Wenn man als Nuggetfahrer das Schlafen im oberen Stockwerk gewöhnt ist, fühlt man sich auch hier wohl! Vorteil: Das Wegklappen des Bettes ist einfacher über Gasdruckfedern gelöst. Die Küche im hinteren Teil des Fahrzeugs finde ich persönlich besser als in typischen Kastenwagen an der Schiebetür. Hier wäre ein Alltagstest dieses Raumkonzepts tatsächlich mal sehr spannend! Die Beiden in diesem Video sind aber offenbar sehr glücklich mit diesem Camper, auch wenn es schon ein älteres Modell ist.
  • Pössl Vario 499 / 545: Ähnlich wie die beiden Bresler Modelle sind auch die Pössl Varios gestaltet – sowohl was das Raumkonzept als auch die Länge angeht. Auch hier findet sich das Bad im hinteren Teil des Fahrzeugs wieder und das (riesige) Bett im 2. Stock. Die Küche und die Dinette sind wie in einem normalen Kastenwagen vorn hinter dem Fahrer- und Beifahrersitz platziert, was das gemeinsame Kochen und Schnibbeln vereinfachen sollte. Das Bad finde ich ok, allerdings muss man mit einem Vorhang zum Duschen leben. Im 5,40 m Modell gibt es hinter dem Bad allerdings noch eine Überraschung. Aber das kannst Du Dir auch selbst in diesem Video anschauen, was ich mal mit Kai von TravelCampingLiving von den beiden Fahrzeugen aufgenommen habe. Insgesamt stört mich die (äußere) Optik der Varios etwas muss ich sagen. Außerdem sind sie mit 3,12 m schon deutlich höher als der Nugget. Innendrin könnte ich mich allerdings schon wohl fühlen muss ich sagen – was aber auch ein Praxistest bestätigen müsste!
  • Westfalia Club Joker: Schon als ich kurz vor dem Kauf des Nuggets stand, habe ich mir den Club Joker genauer angeschaut. Er ist vom Konzept her dem Nugget ja durchaus ähnlich, wobei hier auf 5,40 m im Gegensatz zum Nugget Plus ein Bad mit Dusche verbaut ist und die Küche etwa der im Bresler entspricht. Im Gegensatz zu den Bresler- und Pössl-Modellen geht auch der Club Joker ähnlich wie der Nugget einen anderen Weg beim Basisfahrzeug: Statt Fiat Ducato oder Citroen Jumper ist hier ein VW Bus die Grundlage – was sicher auch den Ausschlag zum wesentlich höheren Preis gegenüber dem Nugget auf Ford Transit Custom Basis gibt. Hier muss man also abwägen, ob einem das Basisfahrzeug einen Aufpreis von ca. 25.000 – 30.000 € wert ist – mir war es das damals definitiv nicht! Aber nichts desto trotz ein sehr schönes Fahrzeug!
  • HRZ Trend: Auf diese Marke bin ich erst kürzlich durch Zufall gestoßen, obwohl es sie schon seit fast 50 Jahre (!) gibt. Ähnlich wie Bresler sprechen wir auch hier von einer Manufaktur – mit entsprechender Qualität, Anpassungsmöglichkeit an die eigenen Wünsche, aber natürlich auch anderen Preisregionen. Das liegt ähnlich wie beim Club Joker zum Teil am Basisfahrzeug, was in diesem Fall ein Mercedes Sprinter ist. Auch hier wurde auf nur 5,26 m wirklich viel untergebracht, u.a. ein Badezimmer. Möglich ist dies wie bei den anderen Fahrzeugen durch das zweistöckige Raumkonzept – was ich aber sowieso liebe und bei solch einer kompakten Bauweise für zwingend notwendig halte. Aber schau ihn Dir doch am besten selbst an, z.B. in diesem Video, auf welches ich kürzlich gestoßen bin.
  • Knaus Van I 550 MD: Dieses Modell fällt ein wenig aus der Reihe der Campervans heraus, auch wenn der Name anderes vermuten lässt. Hierbei handelt es sich jedoch um ein vollintegriertes Wohnmobil, welches jedoch kompakte Abmaße ähnlich wie ein Van hat. Auf Grund einer entsprechenden Suche nach einem geeigneten Wohnmobil in meinem Freundeskreis habe ich mich intensiver auch mit dieser Fahrzeugklasse beschäftigt und muss sagen, ich bin wirklich überrascht und begeistert! Das Raumgefühl dieses 6 m Fahrzeugs ist doch ein ganz anderes als in einem 6 m Kastenwagen! Auch lässt sich hier sehr viel mehr Komfort realisieren, wie z.B. eine Alde Warmwasserheizung oder ein vergleichsweise riesiges Schwenkbad mit Dusche. Zwei große Betten inkl. Trenntür dazwischen und eine riesige Garage findet man auch so schnell nicht auf 6 m Länge. Aber schau Dir doch diese Roomtour vom Caravan Salon 2020 einfach mal an, da wird alles detailliert vorgestellt. An die Optik von außen muss man sich allerdings zugebenermaßen erstmal gewöhnen. Vielleicht wäre das mal ein passendes Mobil für mich, wenn ich ein paar Jahre älter bin 😉

Was alle diese Alternativen gemeinsam haben: sie sind sehr viel teurer als ein Nugget! Die Listenpreise eines Nuggets unterscheiden sich zwar gar nicht so sehr von denen der o.g. Kastenwagen, aber die rabattierten Preise können dann schonmal einen Unterschied von 20.000 bis 30.000 € aufweisen. Beim Integrierten liegt man bei zugegeben auch besserer Ausstattung schnell beim doppelten Preis des Nuggets. Und ob die Vorteile dann soo viel wert sind, muss man wirklich gut abwägen.

Zudem muss man bei all den tollen Modellen mit ihrem verlockenden Zubehör auch immer aufs Gewicht schauen! Beim Nugget hatte ich noch über 600 kg Zuladung, was selbst als Alleinreisender schneller aufgebraucht ist als man denkt. Daher würde ich bei meiner Wunschkonfiguration auch immer auf die konkrete Zuladung achten, welche viele (insbesondere Kastenwagen-)Hersteller leider nicht immer ganz transparent kommunizieren. An dieser Stelle war ich sehr vom Knaus überrascht, der auf Grund seiner Bauweise als Integrierter trotz 6 m Länge und üppigem Zubehör bis zu seinem Maximalgewicht von 3,5 t noch richtig viel Zuladung erlaubt (800 kg mit Grundausstattung!).

Ein Kastenwagen mit klassischem Grundriss käme für mich eher nicht in Frage – hier habe ich mich nie richtig „heimelig“ gefühlt. Außerdem muss man bei diesen Campern ohne Hochdach auf unter 6 m aus meiner Sicht zu viele Kompromisse eingehen.

Der Nugget wirkt richtig niedlich gegen einen 6 m Kastenwagen, auch wenn er ihn höhenmäßig überragt.

Alternativ käme natürlich potentiell auch ein Selbstausbau in Frage, aber dafür fehlt mir einfach die Zeit und das Wissen. Außerdem hätte ich glaube ich ständig Panik, dass mir der Camper, in dem so viel Zeit und Herzblut steckt, geklaut wird oder einen Unfall hat. Von daher würde ich wohl auch zukünftig bei den fertig ausgebauten Campern bleiben, die man dann selbst noch etwas optimieren kann.

Bereue ich den Kauf?

Keineswegs! Es ist sogar so, dass ich mich fast noch jeden Tag mehr in den Nugget verliebe. Ich fühle mich einfach sauwohl darin und könnte mir sogar vorstellen, komplett darin zu leben! Klar, er ist im Vergleich zu anderen Campern sicher kein Luxusmobil, aber der Wohlfühlfaktor ist mir da ehrlich gesagt wichtiger. Ich habe ja alles was ich brauche um glücklich zu sein. Die Kompromisse, die ich beim Nugget eingehen musste, sind für mich auf jeden Fall akzeptabel – dafür habe ich ein wesentlich günstigeres Fahrzeug als die aktuell für mich in Frage kommenden Alternativen. Und wie sagt man so schön: „jetzt weiß man was man hat“ – wer weiß was bei einem anderen Fahrzeug alles so nervt oder kaputt geht.

Allerdings muss ich schon sagen, dass ich zur wirklich sinnvollen Nutzung des Nuggets noch einiges zum Standardzustand hinzubauen musste bzw. dies noch tun werde. Hier wäre es schön, wenn Ford bzw. Westfalia hier zukünftig mehr Optionen als Zubehör anbieten würde, wie zum Beispiel einen Ladebooster, Solarpanel, Wechselrichter, Batteriecomputer, Lithium-Batterien, die BioToi Trockentrenntoilette inkl. Entlüftung, die Handtuchstange im Hochdach, den Tisch am Heck, das Fliegenschutzgitter im Heck oder einen Vorhang zwischen Fahrerhaus und Wohnraum. Aber gut, es ist ja nicht unmöglich, sich das dazuzubauen.

 

Von daher würde ich zusammenfassend sagen: Der Nugget ist – mit meinen Umbauten – momentan ein ideales Fahrzeug für meine Bedürfnisse. Aber: jeder hat natürlich andere Bedürfnisse, Reiseverhalten oder Luxusansprüche. Daher ist es sicher empfehlenswert, sich vor dem Kauf erst einmal einen auszuleihen und alles für sich zu testen!

18 Kommentare
  1. Elmar Schmidt sagte:

    Liebe Katja,
    vielen Dank für diesen und Deine anderen tollen Beiträge!
    Wir warten noch, aber können uns jetzt schon ein gutes Bild von dem machen, was da alles kommen könnte.
    Es macht Spaß, Deine Texte zu lesen 😊
    Herzliche Grüße
    Elmar Schmidt

    Antworten
    • Katja Seidel sagte:

      Hallo Elmar,
      na, das freut mich doch zu hören – dann habe ich mein Ziel ja erreicht. Vielleicht können euch ja die Reiseberichte hier auf der Seite die Wartezeit noch etwas verkürzen. Ich drück die Daumen, dass alles klappt bei euch!
      LG, Katja

      Antworten
  2. Corinna Harder sagte:

    Liebe Katja, es war mir eine Freude, deinen Beitrag zu lesen. (Ich habe ihn komplett gelesen. 😉 Ich hätte auch noch länger durchgehalten. Es macht einfach Spaß, wie du deine Erfahrungen mit uns Lesern teilst.)
    Man merkt, wie sehr du den Nugget liebst. An ganz vielen Stellen habe ich dir innerlich zugenickt. Ich freue mich schon jetzt auf alles, was noch von dir kommt.
    Liebe Grüße, Corinna

    Antworten
    • Katja Seidel sagte:

      Liebe Corinna,
      es freut mich, so ausdauernde Leser zu haben 🙂 Ja, es war wirklich Liebe auf den ersten Blick. Ich hoffe, er bleibt mir noch lange treu, dann kann ich noch ganz viel berichten! Freue mich auch auf deine Berichte – deine Webseite ist ja wirklich schon toll geworden!
      LG
      Katja

      Antworten
  3. Astrid Boermann sagte:

    Hallo Katja,
    sehr interessanter Bericht. Wir fahren den Nugget als Plus nun auch schon 2,5 Jahre und möchten ihn nicht wieder abgeben.

    Liebe Grüße aus dem Ruhrpott

    Astrid

    Antworten
    • Katja Seidel sagte:

      Hallo Astrid,
      klasse, dass er euch auch noch so gut gefällt! Ich erinnere mich noch gut an den Abend auf dem Parkplatz im Harz… ich war schon beeindruckt, wie gut ihr dort mit der ganzen Familie in diesem doch vergleichsweise kleinen Camper klargekommen seid.
      LG zurück,
      Katja

      Antworten
    • Katja Seidel sagte:

      Hi,
      danke für den Tipp. Aber ich glaube, das wäre mir persönlich zu umständlich bzw. mir fehlt auch das Basiswissen dazu. Seitdem ich das Alurohr unterm Tisch habe, vermisse ich die Fussbodenheizung auch nicht mehr wirklich. Aber trotzdem danke, vielleicht ist es ja eine interessante Option für andere WoMo-/Nuggetfahrer.
      LG, Katja

      Antworten
  4. Karl sagte:

    Super interessanter Bericht – wir liebäugeln gerade auch mit einem Nugget als Kombination aus Reisemobil und Alltagsauto – allerdings reicht uns der mit dem Aufstelldach…
    Ich denke, der Challenger X550 käme für deine geschilderten Anforderungen auch in die engere Wahl – ist auch unter 6m und mit Hubbett und einem sehr gelungenem Raumkonzept inkl großem Bad …

    Antworten
    • Katja Seidel sagte:

      Hallo Karl,
      danke für den Tipp! Ja, die beiden (Challenger und Chausson) hatte ich mir auch schon angeschaut – aber hier würde mich glaube ich nerven, dass man (wenn man zu zweit unterwegs ist) nicht gleichzeitig im Bett liegen und am Tisch sitzen / arbeiten kann. Zudem würde mir die Sitzgruppe glaube ich nicht zum Arbeiten taugen – dafür sind die Sitze zu ungeeignet (hatte einige solcher Sitzgruppen schonmal probegesessen).
      Euch auf jeden Fall viel Spaß und Erfolg beim Liebäugeln 😉
      LG, Katja

      Antworten
  5. Stebo sagte:

    Hey Katja,

    habe es erst die Tage geschafft Deinen neuen Blogartikel zu lesen. Wirklich toll geworden, der ist so ein richtig tolles Plädoyer für den Nugget. Gut finde ich auch Deine Hinweise zu Alternativen und die ehrliche Meinung zu den „negativen“ Punkten. Ich denke aber, dass mit allem gut leben kann. Wir wollen ja nicht die Hoffnung aufgeben, dass Westfalia bzw. Ford im Lauf der Serie immer wieder Verbesserungen umsetzt. Was die Liste der „Defekte“ angeht muss ich sagen, dass diese schon recht lang ist bei Dir. Wir haben unseren Nugget ja nun fast genau zwei Jahre und wir waren letzte Woche damit zur ersten Wartung. Defekte gab es bisher bei uns glücklicherweise keine. Das Problem mit der undichten dritten Bremsleuchte scheint ja nun auch wirklich ein Problem des kurzen Nuggets zu sein. Die andere Dachform beim Nugget Plus scheint das Wasser hier etwas von der Stelle fern zu halten. Aber wirklich ein sehr schöner Blogartikel; ich mag sehr Deinen Schreibstil. Der liest sich sehr gut!

    Antworten
    • Katja Seidel sagte:

      Hi Stebo,
      danke für die tollen Worte! Ja, einerseits ist die Liste der Defekte recht lang, aber man muss denke ich auch sehen, dass ich den Nugget ja seeehr intensiv nutze. Daher ist das alles für mich noch akzeptabel, wenn auch manche Dinge etwas ärgerlich waren. Ich hoffe auf jeden Fall, dass mir der Nugget noch lange Freude bereitet. Und eurer euch hoffentlich auch!!
      Lg, Katja

      Antworten
  6. Joachim sagte:

    Liebe Katja,

    auch von mir ein herzlicher Dank für Deinen sehr aufschlussreichen Bericht. Ich bin ja immer noch „in froher Erwartung“ meines Nugget L1 HD (leider erst irgendwann im Herbst). Da die positiven Aspekte Deiner Bilanz deutlich überwiegen, freue ich mich auch weiterhin,,,

    Meine Frage: Wie lassen sich denn Deine wertvollen (und zum Teil wohl auch typischen) Erfahrungen hinsichtlich Problemen/Verbesserungsmöglichkeiten bei Ford bzw. Westfalia einspeisen? Lesen die heimlich oder offiziell mit und ziehen daraus ihre Schlüsse oder wäre das Nugget-Forum ein geeigneter Kanal für die Kommunikation mit den „Offiziellen“? Es wäre schade. wenn solche Erfahrungen (z,B. Loch im Heizungsschlauch als Konstruktionsmangel) an den Entwicklern der Hersteller „spurlos“ vorbeigehen würden. Immerhin gibt es dort grundsätzlich auch Lernpotenzial. So wurden beim Aufstelldach mittlerweile Versteifungen in die Zeltwände eingewebt, so dass das in der Vergangenheit bei Tests kritisierte Problem der eingeklemmten Stoffbahnen beim Schließen praktisch hinfällig ist (selbst erlebt bei der Miete eines Nugget AD Mj. 2021 über Pfingsten).

    Dir weiterhin alles Gute

    Viele Grüße Joachim

    Antworten
    • Katja Seidel sagte:

      Hallo Joachim,
      vielen lieben Dank für dein Feedback, das freut mich!
      Ob Ford / Westfalia hier „heimlich mitliest“ weiß ich natürlich nicht, aber die Themen sind auch schon mehrfach im Nuggetforum diskutiert worden. Einen direkten Kanal habe ich derzeit nicht zum Hersteller, aber vermutlich ergibt sich hier demnächst mal eine Gelegenheit, bei der ich solche Dinge mal ansprechen kann.
      Dir auch alles Gute und eine schöne Vorfreude auf den Nugget!
      LG, Katja

      Antworten
  7. Marco sagte:

    Hallo Katja
    Besten Dank für die interessanten Informationen auf deinem Blog.
    Nachdem ich auch diverse Youtube Videos bezüglich der Wintertauglichkeit vom Gold-Nugget gesehen habe, würde ich dich gerne etwas bezüglich den von dir erwähnten Alternativen fragen.
    Welche der erwähnten Alternativen sind deiner Meinung nach voll Wintertauglich – 30 Grad + / – ?
    Danke für eine Rückmeldung falls du Zeit hat.
    Gruss Marco

    Antworten
  8. Ralf sagte:

    Hallo Katja,
    dein Blog ist wirklich sehr informativ und toll zu lesen.
    Vielen Dank dafür – das ist sicherlich viel Arbeit.
    Den Nugget musst Du ja sehr lieben, wenn Du sogar Wasser im Steuergerät tolerierst.
    Für mich wäre da Schicht im Schacht, denn in erster Linie muss für mich ein Camper eines: fahren!
    Mit Garantie lässt sich so etwas sicher leichter verschmerzen.
    Aber ohne Garantie wird das ganz schön teuer.
    Ich wünsche dir noch viele tolle Naturerlebnisse.

    Viele Grüße

    Antworten
  9. Andreas sagte:

    Hallo Katja,
    doch schon wieder 3 Jahre!
    Ich kann mich noch an die Monster Torte erinnern.

    Ich habe den Transit früher als Firmenwagen gefahren. Im Vergleich zu den anderen Hersteller-Modellen, hatte dieser die deutlich bessere Straßenlage und war wendiger. Allerdings hatten die einzelnen Modelle auch immer ihre Problemchen. Bei einem haben wir sechs mal die elektrisch beheizte Frontscheibe getauscht bekommen – funktioniert hat sie trotzdem nicht. Der Händler hat uns dann den Aufpreis dafür zurückgezahlt. Der Arme war völlig entnervt. Die Motoren liefen gut und zuverlässig. Die Karosserie neigte schnell zum Rost. Und die Elektrik hatte wiederkehrend sein „mimimi“. Aber ehrlich, die anderen Hersteller hatten in ihren Modellen auch immer irgendwelche Macken. Die Autos sind halt auch nur Lebewesen.
    Gruß Andreas

    Antworten

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