Nach ein paar Monaten mit dem Camper durch die Alpen habe ich mich Anfang Oktober auf den Weg nach Skandinavien gemacht, um dort mal wieder auf die Jagd nach dem magischen Polarlicht zu gehen. Wie ich die ersten Tage im Schnee und Eis überstanden habe und ob ich schon erfolgreich war auf meiner Jagd, erfährst Du in diesem Blogbeitrag.

Diese geniale Winterlandschaft mit den einmaligen Farben am Himmel begrüßte mich in Lappland!

Rückblick 2016: An einem frostigen Wintertag im März in Tromsö treffen wir auf einem Supermarktparkplatz einen Mann mit einem ausgebauten Camper. Er berichtet uns, dass er für längere Zeit allein mit seinem Camper durch den Winter Nordskandinaviens reist. Den hatte er extra dafür zusätzlich isoliert, Spikereifen hätte er allerdings keine – es ginge auch so. „Wow“, dachte ich, „der ist ganz schön verrückt!“. Diese Begegnung ging mir allerdings seitdem nicht mehr aus dem Kopf, und so hat sich mit der Zeit die Idee entwickelt, sowas selbst mal zu machen. Als ich mich dann Ende 2017 dazu entschieden habe, mir selbst einen Camper zuzulegen, lag es natürlich nahe, diesen Plan damit in die Tat umzusetzen…

Generalprobe auf Island

Um vor einer mehrmonatigen Reise mit tausenden von Kilometern aber einen ungefähren Eindruck vom Leben im Camper bei solchen Bedingungen zu bekommen, musste eine „Testfahrt“ her. Diese habe ich zusammen mit meiner Mama über Silvester 2018/2019 auf Island gemacht – mit einem gemieteten Kastenwagen ging es für 10 Tage entlang der Nordküste Islands. Mehr dazu kannst Du in diesem Blogbeitrag lesen. An dieser Stelle nur soviel: Ich habe einiges aus dieser Reise gelernt:

  • Mit Spikes fährt es sich auch in einem 3-Tonnen-Camper super bei Schnee und Eis!
  • Bei -16 Grad kann schnell mal das Wasser im Camper einfrieren!
  • Man ist besser sparsam mit Wasser, wenn man nicht so oft auf Campingplätzen unterwegs ist, da das Wasser an vielen Versorgungsstationen über den Winter abgestellt ist!
  • Es ist genial, direkt an schönen Fotospots zu übernachten!
  • Man bekommt den Camper auch bei -16 Grad noch warmgeheizt und muss nicht frieren!

In Island hatten wir in dieser Nacht sehr viel Glück mit dem Polarlicht!

Der Plan: Mit dem Nugget zum Nordkapp

Nach der erfolgreichen Generalprobe war für mich klar, zum Abschluss meiner mehrmonatigen Auszeit im Nugget sollte es zum Nordkapp gehen! Erklärtes Fotoziel dabei waren natürlich die Nordlichter, von denen ich glaube ich nie genug kriegen kann!

Nun ist der Nugget kein ausgewiesener Wintercamper, aber im letzten Winter konnte ich zumindest schon zweistellige Minustemperaturen erfolgreich damit testen. Aber ich wollte natürlich trotzdem so gut wie möglich vorbereitet sein. Was konnte ich also tun?

  • Winterreifen: Bei meiner Abfahrt Anfang Oktober wären sie vermutlich noch nicht notwendig gewesen, aber wenn ich Mitte Dezember zurückkomme, schon eher. Daher habe ich vor der Abfahrt in Deutschland von den Sommer- auf die Winterreifen gewechselt.
  • Spikereifen: Da der Nugget mit seinen 3 Tonnen und Frontantrieb kein wirkliches Traktionswunder ist, waren mir nur Winterreifen und Schneeketten zu riskant. Daher sollten Spikereifen her… dazu gleich mehr.
  • Kühlmittel: In der Werkstatt habe ich mein Kühlmittel auf Frostschutzkonzentration prüfen lassen. Da diese nicht ausreichend war, habe ich es gegen ein Kühlmittel bis -35 Grad tauschen lassen. Sicher ist sicher, das kann sonst teuer werden.
  • Scheibenwischwasser: Auch das Wischwasser habe ich mit Konzentrat bis -55 Grad aufgefüllt, um auch hier nix anbrennen – äh einfrieren – zu lassen.
  • Keramikheizlüfter: Falls meine Dieselstandheizung mal muckt, habe ich vorsichtshalber noch einen kleinen Heizlüfter eingepackt. Dieser funktioniert zwar nur mit externem Strom, z.B. auf dem Campingplatz, aber wer weiß wozu man ihn mal braucht.

Die Sache mit den Spikes

Die meisten dieser Dinge konnte ich noch in Deutschland erledigen, nur das mit den Spikes hat sich doch als schwieriger (und teurer) herausgestellt als gedacht. Im August habe ich dank eines Hinweises in einer Norwegen-Facebookgruppe einen der wenigen Reifenhändler in Skandinavien gefunden, die Spikes scheinbar verleihen. Nach einigen Emails war klar, dass ich welche für 2 Monate leihen könnte. Kostenpunkt: umgerechnet ca. 420 €. Ganz schön teuer, aber was soll’s.

Spikes – aus meiner Sicht unerlässlich bei einer Fahrt zum Nordkapp im Winter

Eine Woche vor der geplanten Abfahrt war dann klar, wann genau ich sie abholen würde, was ich der Werkstatt wie besprochen mitteilte. Die Antwort war dann etwas überraschend für mich: Sie könnten mir die Spikes leider doch nicht leihen, da sie in diesem Zeitraum schon anderweitig vermietet seien. Whaaat?! Na toll, und nun? Ohne Spikes fahre ich da nicht hoch! Also am nächsten Tag zum lokalen Reifenhändler des Vertrauens und nachgefragt. Ja, sie könnten welche besorgen (normal zum Kaufen), das würde allerdings ca. 3 Wochen dauern. Diese Option fiel also schonmal flach. Also noch weitere sechs Reifenhändler in Schweden angeschrieben, ob sie welche verleihen oder verkaufen könnten. Bis heute habe ich von keinem der Händler eine Antwort bekommen! Schweden übrigens deshalb, weil man dort schon ab 1.10. mit Spikes fahren darf. In Norwegen (zumindest im Süden) ist dies erst ab 1.11. erlaubt.

Die Werkstatt, bei der ich ursprünglich leihen wollte, konnten mir aber welche zum Kauf anbieten. Auf Grund der schief gegangenen Verleih-Aktion wollte ich zwar nur äußerst ungern dort kaufen, aber so kurz vor knapp blieb mir keine andere Wahl. Dann kam die nächste kleine Hürde: die Reifendrucksensoren, die ich für den Nugget brauchte (Vorschrift seit 1. November 2014 für alle Neuwagen). Und da der Nugget mit einem sogenannten direkt messenden System arbeitet (Sensoren in den Reifen), brauchen auch alle Reifen solche Sensoren. Laut der Werkstatt sei dies in Schweden jedoch eher unüblich, so dass die Sensoren nachgerüstet und programmiert werden müssen. Das klang nicht ganz günstig – war es auch nicht! Insgesamt kosteten mich die 4 Winterreifen mit Reifendrucksensoren inkl. Umbau und Einlagerung der Winterreifen fast 1.400 €! Aber was hilft’s, ohne Spikes wollte ich nicht fahren und ohne Reifendrucksensoren erlischt seit 2018 per Gesetz die Betriebserlaubnis und somit der Versicherungsschutz – das wollte ich natürlich auch nicht! Also musste ich in den sauren Apfel beißen und kann schon nach den ersten 3 Tagen im Schnee sagen: Ich habe es nicht bereut!

Dafür hat der Wechsel völlig problemlos funktioniert, so dass ich den Reifenhändler ohne Bedenken weiterempfehlen kann: NDF Däck & Fälg in Möldal bei Göteborg (https://ndf.se). Die Seite gibt’s zwar nur in Schwedisch, aber die Mitarbeiter sprechen alle sehr gut Englisch! Anfragen per Email werden in der Regel sehr zügig beantwortet – was ja nicht ganz selbstverständlich zu sein scheint in Schweden.

Die Anreise nach Lappland

Nach einem kleinen Zwischenstop in Hamburg bei Freunden ging es direkt weiter nach Dänemark. Von einem tollen Freistehplatz direkt am Meer flüchtete ich allerdings noch am Abend, als plötzlich ziemlich starker Wind aufkam. Da noch zwei Brücken vor mir lagen (ich wollte auf dem Landweg nach Schweden) und diese laut Webseite bei starkem Wind für höhere Fahrzeuge gesperrt werden können, hab ich die erste Brücke noch in der Nacht mitgenommen und dann auf einem wesentlich windstilleren Parkplatz in Dänemark übernachtet. Die Anreise nach Schweden und auch der Wechsel auf die Spikereifen waren dann unproblematisch. Nun konnte es also ab nach Norden gehen.

Ein weiterer Zwischenstop bei einer Freundin in der Nähe von Örebro musste leider krankheitsbedingt ausfallen, und so konnte ich entlang der schwedischen Ostseeküste auf der E4 ordentlich Kilometer machen. Und je nördlicher ich unterwegs war, desto besser und fotografisch spannender wurde auch das Wetter. Da konnte ich auch den einen oder anderen Drohnenstop nicht lassen…

Ein wunderschöner Indian Summer begleitete mich auf der Fahrt an der Ostseeküste Schwedens

Am Ende der Ostseeroute musste ich mich dann entscheiden: Fahre ich weiter „geradeaus“ auf dem kürzesten Weg durch Finnland zum Nordkapp, oder mache ich vorher noch einen „Abstecher“ in westliche Richtung nach Norwegen? Ein kurzer Blick auf die Wolkenkarte der nächsten Tage machte die Entscheidung einfach: ich würde erstmal in Richtung Norwegen fahren und vielleicht noch einen Abstecher auf die Lofoten oder nach Tromsö machen, bevor es zum Nordkapp geht. Auf dem Weg dahin lagen noch die Überquerung des Polarkreises und ein kleines „Gebirge“ kurz vor Norwegen. Die Temperaturen sollten dort auf jeden Fall schon etwas niedriger sein und deutlich in den Minusbereich gehen – prima!

Am Mittwoch, den 16.10., stand dann die letzte Etappe bis Abisko bevor und die Wettervorhersage verhieß einen Traumtag! Und der sollte es in der Tat werden…

Winter-Wonderland

Mit zunehmender Höhe wurde es immer kälter und weißer. Der nahezu wolkenlose Himmel tat sein Übriges und ich kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Am liebsten hätte ich alle paar Meter angehalten und ein Foto gemacht. Aber irgendwann wollte ich ja schließlich auch ankommen, und es musste auch noch ein passender Schlaf- und Fotoplatz für die Nacht gefunden werden. Einen Zwischenstop für ein paar Drohnenshots machte ich dann aber doch – und dabei kamen mir sogar die ersten Rentiere vor die Linse. Später stellte ich dann fest, dass diese niedlichen Tierchen rund um Abisko nahezu alle paar Kilometer auf der Straße rumstehen. Hier ist also Vorsicht geboten!

Rentiere gibt es rund um Abisko zu Hauf – gern auch mal mitten auf der Straße. Es ist also Vorsicht geboten auf den Eis- und Schneebedeckten Straßen!

Übrigens, Fun-Fact: Ich hab mich gewundert, warum die Rentiere so energisch die Straße ablecken und sich dabei auch nur selten von herannahenden Autos stören lassen. Im Netz habe ich dann einen Bericht aus 2007 gefunden, in dem ein Elchtest der besonderen Art beschrieben war. Um eine neue Streusalz-Mischung zu testen, wurden 14 Elche zum „Geschmackstest“ gebeten. Die Sorte, die ihnen offenbar am wenigsten schmeckte, sollte die neue Mischung für den Winterdienst werden. Hintergrund ist, dass die Anzahl der Wildunfälle miniert werden sollte… Hm, also den  Rentieren in Abisko hat es offenbar trotzdem geschmeckt!

Hier war ich dann auch zum ersten Mal dankbar für die Spikes – geben sie einem doch bei 80-90 km/h auf einer teilweise geschlossenen Eis- und Schneedecke ein sehr viel sicheres Gefühl, nicht zuletzt um eine Kollision mit den Rentieren zu verhindern!

Die Fahrt ging dann weiter durch die schöne Winterlandschaft bis zu einem Parkplatz, den ich mir in der Park4Night-App herausgesucht hatte (mehr zur Parkplatzsuche und Fotospotplanung findest du übrigens in diesem Blogbeitrag). Er war zwar direkt an der E10, aber lärmtechnisch auszuhalten.

Mein erster winterlicher Stellplatz – zwar nah an der Straße, aber dafür mit herrlicher Aussicht!

Dafür war die Aussicht „vor der Haustür“ grandios!

Schiebetür auf und diesen Blick genießen… einfach unbezahlbar!

Nun fehlte nur noch das Polarlicht in der Nacht. Aber vorher durften auch hier ein paar Drohnenaufnahmen nicht fehlen (u.a. auch das Bild am Anfang dieses Beitrags).

 

Zwischen Abisko und der norwegischen Grenze war es schon knackig kalt und die Landschaft leicht „angezuckert“.

Es wird kalt

Als es dann zunehmend dunkler wurde, stieg meine Aufregung. Der Himmel war noch immer recht wolkenfrei und auch die Temperaturen sanken immer weiter. 20 Uhr waren es dann schon ganze – 9°C. Im Nugget war es aber dank der Standheizung mollig warm, so dass ich sogar im T-Shirt am Tisch sitzen konnte. Auch der Wassertank und die Wasserleitungen schienen keine Probleme mit der Kälte zu haben – das Wasser lief jedenfalls noch! Und auch das Butangas in der Gasflasche hat sich noch problemlos entzündet. Dies kann durchaus ein Problem werden, da das Gas in der Campingaz-Flasche unter 0 Grad flüssig wird und sich nicht mehr entzünden lässt.

Dass fließendes Wasser im Winter nicht immer selbstverständlich ist, wusste ich ja schon aus dem Island-Urlaub – und auch ein Kastenwagen aus Deutschland, den ich am nächsten Tage getroffen habe, hatte in der Nacht keine guten Erfahrungen gemacht. Sie haben nicht weit von mir entfernt übernachtet und hatten mit eingefrorenen Wasserleitungen zu kämpfen, die offenbar zu nah an der Außenwand verliefen. Die Folge: kein Wasser mehr in der Küche, im Bad und auch auf der Toilette. Manchmal sind die „einfachen“ Camper wie der Nugget vielleicht doch nicht so schlecht!

Erste Erfolge

Aber zurück zum Mittwochabend. Praktischerweise gibt es in Abisko eine schöne Aurora-Webcam (https://lightsoverlapland.com/aurora-webcam), so dass man nicht ständig den Kopf aus dem Auto halten muss um nach dem Polarlicht Ausschau zu halten. Was ich aber auch feststellte war, dass es in Abisko – was nur ca. 10 km von meinem Parkplatz entfernt lag – komplett wolkenfrei zu sein schien. Bei mir hingegen waren verdächtig viele Wolken am Himmel zu sehen. In dieser Nacht schien also am „Blauen Loch von Abisko“ doch etwas dran zu sein – einem besonderen Mikroklima, was diesen Ort statistisch gesehen zum trockensten Ort Schwedens macht. Folglich ist es hier auch häufiger wolkenlos, während es wenige Kilometer weiter schon dicht bewölkt sein kann. Auch tagsüber habe ich dieses Phänomen zweimal feststellen können – faszinierend!

Aber irgendwann gegen 22 Uhr ging es dann endlich los. Die Wolken hatten sich verzogen und auf den Fotos waren erste grüne Schleier zu erkennen. Noch kein Riesenspektakel, aber es reichte um mir einen Freudenschrei über meine ersten Polarlichter in Norwegen dieses Jahr zu entlocken. Nun mussten schnell die ersten Bilder der Aurora über dem Nugget her – wer weiß, wie viele Gelegenheiten sich (im Mondlicht) noch so ergeben würden. Und tatsächlich, nur 15 Minuten später war es vorerst auch schon wieder vorbei mit dem Polarlicht und dem klaren Himmel.

Yeah, mein erstes Polarlicht über dem Nugget – zwar noch kein preisgekröntes Bild, aber das erste Mal ist immer etwas ganz Besonderes!

Aber Hartnäckigkeit und Geduld sollten sich auch in dieser Nacht auszahlen, und so ging es zwei Stunden später noch einmal los. Plötzlich war der Himmel wieder frei und ein etwas helleres Polarlicht war für wenige Sekunden sogar mit bloßem Auge grün zu erkennen. Mehr als ein Foto auf die Schnelle habe ich dann aber auch gar nicht hinbekommen – dafür ist es denke ich aber ganz gut gelungen.

Nur wenige Sekunden zeigte sich das Polarlicht in dieser Nacht so intensiv.

Überraschender Besuch der Lady Aurora

In der Hoffnung auf ein erneutes „Blaues Loch“ habe ich mich in der darauffolgenden Nacht auf einen kleinen Parkplatz bei Abisko gestellt – aber leider hat es in dieser Nacht nicht funktioniert. Die Wolken waren einfach zu dicht. Dafür wurde es knackig kalt – bis zu -12 °C maß mein Außenthermometer in dieser Nacht! Davon habe ich allerdings wenig mitbekommen – im Nugget unter der Bettdecke war es kuschelig warm!

Nach dem etwas schüchternen „ersten Date“ habe ich mich dann am übernächsten Tag aus Lappland verabschiedet und bin nach Norwegen in die Nähe von Narvik an einen Fjord gefahren.

Und wieder: ein Stellplatz direkt an der Straße, dafür mit fantastischem Blick auf den Ofotfjord

Laut Wetterbericht war leider auch in dieser Nacht nicht mit klarem Himmel zu rechnen, aber wer weiß… Und tatsächlich, als ich kurz nach 21 Uhr routinemäßig den Kopf aus der Schiebetür hielt, war ein nahezu wolkenloser Himmel und das erste leichte Polarlicht zu sehen. Also nichts wie rein in die warmen Klamotten und raus zum Fotografieren. Glücklicherweise hatte ich mir tagsüber schon ein paar Spots in der Nähe gesucht, zu denen ich nun mit aufgeregtem Blick zum Himmel spurtete. Und dieses Mal sollte es wirklich eine lange und beeindruckende Show geben! Die vielen künstlichen Lichter auf der gegenüberliegenden Seite des Fjords konnten mich zwar nicht so sehr begeistern, aber das Polarlicht entschädigte auf beeindruckende Weise dafür. Es war in dieser Nacht wirklich nicht zu übersehen – trotz 80% Mond und der Nähe zur Stadt.

Die Show beginnt um 21:45 Uhr

22:25 Uhr bot sich mir dann schon dieses fantastische Bild

Nur 5 Minuten später sah es schon so aus…

… und nochmal 6 Minuten später so.

Nach diversen Panoramen machte ich mich wieder auf den Weg zurück zum Auto um hier noch ein paar Aufnahmen zu machen. Und da ging’s dann nochmal so richtig los – wobei dieses (für mich) tolle Bild entstanden ist. Ein heißer Anwärter für ein Erinnerungsfoto an der Wand!

Plötzlich brannte der Himmel!!

Nach 2,5 Stunden war das Spektakel dann schließlich vorbei. Was für eine Nacht! Aber solche unverhofften Erlebnisse gehören zu den prägendsten Polarlichtnächten wie ich finde. Und es zeigt sich mal wieder, dass man weder den Wetter- noch den Polarlichtvorhersagen so richtig trauen sollte – der KP-Index lag in dieser Nacht nämlich auch nur bei 2.

KP2 und 100% Bewölkung sieht glaube ich anders aus… besser nicht so viel auf die Vorhersagen geben!

Dies waren meine ersten beiden Polarlichtnächte in Schweden und Norwegen… und es ging auch direkt am nächsten Abend weiter! Aber dazu in einem anderen Blogbeitrag…. Nur soviel: neben dem Polarlicht gab es in dieser Nacht leider noch einige Pleiten, Pech und Pannen!

 

Du möchtest auch lernen, wie Du Polarlichter richtig fotografieren kannst und Dich auf eine Reise in den hohen Norden am besten vorbereitest? Dann schau doch mal in mein Buch zur Nacht- und Astrofotografie. Neben diesem Thema erfährst Du darin noch viele andere spannende Dinge, die Du in der Nacht mit einfachen Mitteln fotografieren kannst.

31 Kommentare
  1. Kai Borstendorfer sagte:

    Hallo Katja,
    wow….und Glückwunsch zu den ersten grandiosen Bilder! Man fiebert bei Deinem Bericht richtig mit. Das Thema Spikes ist ja echt mal gründlich in die Hose gegangen. Ärgerlich, aber immerhin kein Showstopper!
    Wünsche Dir noch ganz viele erfolgreiche Nächte, viel Spaß bei der „Jagd“.
    Viele Grüsse und alles Gute.
    Kai

    Antworten
    • Katja Seidel sagte:

      Hallo Kai,
      danke! Das freut mich 🙂 Naja, vielleicht war es so sogar besser – die Leihspikes hätten vermutlich auch keine Reifendrucksensoren gehabt. Und so hab ich gleich welche für die nächste Reise, oder falls mal jemand welche leihen möchte 🙂
      Ich werde weiter berichten…
      LG, Katja

      Antworten
      • Martin Goetzke sagte:

        Hej Katja.

        Die Leihe oder Kauf der Gebrauchten bei dir könnte für mich interessant sein, wenn die Größe stimmt und noch genug Profil für meine Tour übrig bleibt.

        Hjertelig hilsen
        Martin.

        Antworten
        • Katja Seidel sagte:

          Hi Martin,
          ich messe nach der Tour mal die Profiltiefe bzw. frage mal nach der Expertenmeinung wenn ich wieder auf die Winterreifen zurückwechseln lasse. Sollte aber nach nur einer Tour noch genüg übrig sein 😉 Die Reifengröße ist: 215/65R15C104T. Kannst ja mal in deiner Zulassung schauen, ob das passen würde.
          LG,
          Katja

          Antworten
          • Martin Goetzke sagte:

            Hej Katja,

            tusend takk. Aber ich benötige eine andere „Gewichtsklasse“: 105/107T. Ich habe einen Club Joker, die Westfalia-eigene Konkurrenz zum Nugget, der für 3,2 to zugelassen ist. Möglicherweise ist das die Ursache. Wäre zu schön gewesen. Ich wünsche dir noch eine wundervoll Zeit da oben.
            Gruß
            Martin

          • Katja Seidel sagte:

            Schade. Ja, den Club Joker kenne ich (finde ich auch klasse, aber als Neuwagen leider deutlich teurer als ein Nugget!). Komisch, der Nugget ist ja auch bis 3,2 t zugelassen. Hatte gedacht, dass die dann auch auf den VW Bus passen…

    • Walter Zettler sagte:

      Hallo Katja, dank Dir für Deinen Reisebericht, mit den SUPER TOLLEN Aufnahmen. Weiter so, freu mich. LG Walter vom Bodensee

      Antworten
  2. Uwe Munz sagte:

    Hallo Katja,
    Ich bin mal wieder voll begeistert von deinen Bildern… Ich freue mich über jedes Bild das du postest, ich bin schon ganz heiß darauf wenn ich nächstes oder übernächstes Jahr auch ans Nordkap fahre. Poste bitte weiter viele schöne Bilder… Übrigens auch ein toller Bericht…
    Herzliche Grüße Uwe

    Antworten
  3. Silvio Stamm sagte:

    Hallo Katja, deine Reise weckt Erinnerungen, was die Schneelandschaften in Skandinavien anbelangt 🙂 Nordlichter waren mir leider verwehrt. Fazit: Ich fahre einfach nochmals da hoch. Ganz liebe Grüsse und weiterhin so tolle Bilder und eine erfüllende Reise. Vielleicht treffen wir uns irgendwo da oben. Silvio

    Antworten
  4. Ide Kreike sagte:

    Hallo Katja,
    Dein Blog macht Lust auf Mehr, Deine tollen Bilder lassen träumen…
    Da ich seit wenigen Wochen auch einen Nugget (AD) mein Eigen nennen darf, wächst da ein Wunsch in mir…
    Danke für das Erwecken!
    Liebe Gürße aus Kiel (für Dich ja deerzeiet aus’m Süden 😉
    Ide

    Antworten
    • Katja Seidel sagte:

      Hallo Ide,
      schön zu hören! Ist schon was Besonderes, mit dem Nugget in den (mittlerweile) tiefen Winter zu fahren. Allerdings kommt der viele Schnee hier wohl laut den Einheimischen recht früh im Jahr. Ich kenne auch Leute, die mit einem Aufstelldach im Winter zum Nordkap gefahren sind. Was mich (neben der Kälte im AD) wahrscheinlich am meisten stören würde wäre der Lärm der Straße – da man bei dem vielen Schnee momentan eher schlecht auf abgelegene Plätze kommt, sondern meist auf Rastplätzen an der E-Straße übernachtet (oder Campingplatz, aber ich stehe bisher immer frei). Auf jeden Fall viel Spaß mit deinem Nugget!! Berichte doch gern mal, was aus deinem Wunsch geworden ist 🙂
      LG in den „warmen Süden“,
      Katja

      Antworten
  5. Jörg sagte:

    Hallo Katja,
    schöne Bilder, toller Bericht. Bin schon gespannt wie es weitergeht. Wir wollen nächstes Jahr auch ans Nordkap, allerdings im Sommer.
    Kurze Frage zum Fahrzeug: hast Du nen Nugget oder nen Nugget Plus?
    Viele Grüße, Jörg

    Antworten
    • Katja Seidel sagte:

      Hallo Jörg,
      ja, es gibt bald den nächsten Blogbeitrag mit der Fortsetzung 🙂 Im Sommer ist es sicher auch toll dort – die Mitternachtssonne muss auch sehr faszinierend sein!
      Ich habe einen normalen Nugget. Womit wollt ihr denn hochfahren?
      LG, Katja

      Antworten
      • Jörg sagte:

        Hallo Katja,

        wir fahren zu dritt (meine Frau, meine Tochter und ich) und brauchen daher etwas mehr Platz. Wir haben uns für Sommer 2020 einen Hymer Grand Canyon gemietet. Das ist ein Kastenwagen auf Ducato-Basis mit Aufstell-/Hubdach, Ich frage, da wir uns mit dem Gedanken tragen wieder einen Camper zu kaufen. Wir hatten mal einen T5 mit Aufstelldach, den haben wir aber aufgrund der „überragenden“ VW-Qualität aber wieder verkauft. Mittlerweile wäre der aber auch eh zu eng, und ohne Toilette wollen wir auch nicht mehr.
        Die Mitternachtssonne um die Sonnwende werden wir leder nicht schaffen, da wir nur in dern Schulferien (bei uns August) fahren können.
        Grüße, Danke und weiterhin gute Fahrt,

        Jörg

        Antworten
  6. Siegfried Berger sagte:

    Hallo Katja,
    Danke für die tollen Bilder und die packenden und informativen Texte! Für beides hast du Talent!

    Siegfried

    Antworten
  7. Martin Goetzke sagte:

    Hej Katja.

    Ein Mitglied des Club Joker Forums von Westfalia hat mich auf deine Seite und diesen Reisebericht aufmerksam gemacht. Ich bin froh dass es dich gibt und du „vorfährst“. Ich werde deinen Bericht mit Spannung und Interesse verfolgen. Ich möchte im Januar (aber noch nicht 2020) losfahren und wie du über Dänemark und vielleicht Schweden, aber auf alle Fälle Norwegen hoch in den Norden. Nordlicht! Wale vor Hamn i Senja! Mal sehen wie lange ich das „aushalte“, drei Monate? Auf alle Fälle müssen die Kameras mit. Die erste Ausbeute Nordlichtfotos auf Senja war noch nicht …. „das Gelbe von’s Ei“. Da geht noch was. Deine Erfarungen mit dem Nugget will ich gerne auf meine Planung übertragen. Ich will gerne mit dem Club Joker Hochdach diese Reise machen. Deine Fotos, da möchte ich mich anderen Kommentator/innen anschließen, sind in der Tat gut und sehr sehenswert, beneidenswert gut ist der erste Eindruck. Du schreibst auch interessant und lesenswert. Ich bleibe dran!

    Ich wünsche dir noch eine fantastische Reise und 1000 tolle Fotomomente.
    Hjertelig hilsen
    Martin

    Antworten
    • Katja Seidel sagte:

      Hallo Martin,
      na, das klingt doch wie ein guter Plan! Der Club Joker HD ist ja vermutlich in vielen Punkten vergleichbar mit dem Nugget. Ich werde auf jeden Fall weiter berichten. Das Nordkap habe ich auf jeden Fall erreicht gestern 🙂 Mehr dazu im nächsten Blog…
      Bis bald und LG,
      Katja

      Antworten
      • Martin Goetzke sagte:

        Hej Katja,

        den CJHD habe ich inzwischen mehr als drei Jahre. ‚Damals‘ gab es den Nugget auf der Basis des Ford Transit Custom m.W. noch nicht. Das Innenraumkonzept ist etwas anders. Im CJHD habe ich eine Naßzelle mit Dusche und WC, die sich gegenüber der restlichen Wohnung abtrennen und separat beheizen läßt (sinnvoll, wenn mehr als die Jacke naß geworden ist). M.W. ist der wesentliche Unterschied zu deinem Nugget, dass ich einen 4×4 habe und das Fz 5,30 lang und 2,80 hoch ist (der Nugget plus wird wohl ähnliche Dimensionen haben). Aber deiner sieht einfach kecker aus, muss ich neidlos anerkennen. Wie du siehst, schaue ich oft in deinen Blog und warte sehnsüchtigst auf die nächsten Bilder. Ich bin auch gespannt über das. was du zum Nordkap schreiben wirst. Ich war auch schon dort und bin daher auf deine Beschreibung / Meinung gespannt.

        Hjertelig Hilsen
        Martin

        Antworten
        • Katja Seidel sagte:

          Hi Martin,

          Du hast recht. Dafür dass der Nugget Plus und der Club Joker die gleichen Abmessungen haben, finde ich das Konzept des Club Jokers allerdings wesentlich besser. Den Nuggets auf Transit Custom Basis gibt es soweit ich weiß seit 2014.
          Der Bericht zum Nordkap ist heute online gegangen 🙂 Viel Spaß beim lesen!
          LG, Katja

          Antworten
  8. Anja Schmidt sagte:

    Hallo Katja,

    tolle Bilder und sehr interessant geschrieben.
    Ich werde dich bestimmt in den nächsten Wochen begleiten und ein bisschen beneiden.
    Bei unserer sehr kurzen, sehr netten Begegnung bei Abisko hast du mich infiziert. Zur Zeit gucke ich jeden Tag bei der Aurora Webcam vorbei und wir gehen bestimmt auch mal auf Nordlichtjagd.
    Ein Höhenkit werden wir uns auch einbauen lassen. Davon hatten wir noch nichts gehört. Dank dir wird unsere Heizung dann auch in Zukunft in den Bergen funktionieren.
    Wasser ist wieder aufgetaut😉.
    Ich wünsche dir noch viele wunderschöne Nächte…. mindestens so schön wie in Abisko.

    Liebe Grüße Anja

    Antworten
    • Katja Seidel sagte:

      Hallo Anja,
      schön, dass du dich auf diesem Wege meldest. Ich find es immer klasse, andere „Gleichgesinnte“ auf Reisen zu treffen. Freut mich natürlich, wenn ich dich mit den Polarlichtern infizieren konnte 😉 Wart ihr denn am WE noch irgendwo im Norden und konntet die wunderschönen Polarlichter sehen? Das war wirklich eine Show sondergleichen! Ich habe diese in der Region um Tromsö genießen können, in Abisko war es aber scheinbar weitestgehend wolkig in den 2 Nächten.
      LG und viel Spaß auf euren weiteren Touren,
      Katja

      Antworten
      • Anja Schmidt sagte:

        Hallo Katja,

        wir sind von Abisko direkt Richtung Deutschland gefahren und haben leider keine Nordlichter mehr gesehen. Aber ich freu mich schon auf unsere nächste Norwegen Tour im Herbst. Meistens fahren wir im Mai. Die Nächte sind hell und man kann zwischen halb zwölf und halb drei Sonnenuntergang und Sonnenaufgang bewundern. Nun ist der Herbst mit den Nordlichtern dazugekommen.

        Liebe Grüße Anja

        Antworten
  9. Holger Freese sagte:

    Liebe Katja,
    tolle Polarlicht-Aufnahme, die Dir da wieder gelungen sind! Was mir völlig schleierhaft ist: Wie gelingen Panos von Polarlichtern, die doch aus langzeitbelichteten Einzelbildern zusammengesetzt sein müssen. Und die Polarlichter bewegen sich doch während der Belichtung. Wahrscheinlich habe ich das spezielle Kapitel in Deinem Buch noch nicht richtig gelesen (oder nicht kapiert) ! Erlöse mich von meinem Grübeln… Jetzt wünsche ich Dir vor allem eine gute und sichere Rückfahrt aus dem hohen Norden.
    LG aus Oberbayern, Holger

    Antworten
    • Katja Seidel sagte:

      Hallo Holger,
      danke! Panos von Polarlichtern gelingen bei weitem nicht immer. Ich würde sagen, wenn sie sich schnell bewegen sind 1/2 – 1/3 der Bilder Ausschuss, bzw. lassen sich nicht zusammensetzen. Da hilft nur, den Aufnahmeprozess zu optimieren, z.B. durch kurze Belichtungszeiten (ich habe teilweise nur 1s oder weniger belichtet letztens), Fernauslöser statt 2-Sekunden-Selbstauslöser, Nodalpunktadapter mit Rasterung zum schnelleren Drehen zwischen den Bildern… Wenn man mehrzeilige Panoramen macht, kann man zur Not das Polarlicht der unteren Reihe in PTGui ausmaskieren, wenn es nicht mit dem der oberen Reihe zusammenpasst.
      An die Rückfahrt denke ich jetzt noch nicht so richtig, bleibe vermutlich noch bis Ende November hier oben in Nordnorwegen… ist einfach zu schön hier!
      LG, Katja

      Antworten
      • Holger Freese sagte:

        Liebe Katja,
        danke für die schnelle Antwort; ich werde das mal ausprobieren müssen, brauche aber erst einmal einen guten Panoramakopf. So kurze Belichtungszeiten konntest Du natürlich erzielen, weil ja offensichtlich auch Mondlicht vorhanden war… Habe gerade auch Deine Glück-im Unglück-Story gelesen, oh Mann, Megastress! Herzliche Glückwünsche auch von mir noch zum Geburtstag, ist dann ja wohl der 20.10. gewesen – lustig, denn an dem Tag habe auch ich Geburtstag gefeiert. Beneide Dich um Deine Traumtour und die tollen Ergebnisse. Das werde ich wohl erst schaffen, wenn ich in Rente bin…

        VLG, Holger

        Antworten
        • Katja Seidel sagte:

          Hallo Holger,
          ja, in diesem Fall hatte ich noch Mondlicht. Aber wenn die Polarlichter hell genug sind, funktionieren solche kurzen Belichtungszeiten mit entsprechend hoher ISO auch ohne Mond.
          Ist ja witzig mit dem 20.10. – dann dir mal auch alles Gute nachträglich 🙂
          LG, Katja

          Antworten

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