Leidenschaften, Ziele, Gesundheit und Glück – ein persönlicher Einblick
Heute mal ein etwas ungewöhnlicher und persönlicher Einblick in mein Leben. Es geht um Erinnerungen, einen Blick in die Zukunft, Gesundheit und darum, das Glück im Leben zu finden. Ich hoffe, du hast etwas Zeit mitgebracht…
Die gute alte Zeit?
Geht dir das auch so? Je älter man wird, desto schneller verfliegen gefühlt die Jahre. Ich bin jetzt Mitte 40 und mir wurde kürzlich bewusst: das halbe Leben habe ich jetzt vermutlich schon hinter mir, mindestens! Und immer wieder komme ich an Punkte im Leben, an denen ich über die vergangenen Lebensabschnitte nachdenke – und dabei auch manchmal traurig und sentimental werde. ‚Das waren noch unbeschwerte Zeiten‘ denke ich mir, wenn ich an meine Jugend zurückdenke. Eine Zeit, in der es noch keine Smartphones und kein Internet gab. Da zählten einfach andere Dinge. Und für mich begann – etwa mit 14 oder 15 – ein wichtiges Thema in meinem Leben, was mich seitdem immer wieder eingeholt hat: das Radfahren. Damals half es mir abzunehmen – 20 kg in 4 Monaten, bis auf unter 50 kg Körpergewicht. Ich war völlig im Sportwahn, bin als Fahrradkurier neben der Schule noch 5-6 Stunden pro Tag auf dem Rad unterwegs gewesen, hab lange Trainingstouren am Wochenende gemacht… Sogar die Hausaufgaben habe ich (mehr schlecht als recht) auf einem Spinningbike zu Hause erledigt. 20.000 km standen damals teilweise auf dem Tacho in einem Jahr! Rückblickend bin ich sehr froh, diese Phase im Leben ohne bleibende Schäden überstanden zu haben.

Ich mit ca. 3, 15 und 18… Offenbar hatte ich schon immer einen Hang zum Radfahren. Auch Bikepacking und Camping haben mich scheinbar schon in jungen Jahren interessiert 😉
Zum Glück konnte mich dann – kurz vor der Jahrtausendwende – die Liebe und der Einstieg ins Berufsleben (IT) davon abhalten, in den Leistungssport zu gehen oder gar über eine berufliche Karriere im Sport nachzudenken. Im Gegenteil – sportliche Herausforderungen rückten zunehmend in den Hintergrund. Stattdessen trat durch einen Freund ein neues Hobby in mein Leben, als ich knapp 20 war: die (damals noch analoge) Fotografie! Sie war eine willkommene Abwechslung zur Ausbildung, zum späteren Arbeitsleben. Ob Tiere, Menschen, Natur oder Sport – ich hab alles mal ausprobiert.
Ich liebe die Berge!
Mit meinem Umzug nach München 2007/2008 trat dann der Sport wieder zunehmend in mein Leben. Ich liebe die Berge und hab so ziemlich alles mitgenommen, was man da so machen kann: vom Skifahren und Schneeschuhlaufen, übers Wandern und Klettersteigen bis hin zum Bouldern und Felsklettern. Sogar Kitesurfen, Gleitschirmfliegen, Bungeejumping, Fallschirmspringen, Canyoning, Eisklettern und Tauchen habe ich in dieser Zeit ausprobiert.

Ich hab alles ausprobiert… und habs geliebt in den Bergen! Zum Glück hab ich meine diversen Experimente überlebt 🙂
Schließlich bin ich aber doch wieder da hängengeblieben, wo ich mit 15 schon Feuer gefangen hatte – und was 10 Jahre später wieder aufflammen sollte: dem Radfahren. Und so ging es für mich unzählige Bergpässe hinauf und insgesamt sogar 5 Mal mit dem Rad über die Alpen – erst (mehr schlecht als recht) mit dem Mountainbike, später mit dem Rennrad. Dieses Gefühl, nach jedem 20 oder gar 30 Kilometer langen, steilen Anstieg auf fast 3.000 Metern anzukommen, war einfach berauschend – genauso wie die anschließenden, halsbrecherischen Abfahrten mit fast 100 km/h auf verschwindend dünnen Reifen! Zum Glück hab ich auch das alles überlebt, das hätte auch schnell schief gehen können! Aber diese insgesamt etwa 8 Jahre (davon 5-6 in den Bergen) waren eine tolle Zeit in meinem Leben – ich war gesund, habe viele wertvolle Erfahrungen gesammelt, Grenzen ausgetestet und Erinnerungen geschaffen, die mir niemand mehr nehmen kann. Und ich habe mir (in diesem Fall sportliche) Ziele gesetzt, auf die ich hinarbeiten konnte… ein wie ich finde wichtiger Aspekt im Leben!

2009 startete meine erste Rennrad-Transalp – einmal über die französischen Alpen, über die Pässe, die ich in meiner Kindheit und Jugend immer während der Tour de France bewundert habe. Eine unvergessliche Erinnerung! Leider habe ich die digitalen Versionen der Bilder nicht mehr finden können… aber zum Glück gabs damals ja Fotobücher!
Die Astrofotografie zieht mich in ihren Bann!
Schließlich war es erneut die Liebe, die 2012/2013 wieder einen neuen Lebensabschnitt bei mir einläutete: Ich zog weg aus den Bergen und der Sport rückte wieder einmal in den Hintergrund. Dafür kam die Fotografie wieder zurück in mein Leben. Zwar fotografierte ich seit meinem Umstieg auf die digitale Fotografie im Jahre 2005 wieder mehr, aber so richtig sprang der Funke erst 2013/2014 wieder über. Ich probierte wieder vieles aus – von Sport, über Landschaften bis hin zu Tieren und Menschen – und lernte dabei auch verschiedene Techniken besser kennen. Und so landete ich dann schließlich über die Panorama- und Zeitrafferfotografie bei der Astrofotografie. Diese Geschichte kennst du ja vielleicht schon… Und meine Güte, das alles ist jetzt schon wieder mehr als 10 Jahre her, in denen so viel passiert ist!
Eins meiner ersten Projekte war die „Harzer Wandernadel bei Nacht“. In zahlreichen Nächten wanderte ich durch den Harz – allein oder in netter Begleitung – und sammelte fleißig Stempel. 222 davon brauchte es bis zum Harzer Wanderkaiser, 111 bis zum Harzer Steiger und immerhin noch 50 bis zum Harzer Wanderkönig. König klang erstmal machbar in den verbleibenden 5 Monaten 2015. Ein erstes Zwischenziel war also gesetzt. Und tatsächlich, am 31.12. um 1:15 Uhr sammelte ich meinen 50. Stempel ein, und war von nun an stolze „Königin der Nacht“ 😉 Mehr dazu findest du in diesem Blog.

Mein Projekt 2015: Die Harzer Wandernadel bei Nacht! Bis zum Harzer Wanderkönig hab ich’s mit 50 Stempeln gebracht…

Ein besonderer Moment: das erste eigene Buch in den Händen halten! Für mich war es am 28.2.20217 soweit.
Der Weg zum Kaiser musste dann allerdings erstmal pausieren (und Spoiler: konnte leider auch nie zu Ende gebracht werden), denn schon bald hatte ich ein neues Ziel – oder vielleicht sollte ich es besser ‚Projekt‘ nennen: mein Astrofotobuch. Es trat recht unvermittelt in mein Leben, hat aber doch so viel verändert. 2015 reifte auf meinen zahlreichen Wanderungen die Idee des Buches in meinem Kopf, Anfang Februar 2016 schickte ich Bewerbungen an verschiedene Verlage, und Anfang März 2017 war das Buch auf dem Markt (mehr dazu in diesem Blog). Frag mich heute nicht mehr, wie ich das alles neben meinem (mehr als) Fulltime-Job geschafft habe – ich weiß es selbst nicht so recht. Aber es zeigt mir mal wieder: selbst ambitionierte Ziele (über die vielleicht der eine oder andere schmunzelt oder den Kopf schüttelt) lassen sich mit der richtigen Einstellung und einer strukturierten Herangehensweise erreichen. Und irgendwann am Ziel zu sein, hat wieder diesen „Rausch“ in mir ausgelöst. Was dann folgte, war eine tolle Reise, die bis heute andauert, und mir völlig neue Perspektiven im Leben eröffnet hat. Mehr als 5 Jahre habe ich die Astrofotografie neben meinem Job betrieben – bin gereist, habe Workshops und Seminare gegeben, Vorträge gehalten, Fachartikel geschrieben, meinen Blog gefüttert…
Gesundheit ist nicht selbstverständlich!

Überglücklich bekam ich Anfang Mai 2018 meinen Nugget. Für ein paar kleine Reisen reichte es noch, bis mein Knie unters Messer musste.
Währenddessen sind – fast zeitgleich – noch zwei weitere prägende Dinge in mein Leben getreten: das Vanlife mit meinem Nugget und eine Krankheit. Mit dem Camper hatte ich plötzlich die Freiheit, Fototrips an tolle Orte zu machen und direkt dort zu übernachten. Genialer konnte ich es mir nicht vorstellen! Wenn da nicht das Leben wäre… Und das sollte sich noch vor der Auslieferung des Nuggets ziemlich auf den Kopf stellen. Alles begann im Februar 2018, nach einer Weihnachtsfeier im Harz. Als ich morgens aufwachte, schmerzte mein rechtes Knie plötzlich so stark, dass ich kaum noch auftreten konnte. Sollte das vom Tanzen kommen? Hatte ich es mit dem Glühwein übertrieben? Nachdem es aber auch nach ein paar Tagen nicht besser wurde, blieb nur der Weg zum Kniespezialisten. Dieser stellte nüchtern fest: ‚Das ist die Schleimhautfalte, ggf. muss das operiert werden.‘ Nachdem andere Mittel wie Physiotherapie und Medikamente keine wirklichen Erfolge zeigten und es im Gegenteil nur noch schlimmer zu werden schien, stand Ende Mai 2018 tatsächlich eine Knie-OP an. Nachdem ich gerade Anfang des Monats meinen Nugget bekommen hatte!
Eine niederschmetternde Diagnose!
Parallel bekam ich auch Schmerzen an verschiedenen anderen Stellen im Körper: neben dem Knie tat auch schon länger der kleine Zeh weh, die Finger begannen zunehmend zu schmerzen und allgemein fühlte ich mich nicht wirklich gut. Ein leider wenig emphatischer Orthopäde nahm das alles nicht so wirklich ernst und machte erst nach energischem Drängen einen Bluttest. Auswerten durfte ich den dann selbst (sonst wäre damit wohl gar nichts passiert), was dank Dr. Google zum Glück im ersten Schritt ganz gut funktionierte. Zu diesem Zeitpunkt war mein Knie bereits operiert und (viel langsamer als erwartet) am heilen. Mein Bluttest zeigte deutlich zu hohe Entzündungswerte (was sicherlich auch durch die OP und die hartnäckige Entzündung im Knie verursacht wurde) und leider auch mehrere Indikatoren für Rheuma. ‚Ach du Schei…‘ dachte ich mir. ‚Das kann doch nicht sein?!‘ Leider hat sich dieser Verdacht bestätigt, als ich ein paar Tage später beim Rheumatologen saß. Verdammt! Das erklärte vieles… aber würde auch vieles verändern. Die Worte des Arztes blieben mir bis heute im Kopf: „Stellen Sie sich darauf ein, dass sie nicht mehr alles machen können und ein Leben lang Medikamente (Immunsuppressiva) nehmen müssen. Die werden auch dafür sorgen, dass sie öfters krank sind.“ Mit noch nicht mal 37 haben diese Worte ihre Wirkung bei mir nicht verfehlt.
Ich machte das Beste draus!
Nun ja, ich lernte damit zu leben – hilft ja nichts. Mein seitdem entzündetes Knie wurde erst 9 Monate später besser, als ich als letzte Hoffnung eine radioaktive Spritze direkt ins Gelenk bekam. So beängstigend das klingt: Die Entzündung verschwand damit innerhalb weniger Tage – was blieb waren leider mehrere (degenerative) Meniskusrisse, die irgendwann auch im anderen Knie auftraten. Bergwandern, Klettern, Skifahren… all das war nun also nicht mehr drin. Aber immerhin wurde ich nicht wie prophezeit ständig krank! Immerhin etwas – auch wenn der damalige Medikamentenmix inkl. Kortison schon sehr frustrierend war. Denn sagen wir mal so, man nimmt nicht unbedingt ab davon 😉
Ich entdeckte dann während der Corona-Zeit das „Spazierengehen“ für mich, und so laufe ich nun wann immer es geht – um meine Knie zu bewegen und nicht einzurosten – zwischen 6 und 7 Kilometer im Schnitt pro Tag, seit 2021. Solange mir keine Berge und Treppen in den Weg kommen, tut das auch wirklich gut. Und im selben Jahr trat auch das Paddeln wieder so richtig in mein Leben, was auch so einiges verändern sollte. Zunächst war es aber einfach eine Outdoor-Aktivität, die ich schmerzfrei betreiben konnte. Wieviel so etwas wert ist, lernt man erst zu schätzen, wenn vieles andere plötzlich nicht mehr geht!

Ich finde immer einen Weg, meine Leidenschaften zu verbinden – warum also nicht mal Paddeln unter dem Polarlicht?
War die Kündigung ein Fehler?
Aber jetzt war ich auch an einem Punkt in meinem Leben angekommen, der nach einer Entscheidung schrie. So konnte es nicht weitergehen, es wurde zunehmend schwieriger, Job und Leidenschaften unter einen Hut zu bekommen. Vielleicht kennst du dieses unbefriedigende Gefühl, nichts mehr richtig machen zu können und schon fast „Angst“ vor neuen größeren Projekten und Zielen zu haben. Bei mir führte all dies wie du möglicherweise weißt zur Entscheidung, mein Angestelltenverhältnis zu kündigen und mich Anfang 2022 als Autorin, Trainerin und Fotografin selbstständig zu machen. Endlich würde ich alle Zeit der Welt haben, um meine Traumprojekte umzusetzen und viele Menschen damit inspirieren zu können – dachte ich zumindest. Aber auch in der Selbstständigkeit vergeht die Zeit wie im Flug und man hat eigentlich nie genügend davon. Aber die Doppelbelastung durch Job und Nebengewerbe war erst einmal weg, was wirklich gut tat. Dafür traten neue Sorgen, Ängste und Zweifel in mein Leben. Werde ich meine geplanten Projekte wirklich realisieren können? Reicht das Geld aus der Selbstständigkeit zum Leben? Was, wenn ich krank werde und Workshops absagen muss? Freiheit hat also auch ihren Preis, wie ich schnell lernen musste. Denn schon gut drei Monate nach dem Start meiner Selbstständigkeit meldete sich mein Körper wieder: dieses Mal mit einer Gürtelrose. Na prima, das fehlte mir ja noch in meiner Sammlung! Glücklicherweise verlief sie überraschenderweise komplett schmerzfrei und war auch nach ein paar Wochen abgeheilt – zumindest äußerlich. Innerlich habe ich leider bis heute ein paar leichte Nervenschädigungen mit zeitweisen Taubheitsgefühlen am Rücken zurückbehalten. Aber es gibt Schlimmeres. Ich musste jetzt auf jeden Fall lernen, mir weniger Gedanken zu machen und daran zu glauben, dass sich schon alles irgendwie fügen wird.
Selbstverlag – eine ganz neue Welt!

Diese zwei Bücher sind mit viel Herzblut im Selbstverlag entstanden und mit so vielen tollen Erinnerungen verbunden!
Und so wagte ich mich nach und nach in neue Gefilde vor: Als erstes stand nach der 3. Auflage meines Astrobuches ein eigenes Buch im Selbstverlag auf der Liste. Ich habe dabei so viel gelernt und war stolz, schließlich im Mai 2023 endlich mein erstes wirklich eigenes Buch – über wunderschöne Kanutouren in Deutschland – in den Händen zu halten. Für mich war es mehr als ein Buch: Es stand vor allem für eine gemeinsame Zeit mit meiner Mama, die mich als Fotomodell für die Bilder im Buch auf meinen Touren begleitet hat. Wieder einmal habe ich mir damit also tolle Erinnerungen geschaffen, die mir niemand mehr nehmen kann. Und es waren schlussendlich so viele davon, dass 2025 sogar noch ein zweites Band des Kanutourenbuches daraus entstanden ist. Wirklich toll, wenn man mit einem Herzensthema nicht nur andere inspirieren kann, sondern auch noch etwas zum eigenen Lebensunterhalt beitragen kann! Wenn du mehr über die Entstehung des Buches und meiner Erfahrungen in den ersten 16 Monaten der Selbstständigkeit wissen möchtest, schau gern mal in diesem Blog vorbei.
Ähnlich war es mit den Videokursen, was die nächste spannende Tür in meinem Berufsleben öffnete. Ende 2023 begann ich, einen Großteil meiner Zeit und viel Herzblut in das Zusammentragen meines Wissens und meiner Erfahrungen zur Polarlichtjagd zu stecken. Entstanden ist daraus ein fast 12-stündiger Online-Videokurs, der hoffentlich nicht nur für mich ein Rückblick auf zahlreiche Polarlichtreisen und viele unvergessliche Nächte ist. Wenn ich damit Menschen motivieren kann, es selbst zu versuchen, ist das der größte Lohn für mich! Den Rückmeldungen nach zu urteilen, die ich seit der Kursveröffentlichung im Mai 2024 bekomme, scheint mir das ganz gut zu gelingen. Mittlerweile kam 2025 auch noch ein zweiter Kurs zum Thema Astrofotoplanung mit Planit Pro dazu, der ebenfalls schon vielen bei ihren nächtlichen Aufnahmen geholfen hat. Und wenn du mehr über die Entstehung des Polarlicht-Videokurses wissen möchtest, schau gern mal hier im Blog vorbei.
Das Radfahren lässt mich nicht los!
Zum Glück kam auch der Sport in dieser Zeit nicht zu kurz – hatte ich doch nun das Paddeln für mich entdeckt, und sogar eine Möglichkeit gefunden, wie ich das Radfahren damit verbinden konnte. Zum Bikerafting – wenn das Fahrrad einfach auf dem Boot mitgenommen wird, um später damit wieder zurückzufahren – schaffte ich mir ein kleines Faltrad an, was schnell einen festen Platz im Camper gefunden hat. Und auch außerhalb der Paddeltouren kam es immer öfter zum Einsatz.

Für mich die perfekte Kombination: unterwegs mit dem Camper, darin arbeiten und zwischendurch radeln und paddeln.
Die Touren wurden immer länger, aber ich merkte auch, wie es mir mit den Knien schwer fiel, Berge zu fahren oder größere Belastungen zu treten. Kurzerhand wurde ein E-Bike daraus gemacht, was mich an entscheidenden Stellen unterstützen konnte und so 2024 die Lust am Radfahren wieder vollends in mein Leben brachte. Auch mein Arzt riet mir, möglichst viel Radzufahren, aber am besten im „Oma-Style“ mit geringer Belastung und Motorunterstützung. Nun gut dachte ich, damit muss ich mich wohl abfinden (ich hatte es ja selbst erlebt mit dem Faltrad) – aber dann sollte es wenigstens cool sein. Und so erfüllte ich mir Ende 2024 den lang gehegten Traum eines Gravelbikes, was mir einerseits ein Rennrad-Feeling gab, andererseits aber auch abseits der asphaltierten Straßen Spaß bereitete. Die Motorunterstützung machte es dabei zwar recht schwer (ca. 15 kg), aber das Fahrgefühl weckte sofort Erinnerungen an früher…

Die alte Leidenschaft kehrt zurück in mein Leben – dieses Mal mit Hilfsmotor (Foto: Antje Wettlaufer)
Von der Physiotherapie ins Krankenhaus
… bis das Leben wieder zuschlug. Denn schon kurz nach der Anschaffung des Gravelbikes meldete sich plötzlich mein Rücken. Verdacht auf Bandscheibenvorwölbung oder sogar einen kleinen Bandscheibenvorfall. ‚Nicht das auch noch… bleibt mir denn gar nichts erspart?!‘ Nach einem frustrierendem und schmerzhaften Jahreswechsel mit großen Zweifeln über meine (sportliche) Zukunft sagte ich mir schließlich: ‚Gut, Challenge accepted – dann gibt’s jetzt halt wieder Physiotherapie!‘ Und die hat wirklich Wunder bewirkt. Nach einigen Wochen gezielter Stärkung der Rumpfmuskulatur war ich wieder schmerzfrei und das Jahr konnte beginnen… aber Moment, das wäre zu einfach. Das Leben hielt da noch „One more thing“ für mich bereit, wie Steve Jobs immer so schön zu sagen pflegte: Denn eines Tages im Februar 2025 wurde es plötzlich wie aus dem Nichts dunkel – auf einem Auge, für einige Minuten. Einen Besuch in der Notaufnahme sowie gefühlte 10 Facharztbesuche und Spezialuntersuchungen später gab es nicht mehr als einen Verdacht: eine TIA (transitorische ischämische Attacke) hieß es, könnte es gewesen sein – eine Art Mini-Schlaganfall ohne bleibende Schäden. ‚Na prima, was will mir mein Körper denn jetzt wieder sagen?‘ Für mich wirkte es wie ein weiterer kleiner Schubs vom Universum, der mich einerseits daran erinnern sollte, wie wertvoll die eigene Gesundheit ist und wie schnell sich auch alles ändern kann.
Jetzt will ich’s wissen!
Nachdem die Ärzte wieder grünes Licht gegeben hatten, versuchte ich nun also etwas gesünder zu leben: Sport, Ernährung, Ruhe… und das hatte durchaus Wirkung. Die Waage zeigte 5-6 kg weniger, die Fitness stieg und meine Motivation auf neue sportliche Ziele ebenso. So machte ich zahlreiche Touren mit dem Gravelbike – bei Tag, bei Nacht, zu Coachings, Projektbesprechungen, Astrofotoshootings… Auf diese Weise konnte ich mir auch ein Stück „früher“ zurückholen: Statt zu Fuß (was jetzt ja leider nicht mehr drin war) ging es beispielsweise mit dem E-Gravel bei eisigen Temperaturen zum Milchstraßenfotografieren auf den Brocken. Genial! Mehr über diese Astro-Bikepacking-Tour findest du hier im Blog.

Ich hatte nicht gedacht, dass ich es nochmal auf den Brocken zum Milchstraßen-Fotografieren schaffe. Da E-Bike hat es 2025 möglich gemacht!
Sogar einen weiteren Traum konnte ich mir – vielleicht auch dank des Muskelaufbaus durch das Radfahren – im Mai 2025 erfüllen: Einmal einen aktiven Vulkan hautnah erleben! Zusammen mit lieben Freunden und Geologen reisten wir nach Sizilien und Stromboli. Die Wanderung zu letzterem Vulkan, mit immerhin 5 Kilometern und 300 Höhenmetern, machten meine Knie ohne große Probleme mit. Ließ gern mehr zu dieser einmaligen Reise in meinen drei Blogartikeln (Salina, Stromboli, Sizilien und Ätna).

Meine Knie trugen mich sogar zu einer weiteren Erfüllung eines Lebenstraums: Einen aktiven Vulkan hautnah zu erleben! In diesem Fall der Stromboli.
Um zu sehen wo ich stehe (und wie es um mich steht), buchte ich mir einen Termin zu einer sportmedizinischen Untersuchung – auch bekannt als Leistungstest. Was ich bis dahin nicht wusste: viele Krankenkassen zahlen solch eine Untersuchung, entweder komplett oder in großen Teilen. Dabei wird dann einmal alles gemacht – von der Körperanalyse bis zur völligen Erschöpfung auf dem Rad oder Laufband, immer unter Kontrolle per EKG, Blutdruckmessung und sogar Laktatmessung per Blutabnahme. Was eher nach einem Test für Leistungssportler klingt, ist gerade für „Normalos“, die wieder mehr Sport treiben wollen, umso wichtiger. Hinterher wusste ich: Das Training kann beginnen, Muskelmasse ist mehr als erwartet vorhanden, Körperfett aber auch 😉 An der Ausdauer muss ich arbeiten, wenn ich meine Leistung steigern möchte. Meine Trainingszonen kannte ich jetzt zumindest mal. Ok, dann gehen wir es an…
Noch während meiner Norwegenreise Ende 2025 machte ich dann Nägel mit Köpfen: Ich meldete mich zu zwei großen Radevents in 2026 an. Der MSR300 Ende Mai und der berühmten Vätternrundan in Schweden Mitte Juni. Beides Langstreckenevents, bei denen am Stück 305 bzw. 315 km gefahren werden müssen, ohne Motorunterstützung! Und um nicht direkt mit einer solchen Distanz zu starten, hatte ich mich für Mitte April vorsichtshalber noch zum Spreewaldmarathon mit „nur“ 200 km angemeldet. Wenn schon, denn schon – ein entsprechendes Training muss sich ja schließlich auch lohnen, oder?

Die Beschreibungen der MSR300 (https://mecklenburger-seen-runde.de) und der Vätternrundan (https://www.vatternrundan.se/en) klingen genau nach dem, was ich suchte!
Zum Glück hatte ich noch mein altes Rennrad im Keller, mit dem ich schon 2009-2010 über die Alpen geradelt bin. Es war schnell wieder fit gemacht und wurde nach meiner Rückkehr aus Norwegen Anfang Dezember erst einmal in den Rollentrainer eingespannt. 4-5 Mal pro Woche schwang ich mich also mit einem strukturierten Trainingsplan aufs Rad – bei passendem Wetter auch mal für 2-3 Stunden draußen aufs Gravelbike. Das lief auch wirklich gut: Ich wurde fitter, meine Herzfrequenzvariabilität und VO2Max stiegen und mein Ruhepuls ging nach unten. Spannend zu sehen, was durch gezieltes Training scheinbar möglich ist…
Kleine Änderung, große Wirkung – meine wichtige Erkenntnis zu Vitamin D3!
Aber es wäre ja auch zu schön gewesen, wenn es einfach so weitergegangen wäre. Nein, mein Körper hatte eine neue Überraschung für mich: Ab etwa Mitte Januar zeigten alle Werte plötzlich (trotz Training) in die falsche Richtung. Erst dachte ich an Messfehler, temporären Stress, oder ähnliches. Aber es hörte nicht auf, und das Training fiel mir auch zunehmend schwerer. Machte ich zu viel? Das konnte doch eigentlich nicht sein. Bis ich dann Ende Januar durch Zufall die (höchstwahrscheinliche) Ursache herausfand: mein Vitamin-D-Spiegel war „im Keller“. Zum Hintergrund: Ich nehme Vitamin D3 seit 2018, da die Rheumamedikamente hier einen gewissen Einfluss haben und ein ausreichender Spiegel für mich sehr wichtig ist. Der wurde auch regelmäßig gecheckt und lag zuletzt im Dezember 2025 bei 62 ng/ml. Nun entschied ich mich jedoch nach meiner Norwegenreise, mal von Tabletten auf Tropfen umzusteigen – bei den vielen Pillen fühlt man sich so alt 😉 Und da lag dann auch der Fehler. Ich bin der vorgeschlagenen „Gebrauchsanweisung“ des Herstellers nachgekommen und habe die Tropfen täglich in ein Getränk gemischt – in gleicher Dosis wie vorher die Tabletten. Was aber offenbar passierte war, dass sich die fetthaltigen Tropfen natürlich nicht aufgelöst haben und wohl teilweise an der Wand oder dem Boden des Glases kleben blieben. So kam dann nur noch ein Bruchteil dessen an, was eigentlich nötig war. Und innerhalb gut eines Monats war ich nur noch bei 28 ng/ml. Grundsätzlich ist das noch kein super kritischer Spiegel, aber für mich mit der Grunderkrankung, den Medikamenten und dem Training alles andere als gut. Mir ging es auch wirklich nicht gut: Schlafstörungen, Stimmungstiefs, Antriebslosigkeit, Müdigkeit… da kam vieles zusammen.

Bis Anfang Januar war ein echter Erfolg in den Gesundheitsdaten zu sehen: Die Ruheherzfrequenz (links) ging nach unten, die VO2Max (Mitte) nach oben und auch die Herzfrequenzvariabilität (rechts) stieg. Aus dem Loch danach erhole ich mich erst jetzt so langsam wieder.
Gut, Problem erkannt, Problem (hoffentlich bald) gebannt. Also hieß es nun die Tropfen direkt in den Mund und für eine gewisse Zeit eine höhere Dosis einnehmen. Das funktionierte auch ganz gut: nach drei Wochen war ich wieder bei 42 ng/ml und fühlte mich auch schon wesentlich besser. Wahnsinn, was dieses Vitamin (oder genau genommen eigentlich dieses Hormon) im Körper bewirkt – und das habe nicht nur ich erlebt. Zur fast gleichen Zeit hat jemand in meiner Familie die gleichen Erfahrungen gemacht! Daher kann ich dir nur raten: Lass deinen Vitamin D3 Spiegel unbedingt mal vom Arzt checken – das kostet unter Umständen 18 bis 22 €, kann aber einen wirklich entscheidenden Unterschied in der Lebensqualität machen! Leider sieht das nicht jeder Arzt so und das Thema wird gern mal als „Hype“ bezeichnet, den man ja nicht unbedingt mitmachen müsse. Nun ja, das muss jeder selbst wissen, ich kann dir nur ehrlich von meinen Erfahrungen berichten und wer weiß, vielleicht ja auch dem einen oder anderen damit helfen.
Ein Auf und Ab zu Jahresbeginn
Bei mir ging es also langsam wieder aufwärts, das Training startete wieder und das nächste (berufliche) Event stand Mitte Februar bevor: Ich war das erste Mal bei der „Inspiration Natur“ in Stapelfeld und habe dort einen Workshop und eine Vortrag gehalten. Es war eine tolle Veranstaltung – leider mit weniger gutem Ausgang für mich. Danach war ich nämlich erkältet 🙁 Nichts Ungewöhnliches im Frühjahr, aber für mich einfach der nächste Rückschlag, der mich wieder mehrere Wochen ausbremste. Wollte das Universum mir irgendwas sagen?! Also wieder Trainingspause, um keine Herzmuskelentzündung zu riskieren, und ab Ende März konnte es endlich weitergehen. Viel Zeit war nun nicht mehr bis zum ersten Event am 18.4. im Spreewald.
Die drei Wochen habe ich aber bestmöglich genutzt und auch eine kleine Generalprobe mit gut 130 km gut überstanden. Auch die Knie haben das Ganze erstaunlich gut mitgemacht – der Muskelaufbau der letzten Monate hat offenbar geholfen, um auch ohne Motor schmerzfrei radeln zu können. Wahnsinn! Voll motiviert ging es also in meine alte Heimat, und was soll ich sagen… es lief fantastisch! Dank ausreichender und kontinuierlicher Energieversorgung und der offenbar nach 1.700 Trainingskilometern vorhandenen Fitness gab es bis zum Ziel keine wirklichen Ermüdungserscheinungen. Da konnte mich auch ein Platten 10 km vor dem Ziel nicht aufhalten. In knapp 8 Stunden war die Runde bei perfekten Wetterbedingungen geschafft. Nach allem was seit Dezember dazwischenkam, war das viel viel mehr, als ich mir träumen ließ!

Das hat sich nach den Rückschlägen der letzten Wochen so richtig gut angefühlt. Nach knapp 8 Stunden Fahrzeit bei herrlichstem Wetter hatte ich mir die goldene Gurke des Spreewaldmarathons verdient. Dasselbe Rennrad hatte mich schon 2009 über die Alpen gebracht…
Was kommt als nächstes?
Dieser erste Erfolg, und weitere gut 1.000 Trainingskilometer bis zum nächsten Event lassen mich zumindest gerade sehr positiv in die nahe Zukunft blicken! Obwohl solch eine Distanz sicher kein Spaziergang werden wird – das habe ich auch bei einer weiteren Generalprobe mit 250 km vor ein paar Tagen gemerkt. Immerhin konnte ich damit schonmal ein Stückweit meine eigenen Grenzen verschieben, denn dies war gleichzeitig die längste Tagesstrecke mit dem Rad in meinem Leben. Ich bin gespannt, welche Grenzerfahrungen ich bei den beiden Events Ende Mai in Mecklenburg und Mitte Juni in Schweden noch so alles machen werde. Und ob ich die Anmeldungen womöglich doch bereuen werde… Aber wenn ich es nicht versuche, werde ich es nie erfahren!
Hoffen wir auf jeden Fall mal, dass die Gesundheit mir nicht wieder einen Strich durch die Rechnung macht. Denn ich wäre nicht ich, wenn ich nicht auch für 2026 neue berufliche Projekte hätte, für die ich fit sein möchte. Das erste ist ein neues Buch – wieder im Selbstverlag, diesmal allerdings zu Themen der Astrofotografie. Ich arbeite mit Hochdruck seit letztem Jahr daran und bin mit dem Schreiben nun auch weitestgehend fertig. Es gibt aber eine Besonderheit an diesem Buch, die es so bisher noch nicht gab in meinen Büchern und die mich auch nochmal einiges an Arbeit kosten wird. Und dann ist da noch die totale Sonnenfinsternis am 12.08. in Spanien! Für mich tatsächlich die erste ihrer Art… Du kannst also gespannt sein! Und das bin ich definitiv auch – auf alles, was noch so passiert in den nächsten Monaten und Jahren!

In meinem neuen Buch wird es um die Milchstraße und Astro-Panoramen gehen. Hier an diesem Ort (Col d’Izoard in Frankreich) habe ich mir 2019 übrigens einen Kindheitstraum erfüllen können: den Besuch einer Tour-de-France-Etappe!
Warum erzähle ich dir das alles?
Nun, ich werde einerseits immer mal wieder gefragt, was ich so mache und wie es mir geht. Andererseits möchte ich aber vor allem andere inspirieren und zeigen, dass es sich lohnt, Rückschläge, Krankheiten oder ‚Prognosen‘ der Ärzte nicht einfach so hinzunehmen. Ich könnte mir auch Besseres vorstellen, als mit Mitte 40 schon solche körperlichen Einschränkungen zu haben. Es hilft aber auch nichts, deswegen in Selbstmitleid zu zerfließen und dem nachzutrauern, was man nicht mehr machen kann. Ich versuche eher, das Beste aus dem zu machen, was noch geht. Und das ist mit einem klaren Ziel vor Augen manchmal viel mehr, als man zu hoffen wagt! Auch, wenn ich dabei kein Spitzensportler mehr werden kann und auch nicht mehr alles machen kann, worauf ich Lust hätte. Umso dankbarer bin ich für die vielen Erlebnisse und Erfahrungen, die ich in meinem bisherigen Leben schon machen durfte. Diese Erinnerungen können zwar auch manchmal wehtun (weil man diese Zeiten nicht zurückholen kann), aber allemal besser, als hätte ich immer gesagt ‚das muss ich unbedingt auch irgendwann mal machen!‘. Nur irgendwann kann irgendwann halt zu spät sein, und das manchmal schneller als man glaubt! Daher liegt für mich das wahre Glück im Leben darin, sich ambitionierte Ziele zu setzen – seien es persönliche, sportliche oder berufliche -, auf die man hinarbeiten kann und die das Leben abwechslungsreicher gestalten. Sich solche Ziele und Träume zu erfüllen, schafft gleichzeitig Freude im Leben und wertvolle Erinnerungen, die uns bis zum Lebensende bleiben. Und sind wir ehrlich, am Ende schaut man doch lieber zufrieden auf all das (hoffentlich überwiegend Schöne) zurück, was man erlebt hat, als frustriert auf das, was man noch unbedingt mal machen wollte. Manchmal bringt dies eben auch unbequeme Entscheidungen, Kompromisse oder auch mal Rückschläge mit sich. Denn wie sagte der US-Autor Neale Donald Walsch so schön:
„Das Leben beginnt am Ende deiner Komfortzone!“
Um persönlich zu wachsen, müssen wir die eigenen Grenzen verschieben und dabei gewohnte Routinen und manchmal auch eine (vermeintliche) Sicherheit aufgeben – auch wenn manche Träume im ersten Moment absurd klingen mögen. Scheitern gehört dabei genauso dazu wie das Erreichen selbstgesteckter Ziele. Aber gibt es überhaupt ein Scheitern? Selbst wenn man Ziele – aus welchen Gründen auch immer – mal nicht erreicht, so hat man doch meist trotzdem daraus gelernt und hat sich dadurch weiterentwickelt.
Oh Mann, jetzt kling ich schon wie ein schnulziger Lebensratgeber 😉 Aber vielleicht kennst du dieses Gefühl ja auch, wenn man plötzlich Dinge im Leben erreicht oder zumindest mal angeht, die vor einiger Zeit noch unvorstellbar waren. Gedanken wie „Hätte mir das jemand vor 5 Jahren gesagt…“ sind ein guter Indikator dafür! Und auch wenn es vielleicht nach außen so wirken mag und ich häufig Sätze höre wie „Bei dir läuft ja alles super!“ oder „Du hast es gut, so ein Leben hätte ich auch gern!“: Auch ich bin kein rundum glücklicher Mensch – ich habe meine Macken, meine mentalen Tiefs und Zweifel. Aber ich schöpfe Kraft und Freude aus den Dingen im Leben, die ich mir aus eigener Motivation vornehme und bestmöglich versuche umzusetzen. Das ist nicht immer planbar (wie mir insbesondere die letzten 10 Jahre gezeigt haben), aber das macht es ja gerade spannend. Und vor allem hat es mir gezeigt, das wir Selbstverständlichkeiten einfach viel mehr wertschätzen sollten. Leider kommt diese Erkenntnis meist erst, wenn sie nicht mehr selbstverständlich sind… Das hat auch die Pandemie eindrucksvoll gezeigt, finde ich.
Und natürlich spielen bei dem Ganzen auch immer noch andere Menschen eine wichtige Rolle – seien es Eltern, Kinder, Partner, Freunde… ich habe sie in diesem doch recht persönlichen Einblick in mein Leben mal bewusst außen vorgelassen. Aber auch das, was liebe Menschen um einen herum erleben oder manchmal durchmachen, sollte einen selbst anregen, über die eigenen Ziele und Wünsche im Leben nachzudenken. Niemand weiß, wie lange einem zur Umsetzung dieser Träume noch bleibt.
In diesem Sinne. Danke, dass du bis hierhin durchgehalten hast. Vielleicht konnte ich dich ein bisschen zum Nachdenken anregen, oder einfach inspirieren, mal intensiver über deine Ziele und Träume nachzudenken. Schreib mir gern in den Kommentaren deine Gedanken dazu…
PS: Ich bekomme regelmäßig gutgemeinte Ratschläge, was anderen bei ihrem Umgang mit rheumatoider Arthritis geholfen hat. Ich muss allerdings sagen, dass ich mit meinem jetzigen Stand – den Umständen entsprechend – zufrieden bin. Die Medikamentendosis hält sich mittlerweile sehr im Rahmen, Kortison und Schmerzmittel brauche ich zum Glück schon seit mehreren Jahren nicht mehr und das hier und da mal was zwickt, kann ich akzeptieren. Mein Ziel ist es nicht, (z.B. durch eine strenge Diät/Ernährung) komplett von den Medikamenten wegzukommen – auch wenn das für andere Betroffene funktionieren mag. Ich sehe sie stattdessen als Basis, um körperlich aktiv sein zu können – was mir schlussendlich am meisten hilft!



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